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Nachrichten - Wulfhelm

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Deutsch / Antw:Exilfaden: Wahrnehmung von Zak S.
« am: 19. Februar 2019, 15:37:45 »
Nee. Das war nur reines "gaming the system". Zeige einen vermeindlichen großen Imageschaden auf und deute auf die Person, die für den Imageschaden verantwortlich sein soll. Der dazugehörige Laden wird sofort reagieren. Hat Disney ja dann auch gemacht.
Das ist ja nur der sekundäre Effekt. Damit hat Disney ja nur auf die (vermeintliche) Bewertung von Gunns Tweets durch die Öffentlichkeit reagiert.

Aber im Kern ist die Ursache, dass Gunn gewollt (man könnte auch sagen: bemüht) schockierende Tweets veröffentlicht hat. Angeblich des Scherzes, in jedem Falle aber des Effekts wegen. Nicht als authentische Meinungsäußerungen.
Be- oder vielmehr verurteilt werden diese jetzt aber, als ob sie authentischer Ausdruck persönlicher Fehler wären. Wenn Gunn schreibt, die Dusche in seinem Hotel sei so schwach, als ob einem ein Kleinkind auf den Kopf pinkele, dann wird daraus bei vielen eine bewußte Verächtlichmachung von Opfern von Kindesmißbrauch; und bei einigen (dies wiederum eine Spezialität der "konservativen" Seite) ein Hinweis auf Pädophilie bei Gunn selber.

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Deutsch / Antw:Exilfaden: Wahrnehmung von Zak S.
« am: 18. Februar 2019, 21:16:19 »
Nur kurz, weil ein wenig OT:
Das war aber ein Rechtsextremist (Mike Cernovich, also das genaue Gegenteil von SJW), der für seine Aktion dann von den Rechtsextremen in den USA gefeiert wurde.
Die sehen da eine neue Angriffsmöglichkeit gegen ihre Kritiker.
Wir sehen hier: Eine Kommunikationsform, bei der maximale Inauthentizität gewollt und gewünscht ist; gleichzeitig ist es gewollt und gewünscht, die Kommunikation als 100% authentisch unter moralischen Gesichtspunkten zu bewerten.

Im Grunde genommen ist dieses Vorgehen bewußt hingenommene, bejahte Geisteskrankheit.

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Deutsch / Antw:Exilfaden: Wahrnehmung von Zak S.
« am: 17. Februar 2019, 12:39:00 »
Liest man aber Zaks Gegendarstellung*, fällt auf:
Sie ist systematisch und durchdacht geschrieben, anscheinend durch Zeugenaussagen belegt, und soll jeden einzelnen der Vorwürfe umkehren und seiner Ex anhängen, wobei ZS sich quasi zum Heiligen stilisiert.  :o
Diese Schema stimmt vollkommen mit dem überein, was man ihm als Vorgehensweise zum Online-Mobbing vorwirft (und dokumentiert hat).
Es steht aber ein Satz darin, der deutlich mehr über seinen Verfasser aussagt als über sein Subjekt. Ich zitiere und verzichte auf weitere Kommentare (Achtung, nur lesen, wenn Ihr tief in der Schlammschlacht waten wollt):
[spoiler]"Mandy war so krank, dass sie nur einmal pro Tag Sex haben konnte." [/spoiler]
Ja gut, aber das ist ja eine Denke, die völlig ins Millieu passt. Geht mir jetzt auch nicht darum, abzustreiten, dass Zak S. ein Arsch im Allgemeinen und zu dieser Mandy im Speziellen war.

Es ist einfach so, dass, wenn jemand sagt: "Wir machen Sex und Exhibitionismus als Beruf und mindestens einer von uns vögelt auch privat noch gewohnheitsmäßig noch mit anderen rum, aber glaub' mir, unsere Beziehung ist total liebevoll und emotional stabil!", dass ich kleiner Spießer dann schon immer gesagt hätte: "Nö, glaube ich nicht."

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Deutsch / Antw:Exilfaden: Wahrnehmung von Zak S.
« am: 16. Februar 2019, 23:20:43 »
Welche Brandschutzmauern haben wir hier in Europa gegen eine Degeneration der Kommunikation?
Wie lief denn dieses DSA-Ding am Ende? Wo jemand seine Maraskanischen Regionalredaxwürden abgab, weil es irgendwas Blödes in dieser Rahjaspielhilfe gab?
Ist trotz der politischen Komponente bei der Bewertung der "Rahjaspielhilfe" nicht so recht vergleichbar. "Ich mache bei Projekt X nicht mehr mit, weil es sich in eine Richtung entwickelt, die ich nicht mit vertreten will" ist sowohl im Konzept als auch im Resultat verschieden von "Ich verhindere aktiv Projekte X, Y, Z so weit ich kann, weil sie von einer Person mit böser Gesinnung stammen."

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Deutsch / Antw:Exilfaden: Wahrnehmung von Zak S.
« am: 16. Februar 2019, 23:16:07 »
Bin ich froh, dass ich nichts davon gelesen habe, das Echo hier reicht mir schon, um den Sanity-Verlust zu erahnen, den das nach sich ziehen muss. Ich gehöre ja selber eher zum SJW-Camp, aber diese zunehmenden kulturrevolutionären Tendenzen, die machen mir schon sehr, sehr große Bauchschmerzen, wenn es Torwächter mit derart nervösen Zeigefingern gibt. Ich sag nur James Gunn.

Im Rollenspielbereich, und bei Leuten wie Zak S im Besonderen, ist Celebrity-Status und die damit einhergehende Vermischung von Privatleben und Vermarktung allerdings noch relativ neu. Die meisten hier dürften bereits in einer Zeit Rollenspiele gespielt haben, in denen man vom Privatleben der Designer maximal so viel wußte, wie in einen nichtssagenden 10-Zeilen-Blurb passte, und von ihren politischen Einstellungen und ihrem Beziehungsstatus gar nichts.

Um das Beispiel James Gunn aufzugreifen: Als Hollywood-Größe konnte man schon immer über "private" Dinge seine Karriere ruinieren. Vielleicht nicht nach den selben hypersensiblen Kriterien wie bei Gunn, aber im Prinzip schon.

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Deutsch / Antw:Exilfaden: Wahrnehmung von Zak S.
« am: 15. Februar 2019, 22:08:10 »
Ich habe gerade Zak's Gegendarstellung gelesen und finde es durchaus möglich, daß beide, Mandy und Zak, die "Wahrheit" sagen. Weil es um Wahrnehmungen in einer OFFENEN Beziehung geht. Ko-Abhängigkeit und "freiwilliger" Mißbrauch existieren, sowa gibt's. So eine "komische" Beziehung kann durchaus so sein, daß "Komm her und schlaf mit mir" mit einigem Abstand von der Person die es geäußert hat als Vergewaltigung empfunden wird, ggf. durch die komische Machtstruktur und menage-a-trois-Konstruktion sogar zu Recht. Das ist alles denkbar und am Ende vom Internet her unentscheidbar.

Oder mal etwas schlichter: Eine "offene Beziehung" im Porno-Milieu, die von den Beteiligten als diese ganz tolle freiheitliche sexpositive Ding gepriesen wurde, stellt sich als kaputt, manipulativ und destruktiv heraus. Man ist geschockt.  ::)

Mir allerdings völlig egal, was die betreffenden Sex-Starlets (Zak, Mandy, etc.) da an schmutziger Wäsche im Internet waschen. Würde mich niemals dadurch davon abhalten lassen, irgend welche von Zak S' Produkten zu kaufen. Interessieren mich halt nur nicht die Bohne.

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Ernsthaft und weniger gehässig könnte man eine sinnvolle Diskussion über das Kaufabenteuer an sich anstoßen, wenn man folgende Vorteile von Kaufabenteuern nicht durcheinanderwirft:

1.) Arbeitssparender Kampagnenhintergrund aka "getrocknete Pasta ist objektiv mindestens genau so gut".
2.) Gute Ideen aka "... wie wahrscheinlich ist es, dass ein Informatiker aus Hannover die besten Pastarezepte der Welt entwickelt und nicht ein Profikoch aus Italien".
3.) Das gemeinschaftliche Erleben aka... okay da gibt es keine gute Kochanalogie. Ist aber auch an sich der interessanteste Aspekt, darum kann man das auch direkt vertiefen. Ein wichtiger Aspekt der großen Kaufabenteuer bzw. -kampagnen war das Gefühl der Verbundenheit mit all den anderen Gruppen auf der Welt, die sich ebenfalls da durchgearbeit haben. 'Die Sieben Gezeichneten' bei DSA waren objektiv eine Einschiehnenbahnfahrt erster Kajüte, insbesondere in der ursprünglichen Inkarnation. Aber sie haben es trotzdem geschafft, irgendwie das Gefühl, zusammen mit zigtausend anderen etwas Großes durchzuleben, hervorzurufen.
Meiner unbescheidenen Meinung nach ein ganz entscheidender Faktor für das Fandom bestimmter Systeme. Ikonische Kaufabenteuer schaffen Verbundenheit, Gesprächsstoff, sind gewissermaßen sogar rites de passage. 7G, Enemy Within, Twilight's Peak/Secret of the Ancients. Im Rollenspiel geht es ums virtuelle Erleben, und durch diese hat das virtuelle Erleben eine gemeinsame Basis mit tausenden, zigtausenden und gar hunderttausenden anderer.

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Naja, und für mich stehen dann eben Leute, die alle Arten von Kaufabenteuern ablehnen, auf einer Stufe mit Leuten, die die Nase rümpfen, wenn man seine Pasta nicht selber herstellt, und zwar ohne Nudelmaschine, jawoll!  >:D

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Deutsch / Antw:PESA-Treffen - Grande Assemblée 2019 (20./21. Juli)
« am: 11. Dezember 2018, 22:33:12 »
Wird angesichts des Datums und des runden Jubiläums dies oder das auf dem Programm stehen?

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Ich habe noch Kindheitserinnerungen an einen Vedes-Spielzeugladen, in dem es neben DSA nicht nur das damalige Programm von FanPro (Traveller, Schwerter & Dämonen) sowie D&D, Sternengarde etc. gab, sondern auch englischsprachige Wargames (Flat Top von Avalon Hill hat sich in meine Erinnerung eingebrannt.)

Aber der Hobbybereich wurde in Spielzeugläden eben immer weiter zurückgefahren, auch auf anderen Sektoren. Welches Spielwarengeschäft hat denn heute noch eine fachlich betreute Modellbauabteilung? (Die war in dem gleichen Laden für mich als Jungen übrigens genau so eine faszinierende Wunderwelt wie die Rollen-/Abenteuerspielecke.)

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Von so einem Fall höre ich tatsächlich das erste Mal. Wieder was gelernt. ;) Mein eigentlicher Punkt war aber: Es gibt keinen schlafenden Riesen. Nur, weil man ein paar Brettspieler oder Dr. Who Fans
Naja, ich würde zumindest zustimmen, dass, wenn es größeres ungenutztes Potential gibt, das nicht unbedingt Brettspieler oder Dr. Who*-Fans sind. Zum einen sind das auch eher kleine Gruppen und zum anderen sind die mEn in gewisser Weise mit den typischen Rollenspielergruppen (männlich und nerdy) schon weitgehend identisch und brauchen so gesehen kein anderes Hobby, das die gleichen Schemata ausfüllt. Die zum Rollenspiel herüberziehen zu wollen, ist ungefähr so, als wolle man dem eingefleischten Porschefan den Ferrari schmackhaft machen. Klingt an sich intuitiv, von wegen Sportwagenbegeisterung an sich, klappt aber nicht.

Ich glaube wirklich und ehrlich, dass (gesetzt den Fall, dass man nicht achselzuckend hinnimmt, dass unser Hobby irgendwann den Weg des Briefmarkensammelns geht) man eher bei den Harry Potter/Snöfried/Schule der magischen Tiere/Warrior Cats etc. etc. etc. lesenden Jungs und vor allem Mädels ansetzen müsste.

*Hier stellvertretend verstanden.

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Die Leute, die du brauchst, sind die, die sofort große Augen kriegen, weil sie sofort die Möglichkeiten erkennen, und die sofort sagen: Das MUSS ich spielen! Das ist die Zielgruppe, das war sie und das wird sie immer sein.
Einer der aktivsten Spielleiter, die ich heute kenne, hat Rollenspiel, als ich ihm das näher bringen wollte, erstmal prinzipiell abgelehnt, und sich erst nach einiger Zeit "weichklopfen" lassen, es mal zu probieren...
Genau so hatte ich öfter mit Spielern zu tun, die sich nur mit viel Mühe überreden ließen, mal was anderes als DSA bzw. D&D auszuprobieren (die beiden klassischen Wasandereskommtmirnichtinshaus-Systeme), dann aber gerne ihren Horizont erweitert haben.

Du gehst außerdem von dem alten Szenario aus, in dem viel weniger als heute bekannt war, was Rollenspiel eigentlich ist, und in dem die Leute dann, nachdem ihnen dies erst erklärt wurde, darauf angesprungen sind oder nicht.

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und der Buchhandel mit Rollenspielen noch nie was anfangen konnte.

Frage ist halt: Warum nicht?
Literatur, die thematisch mit Rollenspielen einhergehen könnte, ist auf dem Belletristik-Sektor massiv wichtig, gerade bei der Kinder/Jugendliteratur (Erwachsene lesen ja sowieso kaum noch was), warum kann man die Jungs und Mädels da nicht mit Rollenspielen abholen?

Alle Diskussionen, die ich bisher dazu aufsuchte oder selber anstieß, sind eher früher als später gegen bestimme Dashammwaschonimmersogemacht-Attitüden der Rollenspielwebszene geprallt...

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Deutsch / Antw:Game Master
« am: 14. November 2018, 13:48:56 »
Klar, "Leitender" oder "Leiter" sind einschlägig, aber aus Rollenspielperspektive insoweit keine Alternative, als dass sie im Grunde nur retrograde Formen des Spielleiters sind.

In einer späteren Kriegsspiel-Ausgabe fand ich den "Unparteiischen", der ja auch beim studentischen Fechten sowie als sekundärer Jargon bei allerlei Sportarten zu finden ist - aber Zornhau hat schon recht: Alle (zumindest alle deutschen) Begriffe, die synonym zu "Schiedsrichter" sind, beschreiben die Tätigkeit des Spielleiters unzureichend. Das gleiche Problem habe ich andererseits auch mit dem "Erzähler".

Sekundäre Frage: Kann man den "Meister" seiner DSA-Konnotation entkleiden? Ich habe vereinzelt "Meister" als Bezeichnung auch bei Spielen gehört, deren Regelwerk nur den "Spielleiter" kennt. Ist das auch anderswo verbreitet?

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Deutsch / Antw:Game Master
« am: 12. November 2018, 22:10:40 »
Ich find ja Spielleiter ist ein tolles Wort der deutschen Sprache, da müssen wir uns/ihr euch nicht  verstecken. Kartoffellob!
Zweifelsohne, das wollte ich auch gar nicht bestritten haben. Mir ist eben nur aufgefallen, dass es im Englischen eine größere Anzahl an mehr oder, wie Zornhau ja schön dargestellt hat, minder gelungenen Versuchen gibt, über alternative Begriffe einem bestimmten Spiel ein zugehöriges Flair zu verpassen.

Gedanke 1: Vielleicht liegt der relative Mangel im Deutschen gerade daran, dass "Spielleiter" ein so schöner und eingängiger Begriff ist. Wird ja sogar für D&D verwendet, obwohl das im Englischen auch nach Jahrzehnten beim "Dungeon Master" bleibt.
Gedanke 2: Welche Begriffe für die Aufgabe gibt es noch im deutschen (militärischen oder Hobby-) Kriegsspielbereich? In einer der frühen Variante (Reiswitz IIRC) gibt es den "Vertrauten", aber das passt nicht so wirklich.

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