Finde ich gut. Noch ein paar Leute mehr, die die Langsamkeit propagieren, kann man gut gebrauchen. Das kommt mir sehr bekannt vor.
Auch, daß du auch komplexere Rollenspiele und deren Vorteile ansprichst.
Aus eben diesen Gründen habe ich mich u.A. ja auch wieder mit komplexeren Systemen beschäftigt und Sparrollenspiele erstma liegen gelassen.
Meine Erfahrung ist, daß man meist über den Euphorieberg hinweg nicht mehr durch das Tal der Eingewöhnung findet und dann aufgibt. Das ist schade, denn dahinter liegt das goldene Rollenspielland. Das finden natürlich nur die hartnäckigen, ausdauernden. Gerade mit jungen Leuten sterben die Runden schnell ab, sobald diese merken, daß man auch etwas Energie in eine Runde stecken muss.
Meine neue Zweitrunde habe ich vorweg gewarnt, daß es unter GARANTIE zu Komplikationen kommen wird (die auch kamen), aber das Durchhalten sich lohnen kann. Einer konnte die Geduld nicht aufbringen, der Rest hat jetzt gut Spass (ist aber noch stark ausbaubar).
Problem 1 ist also die naive Vorstellung, daß ein RPG immer so ablaufen würde, wie in der euphorischen Anfangsphase. Problem 2 ist, denke ich, daß Überangbebot. Es gibt einfach viel viel viel zu viele Rollenspiele. Anstatt die vorhandenen zu verbessern (was die Fans meistens effektiv zu verhindern wissen), werden immer neue und neue geschrieben, die sich zum Teil nur marginal unterscheiden, oder bei denen man denkt, "huii, wenn ich jetzt Aspekt A B und C aus den Systemen 1 2 und 3 kombinieren würde, hätte man ein echt tolles Rollenspiel. Wieso ist das verteilt?"