@Emotion: ich weiss, daß es da massive Unterschiede von Spieler zu Spieler gibt. Ich bin eher weniger emotional und weine auch nicht auf Beerdigungen, geschweige denn bei Filmen. Was ich gut kann, ist mich aber ärgern, z.b. über schlechte Filme, aber auch da selten so, daß ich keinen klaren Kopf hätte, was ich einfach mal als Definition für Emotion nehme ("Auschalten von klarem Denken"), das heisst ich reisse nicht unkontrolliert Wände ein. Über gute Witze kann ich auch lachen.
Für mich ist aber kein Ziel im RPG die Emotionen des Charakter mitzuerleben. Wenn der Char verliebt sein sollte (rein hypothetisch), warum sollte ich dann auch verliebt sein? Äquivalent zu allen anderen Emotionen.
Wenn mein Charakter angeschossen wird, will ich ja auch nicht, daß mich jemand anschiesst, damit ich den Schmerz erlebe.
Ich freue mich zwar schon, wenn mir ein Würfelwurf gelingt, aber nie so, daß ich aufspringen würde. Das heisst aber nicht, daß es mir weniger wichtig ist. Ich lasse mich da eigentlich nie mitreissen und es schmälert meinen Spielspass, wenn ich sehe, daß Spieler das nicht trennen können ("jetzt trösten wir erstmal den Mitspieler, dem sein Lieblings Wau-Wau gefressen wurde. Ei Ei Ei."). Ich bin auch der Meinung mit sehr emotionalen Spielern nichts anfangen zu können, wenn es einen Zugang gäbe, wären sie ja nicht emotional ("nein, ich bin jetzt traurig/wütend/wichtig, lass' mich"). Imho bestätigen solche Leute viele Vorurteile, die es über Rollenspieler gibt.
Man sollte da ein Mittelmaß finden, Diven sind schrecklich.
Emotion ist in erster Linie Stress und Stress macht keinen Spass. Ich spiele den Charakter halt nur und BIN nicht der Charakter. Es ist halt immer noch ein Spiel, bei dem man nur so tut. Und der Spass ist eindeutig das "so tun als ob".
Vermutlich stört das Bescheißen einige beim emotionalen Erleben, allerdings gibt es auch genug Leute, die darauf schwören (Erzählonkel).