Richtig Rollenspielen!
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Autor Thema: [Teilzeithelden] Der SL hat immer Recht! Oder?  (Gelesen 442 mal)
Roger
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« Antworten #15 am: 05. Februar 2012, 14:52:28 »

Boyscout, das ist kein Versuch auf Rechtfertigung, sondern auch detaillierte Neubeleuchtung, ob das wirklich so ist. Den Vorwurf zieh ich mir nicht an. Ich denke eher, dass es hier um Lesart geht. Sicher hatte ich Hennings Beitrag im Sinn, als ich diesen schrieb, nämlich mit dem Gedanken "Das müssen wir mal genauer beleuchten"

Und dass wir einen "Fehler" gemacht haben, haben wir doch längst eingestanden  (wenn man es denn Fehler böswilligerweise nennen will Smiley    ). So what?

Ich sage nicht, dass die Hausregel dem Rechthaben des SL entspringt, aber sage, dass das durchaus miteinander zusammenhängt, denn der SL hat das Recht in Absprache mit der Runde oder auch einfach als Definition seines Gustos, Hausregeln azubringen. Alles andere ist Lesart.

Ich habe meinen Punkt dazu angebracht und stimme Dir zu, dass hier generell verschiedene Philosophien aufeinander prallen. Nicht nur auf die "Regel" angewandt.

Was ich wirklich gut finden würde, ist ein ausgearbeiteter Gastbeitrag vom "anderen Lager". Den würde ich mich freuen, zu posten. Ich kann das andere Lager nachvollziehen, verstehen, aber nicht für mich anwenden. Daher bin ich nicht fähig, dazu einen ordentlichen Beitrag zu liefern. Hat jemand Lust, bei uns als Gastautor und Gegendarsteller aufzutreten?
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Joerg.D
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« Antworten #16 am: 05. Februar 2012, 15:08:28 »

Ja, einen Blogbeitrag zu dem Thema würde ich vom Boyscout auch gerne lesen!
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Wenn du hier im Forum diskutieren willst, gehe einfach davon aus, das die anderen User genau so SCHLAU sind wie Du und ihre Position mit genau so viel Begeisterung vertreten wie du es machst.

Wenn das nicht hilft, kann man eskalierende Probleme auch im Skype, Hangout oder am Telefon klären.
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« Antworten #17 am: 05. Februar 2012, 15:39:25 »

Zitat von: Roger
...dass hier generell verschiedene Philosophien
Wobei mich nun aber (endlich) mal wirklich eigenständige Argumente der, ich sag mal "Dreherfraktion" interessieren würden, anstatt das diese sich bei der "Regelfraktion" bedient ("ist ja alles nur Hausregel"), denn dadurch löst sie sich ja in Wohlgefallen auf.
Wäre ein wenig wie zu sagen: "Diktatur ist dufte. Eine Intepretation ist die Akzeptanz der Bürger des Diktators durch Mitspracherecht. Demokratie go Home".
is' klar.
Zornhau hat das ja schon sehr ausführlich beschrieben.



Zitat von: Roger
Ich sage nicht, dass die Hausregel dem Rechthaben des SL entspringt, aber sage, dass das durchaus miteinander zusammenhängt,
Ja, weil wohl viele irgendwann die Nase voll hatten, sich unter ihrem SL unterzuordnen, das hängt natürlich miteinander zusammen  Grin

So ein Gastbeitrag kann doch nichts liefern, über das man sich nicht selbst informieren könnte oder was auch User hier, u.A. Joerg.D. schon geschrieben haben. Die Prämisse "Macht Vereinbarungen und haltet euch an sie" ist nun auch nicht gerade neu im RPG. Und hat auch gar nichts damit zu tun, ob der SL nun immer Recht hat. Das hatte u.A. Georgios ja schon verursacht zu sagen.
« Letzte Änderung: 05. Februar 2012, 15:41:35 von BoyScout » Gespeichert

Teylen
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« Antworten #18 am: 06. Februar 2012, 00:06:56 »

Ich glaube, das Beispiel mit dem Motorrad zeigt ganz deutlich das Problem, wegen dem die Würfel gedreht werden: Schlechte Regeln für den Einsatz von Patzern.
Daran zweifele ich.
Zumindest in den ersten beiden Editionen von V:tM wurde die Situation explizit berücksichtigt und findet unter der Überschrift "Breaking the rules" Eingang in das Storyteller Kapitel. Ergänzt mit einem entsprechenden Beispiel.
In der dritten Edition sowie der V20 sind die Regeln zum Umgang mit Patzer aus dem Storyteller Kapitel in das Regel Kapitel gewandert.

Es werden dabei verschiedene Ansätze vorgeschlagen.
Einer dieses beinhaltet den Patzer entsprechend kreativ auszulegen.
Das heißt nur weil jemand bei dem Versuch einen beeindruckenden Stunt mit dem Motorrad hinzulegen gepatzt hat, heißt es nicht zwangsläufig das das Motorrad auf nie zuvor erreichte 200 km/h beschleunigt, gegen eine Wand knallt und der Charakter in einem Flammenmeer vergeht.
Es könnte ebenso bedeuten das der Character sich vor den Leuten, vor welchen er sich beweisen wollte, stark blamiert hat.
Es könnte ebenso bedeuten das der Character dadurch nur sein Motorrad verliert oder gemäßigten Schaden erleidet.
Es könnte ebenso das Element einfügen das das Versagen Dritte betrifft und somit einen neuen Konflikt schafft.
[Als Filmbeispiel: Wenn bei Fantastic Four das Motorrad der Fackel, nachdem misslungenem Stunt, in das Publikum gekracht wäre]

Abgesehen davon das ich erfuhr das V:tM raw keine unterschiedlichen Patzer Stufen kennt, dienen die Patzer nicht primär dem Kampf, sondern dazu die Dramatik zu erhöhen. Der Kampf ist sogar die einzige Situation (iirc) in der es Würfe gibt die nicht patzen können [Schadenswurf sowie Absorbieren].
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Roger
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« Antworten #19 am: 06. Februar 2012, 09:27:41 »

Naja, um bei WW zu bleiben: Bei MtA verteilt ein 5er Patzer Arete deine Moleküle über das Universum. Bei Aberrant bewirkt ein Quantumpatzer den Aufbau von Taint. Bei welchem Spiel steht tatsächlich nochmal in den Tabellen, dass man über eine unsichtbare Schildkröte stolpert?

Ich sehe es aber auch so, dass ich Patzer von den Regeln löse und innovativ bin.
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« Antworten #20 am: 06. Februar 2012, 10:03:00 »

Über Patzer musste ich mir zuletzt auch Gedanken machen. D&D z.B. kennt die ja nur in Kämpfen,also da, wo man sie mit Zahlen umsetzen kann.
Bei RPGs, wo es Patzer auch bei normalen Fertigkeiten gibt, frage ich mich nun, ob es nicht wieder auf Spielleiterwillkür hinausläuft, schliesslich muss der SL festlegen was nun bei dem Patzer herauskommt. Teylen nennt die Willkür dann "kreativ sein".
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« Antworten #21 am: 06. Februar 2012, 10:06:56 »

Also ich habe gerade in M:tA reingeblättert und konnte zumindest auf Anhieb keine festgelegte Patzerbeschreibung für Arete finden.
Ansonsten gibt es in V:tM ein paar Stelle an denen beschrieben ist wie sich ein Patzer konkret auswirkt. [Bei einigen Disziplinstufen, beim Gewissenswurf]
Ein "Peng, du bist tot" ist dort, soweit ich es las, nicht enthalten.
Ebenso bleibt die Ausgestaltung der meisten Patzer frei.

Wenn man die freie Ausgestaltung des Patzers als Spielleiterwillkür bezeichnet müßte man, wäre man konsequent, ebenso die Ausgestaltung anderer Würfelergebnisse [Fehlschläge, unterschiedliche Stufen von Erfolg] als willkürlich beschreiben.
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« Antworten #22 am: 06. Februar 2012, 10:39:41 »

@Probenwillkür: nun, nicht wenn man nach dem (leider nicht etablierten) Intentionen-Auswirkungen-Würfeln Prinzip geht.
Sprich, du weisst also Spieler schon VORHER was bei einem Erfolg und Mißerfolg passiert und handelst das mit dem SL aus.
ist wieder alles tierisch neu, was ? Wink


Diese Patzersache wäre nur eine Steilvorlage gewesen, um die SL Willkür zumindest in einem Punkt zu legitimieren. Eine andere wäre vielleicht die Festlegung von Probenschwierigkeiten. Gern geschehen. Grin

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« Antworten #23 am: 06. Februar 2012, 12:07:14 »

Entweder habe ich gerade verlernt deutsche Texte zu lesen, oder du hast es wirklich merkwuerdig formuliert.
Ich habe gerade nicht die geringste Ahnung was du mir mit dem letzten Beitrag sagen moechtest.  Huh?
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Roger
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« Antworten #24 am: 06. Februar 2012, 12:38:45 »

Bei MtA kannst Du entsprechend generiertem Paradox parallel Schaden kriegen. Vulgar Magic, Arete 5, Bystanders - und entweder taucht dann der nette Herr auf, der Dir erklärt, dass er ein Wächter der Realität ist, nicht gut fand, was Du grad getan hast und eben deine Geburt rückgängig macht oder es macht direkt SPLAT Wink

Edit: Andererseits ist sich ein/e Spieler/in, der/die sowas macht und auch MtA kennt, sehr bewusst, dass es gleich um den Charakter geschehen sein kann...
« Letzte Änderung: 06. Februar 2012, 12:43:58 von Roger » Gespeichert

BoyScout
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« Antworten #25 am: 06. Februar 2012, 12:56:34 »

@Teylen: der erste Absatz bezog sich hierauf
Zitat von: teylen
Wenn man die freie Ausgestaltung des Patzers als Spielleiterwillkür bezeichnet müßte man, wäre man konsequent, ebenso die Ausgestaltung anderer Würfelergebnisse [Fehlschläge, unterschiedliche Stufen von Erfolg] als willkürlich beschreiben.
sprich: man müsste es NICHT als willkürlich beschreiben, je nachdem wie man halt spielt. Man KANN Probenergebnisse Willkürlich spielen, es gibt aber Lösungen für das Problem (siehe mein 1.Absatz). Ich kenne aber keine Lösung um Willkür bei Patzern zu verhindern.
Im Moment fällt mir nur das festlegen der Auswirkungen für jede Handlung by the book ein.

der zweite richtete sich mehr an die Würfeldreher.
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« Antworten #26 am: 06. Februar 2012, 23:05:21 »

Ich glaube, das Beispiel mit dem Motorrad zeigt ganz deutlich das Problem, wegen dem die Würfel gedreht werden: Schlechte Regeln für den Einsatz von Patzern.
Daran zweifele ich.
Zumindest in den ersten beiden Editionen von V:tM wurde die Situation explizit berücksichtigt und findet unter der Überschrift "Breaking the rules" Eingang in das Storyteller Kapitel. Ergänzt mit einem entsprechenden Beispiel.
Interessant, denn so etwas habe ich bisher noch in keinem Spiel gesehen. Scheint, als hätte ich aufgrund meiner VtM-Scheu doch etwas Gutes verpasst.
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