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BoyScout
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« am: 17. Februar 2011, 16:32:19 » |
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Leute, die machen mich echt fertig. Ich muss das irgendwo loswerden. Ich gehöre ja seit einem Jahr zu den paar Dutzend verbliebenen Arcane Codex Spielern. Und ich finde einiges daran gut und unterstützenswert. Mir war auch "Das Interview (Tm)" oder "Die Rezension bei den Blutschwertern (Tm)" egal, da ich auf die Qualität und nicht auf die Personen geschaut habe. Und ich bereitete auch endlich das überfällige Loblied an AC für den Blog vor. Aber was mich immer störte war die langsame Arbeitsweise des Verlages. Nach ca.10 Jahren sind große Teile der Spielwelt nicht beschrieben. Die Bücher sind meistens 300-400 dicke Wälzer, die wirklich alles im Detail behandeln. Nur eben über die wenigsten Gebiete. Also gehe ich schlussendlich doch mal in deren Forum um zu schauen, was eigentlich abläuft. Ja, ja Übliche: "Arbeit, Jobs, Familie, Hilfe keine Zeit, wir sein schwer arbeitende Menschen, die Graphiker und Autoren tun nix, bitte schlagt uns nicht". Kennt man ja. Ist ja auch völlig akzeptabel. Aber das ist ja kein wirklicher Grund. Daran kann man sich ja ANPASSEN. Es ist doch klar, daß zwei Leute in ihrer Freizeit keine Produkte produzieren können, die vom Aufwand her mit WoTC mithalten. Also lese ich mir die alten konstruktiven Vorschläge der Leute durch, die schon längst aufgegeben haben und gebe auch selber Feedback und Lösungsvorschläge für ein vermeintliches Dilemma, die da sind: - kleinere, dünnere Quellenbücher im Softcover mit einfachen Graphiken auf günstigem Papier - einfache, schlichte Formate, wie DinA4 (oder A5?) Heftung z.b. - Aufteilung der Spielweltinformationen in mehrere Bände (also z.b. Grenzlande I, Grenzlande II usw.) - regelmäßiges Springen zwischen den Landstrichen um VIEL in WENIG Zeit abdecken zu können um dann in Folgebänden die Details zu verdichten. Mit jeder Welle (I, II, III) bekommt die Spielwelt dann neue Facetten. Das wäre der Ansatz eine Planes, mit dem ein ZWEI MANN Freizeitbetrieb mit freiwilligen Graphikern und Autoren vermutlich regelmäßig veröffentlichen könnte (und übertreiben wir es nicht, sagen wir alle 5-6 Monate). Unter den gegebenen Umständen hätte ich mir als Verlag zudem doch niemals ein zusätzliches RPG wie Frostzone aufgehalst. Aber was ist? Die verbliebenen Fans WOLLEN das gar nicht. Die warten lieber 3 Jahre auf ihre dicken Wälzer, weil die "schöner aussehen". Die meinen, das hätte etwas mit Qualität zu tun. Die meinen, Rollenspielprodukte verkaufen wäre GELDMACHE. Die meinen, man sollte froh sein, daß man überhaupt etwas bekommt und ja keine Ansprüche stellen. Und man sollte eben da Spielen, wo es Infos gibt (spiele ich in isolierten Globulen oder in einer zusammenhängenden Spielwelt?). Man solle doch alles selber machen. Ausserdem gäbe es ja schliesslich schon 4 Länder. Ja schon, diese 4 Bände haben aber NEUN JAHRE benötigt! Aber das ist ja auch klar. Die brauchen die Bücher ja auch gar nicht, die SPIELEN ja schliesslich auch kein Arcane Codex. Wie sollte das auch gehen in einer Spielwelt OHNE Spielmaterial? Die Warten auf ihre Sammlerstücke, damit sie sie ins Regal stellen können um sich mit einem Weinglas davor zu setzen. Die übertragen das Interesse für das Spiel in ihrem Kaminzimmer dann natürlich auch nicht auf andere Rollenspieler, um sie mit ihrer Begeisterung mitreissen zu können. Das hindert eben diese Leute natürlich nicht daran den Verlag trotzdem ständig Blöde anzumachen, wann denn ihr neuer, dicker Schmöker erscheint, auf den sie schon so lange warten. Schon irgendwie schizo. Was denn jetzt, Regelmäßige oder dicke Bücher? Beides geht nicht. Auch der Verlag will nach eigenen Aussagen mir gegenüber an seinem Verlagsplan festhalten und weiter alle 2-5 Jahre (meine Schätzung) ein Buch herausbringen. Um nun die Nörgler, sprich, die MOTIVIERTEN Spieler, die Spielmaterial BENÖTIGEN, weil sie ja sonst gleich ihr eigenes Rollenspiel spielen können, zufrieden zu stellen, gibt es nun ZUSÄTZLICH für die völlig überarbeiteten Autoren dünne Gildenhefte. Das führt natürlich dazu, daß alles noch länger dauert und nicht schneller geht, weil es ja ein zusätzlicher Aufwand ist. lest euch die Threads ruhig mal durch, das ist durchaus unterhaltsam: http://www.nackterstahl.de/nackterstahl/forum/index.php/topic,1972.msg54620.html#msg54620http://www.nackterstahl.de/nackterstahl/forum/index.php/topic,5926.msg54617.html#msg54617Ich bins ja gewohnt eher mit begeisterten, manchmal ZORNIGEN Rollenspielern zu diskutieren. Die spielen wollen, die ihr Rollenspiel und ihren Verlag unterstützen und am Leben halten, die neue Spieler rekrutieren. Die keine Bücher als Selbszweck sammeln, um sie bei sich zu Hause wegzusperren. Wie man ein deutsches RPG mit so viel Potenzial so zu Schande reiten oder vor sich hindümpeln lassen kann ist mir ein Rätsel. Es ist wirklich traurig. Wobei man ja nicht mal davon reden kann, der mumifizierte Zustand ist ja gewollt. Ein Rollenspiel für Sammler und Buchabstauber. Daher kann ich keinem, motivierten, interessierten, begeisterten, nach Spielmaterial hungernden Rollenspieler mit gutem Gewissen dieses RPG empfehlen. Ich wünschte es wäre anders. EDIT Schlechtschreibung
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« Letzte Änderung: 17. Februar 2011, 17:26:35 von BoyScout »
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Blechpirat
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Blechpirat
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« Antworten #1 am: 17. Februar 2011, 19:48:05 » |
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Ich muss gestehen, dass ich einer von denen bin, die das Verhalten von NaSta wirtschaftlich rechtfertigen (würde, würde ich Spiele dort kaufen). Ich bin auch eher bereit 30-50 Euro für ein fettes Hardcover zu zahlen, als 15 für ein dünnes Paperback.
Hinzu kommt, dass ein neues GRW natürlich mehr Geld verspricht. Regelwerke kaufen auch Spieler, Settingkrams eher nur SLs. Insofern kann es also sinnvoll sein, noch ein zweites Rollenspiel herauszubringen.
Aber andersherum gefragt: Warum sind dir Regionsbeschreibungen so wichtig? Ich les sowas ja mal ganz gerne, aber eigentlich nur als Ideenfundgrube.
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BoyScout
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« Antworten #2 am: 18. Februar 2011, 00:21:03 » |
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Ich habe ja nichts gegen dicke, gut gestaltete Bücher. Wenn ein Verlag damit fertig wird und wenn er es zu akzeptablen Preisen anbieten kann. Ich bin andererseits aber auch nicht blauäugig.
Aber guck dir die Ausgangssituation an: Zwei Leute + unzuverlässige Freie Mithelfer, die so gut wie keine Zeit haben und das Ganze nur in der Freizeit stemmen, wollen Bücher herausbringen gegen die die Gutenbergbibel noch älter aussehen soll. Was nicht geht, geht halt nicht.
Ich würde als Spieler keinem solcher kleinen Verlage die unverschämte Forderung stellen doch bitte nur umfassende Brockhaus-Enzyklopadien zu den enzelnen Spielwelthemen herauszubringen. Und zwar Pronto. Und der Verlag muss es dann bedienen, oder noch ulkiger, will es selber so. Allerdings ziehen sie regelmäßig den Zorn der Spieler auf sich, weil sie es nicht schaffen ihre schwammigen Ankündigungen ("irgendwann im nächsten Halbjahr. Vielleicht") einzuhalten. Das ist doch naiv. Das wird nie ein großer Player bei den deutschen Rollenspielen. Aber es hat das Potenzial.
Ich stelle mir gerade vor wie die "dekadenten, verwöhnten" Spieler von DungeonSlayers denen die Bude einrennen, weil der Autor die Unverschämtheit besitzt nur Dungeon to Goes und dünne Regelhefte zu schreiben. Aber was ist stattdessen? Die haben einen regen Output und sind sehr offen, nehmen auch Fanmaterial und Abenteuer auf und bieten es "offiziell" an und keiner läd sich mehr auf, als er sich zumuten kann. So muss das laufen. So auch gesehen bei Lab Lord.
Warum sind die Beschr. wichtig? Naja zum einen, weil sie massiv Aufwand abnehmen. Zum anderen, wofür sollte man sonst Geld ausgeben? Wenn die Seiten leer sind und auf dem Deckblatt steht "Mach's dir selber", dann brauche ich auch das Produkt nicht. Ausserdem gehts ja nicht nur um Regionalbeschreibungen. Sondern auch Abenteuer, Abenteuerpfade, Regelmodule.... Dafür haben die natürlich gar keine Zeit, ist klar.
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« Letzte Änderung: 18. Februar 2011, 00:26:16 von BoyScout »
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Blechpirat
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Blechpirat
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« Antworten #3 am: 18. Februar 2011, 11:58:40 » |
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Womit du Recht hast, ist dass die Fanpublikationen einige Verlage echt alt aussehen lassen. Sogar in Sachen Lektorat etc. liegen die inzwischen vorne. Aber bei stolzen 2(!) Teilzeitmitarbeitern ist NaSta wohl eigentlich auch kein professioneller Verlag.
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Joerg.D
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« Antworten #4 am: 18. Februar 2011, 12:18:51 » |
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Die Qualität von Red Brick, was Veröffentlichungen angeht ist bei weitem höher als das, was von vielen Profi-Verlagen kommt.
Die Umsetzung von Inhalten mit viel Liebe schlägt halt oft Auftragsschreiber, die einfach etwas hinrotzen.
Trotzdem, ist Arcane Codex einfach schlecht gemacht und der Platz für die Regionalbände, welche ja wohl durch Fan Fiction gefüllt werden sollte ist für mich eher ein Vorrteil. Ich kann die Gegenden selber füllen und muss mich dann nicht plötzlich mit Römern (1 Edition) oder anderen Denkfehlern ärgern.
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Wenn du hier im Forum diskutieren willst, gehe einfach davon aus, das die anderen User genau so SCHLAU sind wie Du und ihre Position mit genau so viel Begeisterung vertreten wie du es machst.
Wenn das nicht hilft, kann man eskalierende Probleme auch im Skype, Hangout oder am Telefon klären.
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BoyScout
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« Antworten #5 am: 18. Februar 2011, 13:23:31 » |
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Wenn man eines sagen kann, das Red Brick viel Liebe in die Bücher steckt, das ist wahr und das merkt man auch. Aber so lange es keine Generalüberholung des Earthdawnsystems gibt, werde ich mich nicht der Qualitätshymnen anschliessen können. Die gute Qualität betrifft primär die einzigartige Spielwelt.
@NaSta: Die Sache mit der FanFiction ist nicht ganz richtig. So weit ich es im Forum mitbekommen habe hat man sich von vielen freiwilligen Schreibern wieder entfernt weil sie die Qualitätsansprüche nicht erfüllen. Selber Schuld sage ich da nur. Es stimmt in der Tat, daß das sicher kein professioneller Verlag ist. Sie versuchen aber professionelle Produkte abzuliefern. Und für die AC Forenuser sind NaSta die Arbeitstiere, die die hohe Qualität abliefern sollen. Das schaffen sie auch mehr oder weniger. Aber nicht in einem Rhythmus mit dem man ein Rollenspiel am Leben erhalten kann Das ist ja genau das, was ich kritisiert habe.
So lange eine Rollenspielwelt nicht gleichmäßig dicht beschrieben ist (sei es nun gleichmäßig dicht oder weniger dicht), dann ist das für mich kein vollständiges Spiel im Verlagssinne. Ich würde mit AC also ein unvollständiges Rollenspiel kaufen (was ich zum Glück noch nicht getan habe), ohne, daß man davor gewarnt wird. Und zwar seit mindestens 9 Jahren unvollständig. Die nicht mehr verfügbaren Oop Bücher kommen ja noch dazu. Ich fühle mich getäuscht.
@Jörg: Kannst du denn begründen warum es so schlecht ist? Ich teile die Ansicht nicht. Ich habe häufig den Eindruck, daß viele harsche Kritiker AC eigentlich gar nicht kennen, geschweige denn gespielt haben. Die Regeln von AC sind denen von ED imho auch meilenweit überlegen, von daher wunderte mich das mit der ED Qualität. nebenbei: Gegenden füllen kann man immer selber. Ich weiss immer noch nicht in welchem Zusammenhang das mit Produktverkäufen steht (man kann ja Produkte verkaufen, die trotzdem Freiheiten belassen).
Mir fällt gerade auf, daß der Post auch gut in "deutsche Forenlandschaft" gepasst hätte, denn mit den Leuten dort kann man wirklich gar nicht konstruktiv diskutieren. Die sind beinahe alle nur am Erhalt des Status Quo interessiert. Das ist auch eines der Probleme, die ich mit spezialisierten Foren habe. Ich werde mich auch bald wieder daraus zurückziehen, da ich mich zwischen Ideologen nicht wohl fühle.
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« Letzte Änderung: 18. Februar 2011, 13:29:21 von BoyScout »
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Joerg.D
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« Antworten #6 am: 18. Februar 2011, 15:15:24 » |
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Also die erste Edition weißt erhebliche Regellücken auf, die teilweise mit dem Kompendium geschlossen wurden, bietet aber Powergamern zu viele Lücken um durch die schlechten Regeln Charaktere zu bauen die ein Balancieren für den SL unmöglich machen. So kann man den Berserkersprung z.B recht heftig Zweckentfremden, wie ich als SL leider feststellen musste.
Die Schreibe des Werkes ist eher mäßig, das Layout grauenhaft, der Spielmechanismus abgekupfert und Fehler wie das Teil mit den Römischen Gesandten sollten in einem Werk das in Druck geht einfach nicht vorkommen. Genau wie Verweise auf Fertigkeiten, die nicht existieren. Die generelle Balance des Spieles ist nicht gelungen und der Versuch eine eierlegende Wollmilchsau zu fabrizieren.
Nun mag man sagen, dass es keine Spielbalance braucht, wie der Norbert mal so schon geschrieben hat, aber bei einem Regelwerk mit einem Punktesystem zum Kaufen erwarte ich balancierte Charaktere und keine Powerunterschiede, die es einem sinnigerweise erlauben entweder einen Menschen oder einen Troll zu spielen, weil alle anderen Rassen regeltechnisch abstinken.
Die zweite Edition habe ich mir dann schon nicht mehr angesehen, aber die üblichen Quellen die in der Regel meinen Geschmack teilen sagen auch nichts gutes.
Das bedeutet aber nicht, dass Du mit dem Ding keinen Spaß haben kannst, denn höchstwahrscheinlich stellst Du einfach ganz andere Anforderungen an Rollenspiel als ich.
Allerdings sollte es dich nicht wundern, wenn du online wenig Freunde dafür findest.
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Wenn du hier im Forum diskutieren willst, gehe einfach davon aus, das die anderen User genau so SCHLAU sind wie Du und ihre Position mit genau so viel Begeisterung vertreten wie du es machst.
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BoyScout
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« Antworten #7 am: 18. Februar 2011, 16:34:49 » |
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mmh, ich kenne nur die 2. Edition. Man muss sagen daß AC auch äusserst unfair behandelt wurde. Bei manchen Rezensionen kann ich nur den Kopf schütteln. Und wenn ich mir so die öffentliche Meinung zu AC irgendwo durchlese, dann ist das in der Nähe von Mobbing anzusiedeln. Es ist sicher weitab davon entfernt richtig gut zu sein, aber es steckt zumindest die meisten anderen großen, klassischen Rollenspiele (Midgard, DSA und co....) locker in die Tasche. Und das ist für eine klassischen Rollenspieler schon ziemlich viel.
Einem muss natürlich zuerst klar sein, was überhaupt die Ziele von AC sind.
Man muss natürlich wissen, das Spielbalance kein erklärtes Ziel von AC ist. Im gewissen Sinne schon, aber da muss ich ausholen. Mit Spielbalance meine ich: "Es gibt nur einen Spielfokus in dem alle Charaktere gleich gut sind". Das ist nämlich nicht so bei AC und das ist es auch, was den meisten scheinbar zuerst auffällt. Es gibt viele Foki in dem Spiel und eine Sozialschule kann in einer kampflastigen Kampagne natürlich nicht mithalten. Das heisst aber nicht, daß die Sozialschule deswegen nicht ausbalanciert wäre. Auch wird oft bemängelt, daß z.b. der Troll Innerhalb des Kampffokus viel stärker ist, dabei werden dann aber meistens die Nachteile ignoriert, die ein Troll in der Spielwelt selber hat. Auch mit Feen ist es möglich einen Kampftauglichen Charakter zu bauen. Das geht natürlich nicht in allen Kombinationen besonders gut, aber Spielbalance heisst ja auch nicht irgendwie Werte zu verteilen und immer einen guten Charakter für alles zu bekommen. Ohne Kampagnenanpassung muss das Spiel also in die Hose gehen. Aber wenn man weiss, wo der Schwerpunkt der Kampagne ist kann man bestimmte Dinge bewusst weglassen, so daß sie die Balance auch nicht stören können ("graue Eminenz" macht in einer Kampfkampagne z.b. keinen Sinn) und wer auf dem Niveau kritisiert kann man nur als ahnungslos bezeichnen. AC ist eben ein generisches Fantasyrollenspiel. Das muss man natürlich wissen. Ich weiss aber leider nicht genau wie viel das Buch dem SL dabei wirklich unter die Arme greift aber wenn ich mir die Knallchargen im AC Forum durchlese ("Gute Rollenspieler (tm) machen sowas selber") stehen sicher nicht allzu viele SL Hinweise drin. DAS wäre ein Kritikpunkt.
Beim Layout bin ich nicht anspruchsvoll. Kann sein, daß das nicht so gut ist. Aber mir passierts auch oft, daß ich Bücher gut finde, von denen professionelle Layouter sagen sie wären schlecht, oder ich deren eigenes Layout grottig finde, obwohl es ja "professionell" ist. Dazu kann ich nichts sagen.
Als Spielanleitung finde ich den Text mäßig aber von der Stimmung her machts durchaus Spass das zu lesen. Wenn ich das jetzt wieder mit ED vergleiche hat es mir KEINEN Spass gemacht das du lesen, was deren Meinung nach ein Regeltext sein soll.
Das Abkupfern ist in keinster Weise ein Makel, da es ja bewusst klassisch und eingängig gehalten ist. Das ist ja kein Fehler. Und auf dem Level "das benutzt Würfel, das ist abgekupfert" wäre es albern das RPG anzugreifen. Manchmal macht es auch nur die Kombination vieler Einzelteile, die es rausreissen, warum sollte man also bekannte Teile nicht neu verknüpfen?
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« Letzte Änderung: 18. Februar 2011, 16:44:42 von BoyScout »
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Joerg.D
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« Antworten #8 am: 18. Februar 2011, 16:52:43 » |
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Das Layout der 2ten ist schon sehr gut und die Vollfarbe gefällt mir auch sehr.
Das mit dem gewollten Unbalancen halte ich schlicht und einfach für eine Ausrede, denn so etwas kann man mit einem Würfelsystem zum Auswürfeln der Charaktere viel besser erreichen und dann können diejenigen die Balance wollen über gleiche Werte immer noch dem Pfad der Balance folgen.
Beim einem Punktesystem erwarte ich schlicht und einfach eine Balance zwischen den Charakteren, damit ich mir als SL die Arbeit des Ausgleichens sparen kann.
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Wenn du hier im Forum diskutieren willst, gehe einfach davon aus, das die anderen User genau so SCHLAU sind wie Du und ihre Position mit genau so viel Begeisterung vertreten wie du es machst.
Wenn das nicht hilft, kann man eskalierende Probleme auch im Skype, Hangout oder am Telefon klären.
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Der Narr Benjamin
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« Antworten #9 am: 18. Februar 2011, 17:10:08 » |
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Im Grundregelwerk 2 gibt es 10 Seiten Anleitungen für den Spielleiter, in der es einen Querschnitt über Grundlagen (Bleiben Sie fair, Seien Sie gut informiert, Die Aufgabe der Spieler usw.) über die Erschaffung von Abenteuern und schließlich die verschiedenen Stimmungen in AC (Prä-apokalyptisch, Gothic usw.) bis hin zu Erzähltechniken (Zeitlupe, Überraschende Elemente) geht. Auch auf die Spielbalance wird dort eingegangen und da wird genau BoyScouts Punkt stark gemacht: Dass man spezialisierte Charaktere baut, die in ihren Nischen gut sind. Eine Halbling-Einbrecherin kann eben nicht so gut kämpfen wie ein Troll-Berserker. Ein Troll-Berserker kann aber auch nicht so gut einbrechen, stehlen, herumschleichen wie eine Herrscherin dunkler Gassen aus dem Volk der Halblinge. Das Punktesystem hat die Pros und Contras, die Punktesysteme eben haben. Entweder mag man sie oder nicht. Mir ist ein Punktesystem lieber als ein Würfelsystem. Hätte AC ein Würfelsystem, würde ich es als erstes durch ein Punktesystem ersetzen. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Charaktergenerierung in AC2 gegenüber AC1 verändert wurde. In AC1 hat man sich wohl ein paar Patzer in den Generierungsregeln erlaubt, z.B. unterschiedliche Gewichtungen der Kosten bei Generierung und späterer Steigerung. Dass dies fatal ist, wissen wir schon von DSA4 – wo es in DSA4.1 übrigens nicht in ein faires System verändert wurde, sondern nur in ein weniger unfaires. AC hat vielleicht keine innovativen Regelkonzepte, allerdings ist es in der Tat der eingängige Würfelmechanismus und die Zusammenstellung der Regeln, die mich beeindruckt. In der Tat bin ich immer wieder beeindruckt, wie simpel und eingängig AC Spielelemente regelt, von denen ich in einigen Systemen, die ich über Jahre gespielt habe, mir nie merken konnte, wie die jetzt eigentlich genau funktionieren. Man muss eben bedenken, zu welchen Systemen AC in Konkurrenz steht. Wenn ich z.B. die Manöverregeln oder auch die gesamten Kampfregeln aus AC mit denen von DSA4 vergleiche, mein lieber Schwan, da müsste sich Ulisses eigentlich warm anziehen. Narf. Jetzt habe ich den Fehler gemacht, AC zu verteidigen, aber darum geht es hier nicht. Es geht hier um die Zukunft von AC. Meine Vermutung ist: Das System wird noch einige Jahre vor sich hindümpeln. Immerhin besteht es schon seit langer Zeit und in den letzten Jahren ist im Schnitt 1 neues Buch pro Jahr erschienen. Die Chancen stehen also gut, dass wir noch ein paar Jahre lang mit Quellenbüchern versorgt werden - wobei ich weiter mit 1 Buch im Jahr rechne, basierend auf den Erscheinungen vergangener Jahre, während BoyScout sich seine "Schätzungen" ja ausdenkt  . Die magische Schwelle, in der neue Systeme einschlafen, ist denke ich bereits überschritten. Dennoch wird NaSta wohl eher mit Eden Studios als mit WotC zu vergleichen sein. Und wenn ich mir Eden Studios Produktpolitik der letzten Jahre ansehe, dann steht NaSta sogar noch ziemlich gut.
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« Letzte Änderung: 18. Februar 2011, 17:13:33 von Der Narr Benjamin »
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BoyScout
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« Antworten #10 am: 19. Februar 2011, 11:58:33 » |
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@Jörg/Auswürfeln: bitte? Dir ist aber schon klar, daß man per Auswürfeln keine Wunschcharaktere bekommen kann und das ein völlig anderer Ansatz ist? ich frag mich halt wie diese Balance bei Punkten erreicht werden soll, wenn man ein quasi Universalsystem hat. GURPS hat ja auch keine Spielbalance. WIE auch? Spielbalance ist für mich aber auch nicht, daß alle Charaktere überall gleich gut sind. Wie soll das denn überhaupt möglich sein? Spielbalance ist für mich etwas völlig anderes. Ich hatte hier mal dazu viel zu breit tretend etwas geschrieben: http://hochistgut.blogspot.com/search?q=Spielbalanceim Grunde meine ich: Spielbalance ist dann erreicht, wenn alle Charaktere gleich gut IN IHRER Nische sind. So kann ich einen Hofnarren mit einem Barbaren vergleichen und schauen ob sie gleich stark sind. Als es darüber mal Streit im Tanelorn gab, gabs einige Leute, die erhebliche Verständnisprobleme damit hatten, wobei ich das sehr einfach finde. Und diese Spielbalance ist bei AC weitestgehend gegeben behaupte ich. Ich mag den D&D Ansatz z.b. meistens nicht, wo alle Klassen zwanghaft gleich gut im Kampf sein müssen (Der Schurke dann über diese albernen Hinterhältigen Angriffe). Sowas spiele ich dann wirklich nur in Bier&Brezellaune. Ich weiss, daß ich hier Leute verteidige, die ich überhaupt nicht leiden kann, ich hatte auch schon auf der Spiel mit denen mal ein "Gespräch". Genausowenig kann ich deren Internetcommunity leiden, nachdem, was die so abliefern (sofern man bei 5 Leuten von Community reden kann). DAS, meine Freunde, ist deren größter Wegstein in die Zukunft. Aber ich muss sagen: Im Vergleich zu vielen anderen deutschen Rollenspielen und im Vergleich zur Menge in den Büchern liefern die sehr gute Arbeit ab. 1 Buch pro Jahr finde ich nebenbei katastrophal. Ich lege meine Rollenspielplanung doch nicht auf nächsten 10 Jahre aus. Eden Studios schweigen wir mal lieber tot. Deren RPGs sind wenigstens meistens abgeschlossen und ich werde nicht mit halb fertigen Rollenspielwelten beschissen.
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« Letzte Änderung: 19. Februar 2011, 12:04:05 von BoyScout »
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Athair
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« Antworten #11 am: 19. Februar 2011, 14:06:24 » |
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Ich kann deinen Ärger durchaus verstehen. Keiner sieht gern den Verfallsprozess von Dingen, die ihm lieb und teuer sind.
Arcane Codex ist jedoch ein Spiel, das mir egal ist. Ich brauch's nicht. Ich wüsste nicht, warum das irgendjemandem empfehlen sollte. Wenn es dem Vergessen anheim fällt, stört mich das nicht.
Der Grund: Ich mag keine Muffin-Pizza mit Döner-Creme, Champignons und Krautsalat.
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... Antworten auf falsche Fragen sind sinnlos. Geduld ist der Schlüssel zur Freude. Dankbarkeit ist der Weg zum Glück. Hinein in die ZauberFerne.
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BoyScout
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« Antworten #12 am: 19. Februar 2011, 14:19:08 » |
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Der Grund: Ich mag keine Muffin-Pizza mit Döner-Creme, Champignons und Krautsalat. Harhar  So hab ich das auch immer gesehen. Aus dem Grund hat mir auch Forgotten Realms, Aventurien und was weiss ich nicht nicht gefallen. Man wills eben doch ein bisschen glaubwürdig haben. Mittlerweile kann ich mich mit beidem arrangieren (ausser mit Aventurien). Wenn man sowas nicht so ernst nimmt und es als Fast Food Unterhaltung sieht, macht das durchaus Spass. Das kann ich aber auch nur, weil ich abwechselnd anderes spiele, wo ich dann auch wesentlich mehr Wert auf einheitliche, glaubwürdige Spielwelten lege. Wenn man aber diese großen Vorbilder leid ist, sowas aber trotzdem gerne spielt, dann ist AC eine sehr gute Alternative. Wenn ich nicht besser in manchen Bereichen. Oder besser gesagt, es WÄRE, wenn nicht... siehe oben.
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Scorpio
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Beiträge: 21
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« Antworten #14 am: 25. Februar 2011, 18:55:16 » |
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Das was die da schreiben ist an Frechheit kaum zu überbieten, aber so kennt man es ja von denen. Hier mal meine Antwort, bevor sie drüben verschwindet. Zitat von: NackterStahl am Heute um 03:14:05 Veruna: Einige fehlende Illus, aber die meisten Illus vorhanden. Patrick (Illustrator) arbeitet an mehreren Fronten und ist beruflich stark ausgelastet, weshalb diese, auch weil er unser Layouter ist, dauern. Einige gute Texte, allerdings Erstversion, wird an einigen Stellen ergänzt (Crunch), an anderen gekürzt/überarbeitet (Historie etc., das Konzeptproblem). Derzeit geht ein dritter Lektor drüber. Da die Texte der Erstversion studientechnisch bedingt einige Jährchen später kamen als geplant, und das bei uns den Zeitplan etwas durcheinander gewirbelt hat, kann die Überarbeitung nicht mit dem von allen ersehnten Tempo vonstatten gehen. Das ist eine Frechheit! Mein Text lag mit einer nichtmal einmonatigen Verspätung bei euch vor, nicht nach Jahren! ICH habe auf das erste Feedback damals zehn Monate gewartet und dann kamen da so Punkte wie "Bau noch Minotauren ein!" Danke! Dadurch erreicht man stringente Texte, wenn man in fertige Manuskripte noch eine kulturschaffende Rasse für das Land einbauen muss! Wenn die anfängliche Anweisung an alle Autoren nicht "es darf dem, was im Grundregelwerk steht nicht widersprechen" gewesen wäre, hätte man vielleicht koheräntere Werke bekommen? Wenn man nicht nur Autoren angeheuert hätte, die ausser in Foren noch nie geschrieben haben und ihnen ein Jahr Zeit gibt, um ein Buch mit 300 Seiten zu schreiben... was erwartet ihr?! Die Historie ist so ausführlich geworden, weil Saskia das im Telefonat mit mir ausdrücklich so wollte! Also kommt mir nicht damit, dass die bösen, böse freien Autoren euch das Leben so schwer machen. Soll ich euch noch ein Kreuz holen, an das ihr euch nageln könnt, damit ihr zu Märtyrern des Systems werdet? Vergesst es! Wie wäre es mal mit Bezahlung für mein Buch? Selbst andere Fanverlage bezahlen bei Abgabe des Manusrkripts und nicht, falls das Buch irgendwann mal veröffentlicht wird!
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