Hi Moritz,
interessanter Artikel. Ähnlich wie Jörgi möchte ich da mal kommentieren:
Wer sich an meinen Tisch setzt, kann sich drauf verlassen, dass ich...
... ein Abenteuer aus der Sicht der Welt entwerfe, nicht aus der der Spieler.
Klingt erstmal... unverständlich, in meinen Ohren. Was meinst du damit? Gehe ich richtig in folgender Annahme: Du paßt die Welt nicht an den "Powerlevel" der Gruppe an? Also klassische Sandbox: Die Welt ist, wie sie ist, und nicht so, wie die Helden sie wertetechnisch "überstehen" könnten?
Sollte das so sein, dann sehe ich das ganz genau so wie du.
... nur im Rahmen der Gegebenheiten improvisiere.
Wie meinst du das genau? Was ist dein Rahmen der Gegebenheiten? Ich improvisiere geschätzte 8 von 10 mal komplette Abenteuer, und wenn mir eine Szene in den Sinn kommt, die ich irgendwo gelesen oder gesehen habe, baue ich die ein, wenn es paßt. Ich improvisiere auch, was Zauberwirkungen oder ähnliches angeht, weil ich der Meinung bin, Magie sollte unberechenbar und geheimnisvoll sein -- auch für den Magier selbst.
Was verstehst du drunter?
... versuche die Spieler und ihre Charaktere in die Knie zu zwingen, aber dabei niemals unfair oder parteiisch werde.
Das sehe ich wie Jörgi: Die Spieler spielen MIT mir, aber ihren Charakteren werfe ich so viel Dreck und Unwägbarkeiten ins Gesicht, daß sie zwangsläufig wachsen müssen, wenn sie das überstanden haben.
... offen würfle und mich an die Würfelergebnisse halte.
Hihihi, hier ist der größte Unterschied zwischen unseren Arten des Spielens... mal würfle ich offen, mal nicht, mal richte ich die Ergebnisse danach aus, wie die Stimmung am Tisch ist, mal lasse ich den Zufall entscheiden, und ein ander mal die Rule of Cool.
Zusammenfassend betrachtet: Da sind durchaus sehr große Unterschiede. Meine Meinung: Diese Unterschiede sind so groß, daß ich mir gar nicht mal sicher bin, ob wir dasselbe Hobby betreiben.