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Themen - Zornhau

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RSP-Karneval / Western in anderen Genres [August 2017]
« am: 01. August 2017, 08:59:43 »
Der Karneval der Rollenspiel-Blogs für den Monat August hat das Thema "Western in anderen Genres".

Hier geht es zum Startbeitrag:
https://zornhau.rsp-blogs.de/2017/08/01/karneval-der-rollenspiel-blogs-western-in-anderen-genres/

WESTERN - mit Abstand mein Lieblingsgenre. Film, Serie, Roman, Comics - und natürlich Rollenspiele, ich bin immer für Western zu haben. Das geht natürlich nicht jedem so. Viele halten Western für ein wenig interessantes oder gar "veraltetes" oder "zu beschränktes" Genre. - Das sehe ich nicht so. Western ist auch oft da drin, wo nicht "Western" draufsteht.

In diesem Karneval der Rollenspiel-Blogs im August 2017 geht es darum mal einen Blick auf Western in anderen Genres zu werfen.



WESTERN IN ANDEREN GENRES

Was ist denn Western überhaupt?

Genau das möchte ich hier im Eingangsbeitrag zum aktuellen Karneval nicht auswalzen. Jeder weiß doch, was Western ist (zumindest aus der jeweiligen persönlichen Sicht). Wer sich gar nichts darunter vorstellen kann, dem möchte ich hier die naheliegendsten Überblicksinformationen zu Westernromanen und Westernfilmen kurz verlinken. Wem das Lesen schwerfällt, der kann in diesem Video in weniger als 15 Minuten einen Überblick erhalten, oder, bei mehr Zeit, in einem etwas längeren Vortragsvideo in zwei Teilen (Teil 1 und Teil 2) ein wenig mehr erfahren.

Im Deutschen ist natürlich in puncto Geschichten im alten Westen Nordamerikas Karl May nicht wegzudenken, auch wenn man hier kaum typische Western-Versatzstücke vorfindet. Der Schauplatz ist zwar Nordamerika, aber die Geschichten sind nur grenzwertig als Western einzustufen.

Ganz anders die immer noch produzierten Heftromane unterschiedlicher Reihen wie Lassiter, Winchester, usw. Diese stehen sogar direkt in der Tradition alter "Dime-Novels" des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die noch lange vor den Western-Filmen die Vorstellung des WILDEN Westens geprägt hatten. Reißerisch, gewalttätig, aktionsreich und schnell auf den Punkt kommend.  Diese Heftroman-Tradition ist meinem Eindruck nach besonders ergiebig für rollenspielerische Umsetzung (das wäre aber ein eigenes Thema wert).

Den besten Eindruck, was Western denn nun wirklich ist, bekommt man natürlich, indem man Western-Filme und -Serien schaut, Western-Romane und -Comics liest, und dann auch mal SELBST Western-Rollenspiele SPIELT. (Bei Lust auf Hangout-Runden - nicht nur Western-Rollenspiele - einfach bei mir via Google+ oder hiesige Kommentarfunktion melden.)

Western im Rollenspiel

Es gibt wirklich viele Western-Rollenspiele, und jedes Jahr kommen - zumindest in der sehr publikationsfreudigen Kickstarter-Ära - noch weitere hinzu. Diese Western-Rollenspiele gibt es von extremst simulativen, klein-klein-orientierten Ansätzen wie in Aces&Eights über "mittel-komplexe" Systeme wie Deadlands Classic hin zu leichtgewichtigen wie Coyote Trail oder Wild West Cinema. Natürlich für die Old-Schooler alte Boot-Hill-Ausgaben und moderne Varianten. Und für die "Hippie"-Rollenspieler auch narrativ(er)e Spiele wie Dogs in the Vineyard, Dust Devils usw.

Dabei gibt es Western-Rollenspiele mit eher historischem Ansatz, ohne übernatürliche oder sonstige "Zusätze", manche dafür aber mit cinematisch überhöhter Charakterkompetenz und Ausrichtung auf die Präsentation des Western "wie im Film". Und natürlich gibt es Western-Rollenspiele mit "Extras" wie Aliens, Steampunk, Magie, Monstern, oder allem davon. Bei letzteren ist jedoch immer noch der Western, sind immer noch die Western-Versatzstücke dominierend, so daß diese Rollenspiele als WESTERN-Rollenspiele ankommen.

Western-Rollenspiele sind zwar eine Nische, aber keine verschwindend kleine. Auch nicht im deutschsprachigen Raum. Eigenständige deutsche Western-Rollenspiele tauchen ab und an mal auf, wie etwa Far West in den Neunzigern, das leider grauenvolle "Brüderkrieg", das rollenspielerische Äquivalent zu Ebola "Doomstone", oder jüngst Old Slayerhand (die sehr gelungene Karl-May-Western-Adaption für das DungeonSlayers-Regelsystem). Und auch deutsche Übersetzungen von Western-Rollenspielen wie Deadlands Classic (wurde vor gut 20 Jahren erstmals auf Deutsch herausgebracht) oder das aktuell in der Crowdfuning-Abwicklung befindliche Deadlands: Reloaded (für das Savage-Worlds-Regelsystem).

Western in anderen Genres

Western-Genremischungen sind im Film, in Serien, in Comics usw. schon lange etabliert. (Siehe auch die obigen Videos.) So gibt es mit Cowboys & Aliens eine Webcomic-Reihe, die dann in einen Spielfilm mündete und Aliens in ein mehr oder weniger "normales" Setting wirft. Mit Wild Wild West, der Serie und auch dem (leider nicht guten) Film, gab es ja reichlich anachronistische Technik-Gadgets in einem Wild-West-Agenten-Umfeld. - Das sind aber alles noch Geschichten, die direkt als Western identifizierbar sind.

Nimmt man jedoch ganz andere Genres, Science Fiction, Fantasy, Horror, usw., und sucht man dort nach bekannten Western-Elementen, dann fällt auf, daß es grundsätzlich zwei Arten der Integration von Western-Elementen in anderen Genres gibt:

Verwendung von Western-Optik

Ein Beispiel ist Westworld. Das ist an sich eine Science-Fiction-Geschichte rund um künstliche Intelligenzen und deren Entwicklung zur Autonomie. Die Western-Elemente des Themenparks, in dem die Handlung spielt, lassen den Zuschauer bekannte Klischees entdecken, locken den Zuschauer in eine vertraut wirkende Handlungsumgebung, um dann für mehr und mehr Verunsicherung und Verwirrung zu sorgen. Man präsentiert etwas Bodenständiges, Klischeehaftes, insbesondere dem US-Publikum sehr Vertrautes, weil man damit eine an sich alles andere als leichte Thematik besser inszenieren und vermitteln kann. - Prinzipiell hätte der Themenpark auch ein anderes Thema haben können, wenn er nur zur Unterhaltung gedacht wäre (nach der inneren Logik des Settings). Aber andere Themen wie "Oktoberfest" oder "Mardi Gras" oder "Holiday Island" wären nicht so leicht mit den im Western nicht untypischen Gewaltanwendungen zu verbinden gewesen. Und diese sind für das Erzählen dieser Geschichte notwendig (nach den Erfordernissen der Dramaturgie der Handlung).

Moebius, der ja mit den Blueberry-Comics exzellente Western-Comics gezeichnet hat, hatte auch in seinen Science-Fiction-Comics immer wieder Western-Elemente, Western-Optik eingebaut. Gleiches auch bei Richard Corben.

Auch Atomic Robo und Back to the Future hatten ja ihre Western-Episoden/-Filme, bei denen aber der Western nur die zeitliche und räumliche Kulisse bot, die Geschichten jedoch gänzlich "un-western-artig" waren.

Verwendung von Western-Plots

Typische Western-Handlungen wie Siedlertrecks, die in unbekanntes Terrain vorstoßen, Armee, die Siedler vor blutrünstigen Wilden beschützen muß, Mensch gegen Natur, Kontrast zwischen Zivilisation und freier Wildnis, zwischen dem Rechtsgefühl des aufrechten Menschen und den Zwängen von Recht und Gesetz, Vordringen von Technik, das mühsame Erringen von Fortschritt gegen eine unerbittliche Natur, usw. findet man auch in vielen anderen Genres und Settings.

Ein Beispiel ist hier der Film Outland, der effektiv den Plot von High Noon, einem absoluten Western-Klassiker, aufgreift, diesen aber im Science-Fiction-Setting umsetzt.

Oder die Serie Killjoys, die ihre Hauptfiguren als Kopfgeldjäger, ein Westernversatzstück, in einem Science-Fiction-Setting antreten lassen.

Aber auch die Originalserie Star Trek, die ja als "Wagentreck im Weltall" verkauft wurde, hatte die westerntypische Orientierung die Zivilisation an die (Final) "Frontier" zu bringen, hatte klassische Plots wie etwa Siedler zu transportieren, Seuchen zu bekämpfen, Siedlungen zu verteidigen, usw.  Eine Folge drehte sich sogar direkt um die legendäre Schießerei am OK Corral!

Mal abseits der Science-Fiction hat man mit dem "Dieselpunk"-Eastern Weird Wild West einen Haufen Western-Elemente in einer sehr fernöstlichen Dieselpunk-Handlung eingebaut.

Für mich besonders interessant: Der schon oft per Remake wiederverfilmte Westernklassiker Stagecoach wurde in einem Mad-Max-artigen Endzeit-Setting unter dem Titel Neon City, wie ich finde adäquat, umgesetzt. (Man sollte sich die beiden Filme mal direkt hintereinander anschauen.)

Im Comic-Sektor findet man bei den Barsoom-Comics der letzten Jahre vermehrt Western-Plots, die anders gelagert sind als die schon sehr alten, nicht-western-artigen Barsoom-Geschichten von Edgar Rice Burroughs, auch wenn das Setting eigentlich das klassische "Sword&Planet"-Setting darstellt.

Für mich von besonderer Bedeutung ist die Sword&Sorcery-Fantasy, in der man ständig geradezu identische Plots zu Western-Geschichten findet. Ob das der Gunslinger with no Name ist, der sich von zwielichtigen Gruppierungen anheuern läßt und diese gegeneinander ausspielt, oder ob das Fafhrd und Grey Mouser sind, die dies im Fantasy-Umfeld machen, die Art der Geschichte ist die gleiche.

Und gerade Robert E. Howard hat ja nicht nur seine Conan-, Kull- etc. Geschichten als rauhe und harte Sword&Sorcery-Fantasy verfaßt, sondern oft einen fast deckungsgleichen Plot für seine Gunslinger-Geschichten verwandt. Seine Westernhelden sind wie Conan mit Sixgun statt Breitschwert.

Diese Western-Wurzel der klassischen Fantasy hat, so mein Eindruck, ganz massiv das Rollenspielhobby, insbesondere die ersten Fantasy-, Endzeit- und Science-Fiction-Rollenspiele beeinflußt. Dazu nachher noch mehr.

Verwendung von Optik UND Plots

Hier werden sowohl optische Elemente, wie Pferdewagen, Rinderherden, Hüftholster, sowie typische Plots wie korrupte Lawmen, tyrannische Stadt-Bosse, Siedler, Bürgerkriegsveteranen usw. verwandt.

Firefly ist die TV-Serie, bei der dies besonders auffällig und bewußt gemacht wurde. Rindertransporte, Zugüberfälle, Siedler gegen Zentralregierung, Bürgerkriegsverlierer gegen -gewinner, usw. Alles drin. Und eben auch die Plots.

Western in anderen Genres im Rollenspiel

Crossover-Settings, Genre-Mischungen wie in Deadlands oder Werewolf: The Savage West oder in Sixguns&Sorcery für Castle Falkenstein gibt es ja schon immer mal wieder. Deadlands ist SEHR erfolgreich, weil hier die Mischung aus Western als identifikationserleichterndes Fundament mit den Zusätzen Steampunk, Horror, Magie und Monstern einfach stimmt. - Solche "Western-Plus"-Settings, Western-plus-Aliens, Western-plus-Kungfu, Western-plus-Superpowers gibt es immer mal wieder.

Das Thema des Karnevals der Rollenspiel-Blogs für diesen Monat ist die rollenspielerische Sicht auf Western in anderen Genres.

Hier kann man ähnliche Übernahmen von Western-Elementen feststellen wie in Filmen oder Comics: manchmal wird die Optik übernommen, oder einzelne Charakter-Archetypen, dann werden wieder Plots übernommen oder Situationen und Lokationen, und dann gleich alles zusammen, ohne daß es ein eigentliches Western-Setting wäre.

Optische Elemente

Gunslinger in langen Staubmänteln, usw. finden sich auch in Endzeit-(Western-)Rollenspielen wie Hell on Earth oder Degenesis.

Einsame Siedlungen in der Wildnis, die sich gegen Wilde und Verbrecher hinter Palisaden verschanzen und deren einzige Hoffnung auf Recht und Gesetz herumreisende einsame Lawmen, (Nicht-Texas-)Ranger sind, findet man bei Mutant Chronicles.

Auch dort finden sich die Venus-Ranger, die jedoch nicht nur auf Pferden, sondern auch auf Dinosauriern reiten.

Das ist bei Dinosaur Planet: Broncosaurus Rex noch viel stärker ausgeprägt: Western-Sci-Fi mit Dinos.

Jadepunk (für Fate Accelerated) ist primär ein Steampunk-Setting, in dem es aber westliche Gunslinger, asiatische mystische Kung-Fu-Kämpfer und allerlei Weird Science gibt. Die optischen Versatzstücke wie besagte Gunslinger sind klare Western-Anleihen, die Geschichten sind aber eher urbane Heist-, Spionage-, Sabotage-Geschichten, weit weg von Western-Plots.

Die optischen Elemente sind meinem Eindruck nach im Rollenspiel nicht so wirksam wie in optisch intensiveren Medien wie Film oder Comic. Illustrationen sind ja ganz nett, aber für den Eindruck im Spiel ist so oder so noch immer das "Kopfkino" wichtiger.

Plot-Elemente

Hier finden sich weit mehr Anleihen und direkte Übernahmen aus dem Western-Genre.

So ist in der Tarsus-Box für das alte (Classic) Traveller eine Kampagne rund um die Bewirtschaftung einer Ranch auf einem Hinterwäldler-Planeten, samt Viehtrieb, Viehdiebstahl usw. enthalten. - Und in Beltstrike hat man eine Boomtown und lauter Prospektoren wie man es in Goldrauschzeiten in Nordamerika findet. Die Optik ist reine Science-Fiction, die Geschichten rund um Claim-Jumper usw. sind jedoch purer Western.

Überhaupt hat Traveller, als Kind der Frühzeit des Rollenspielhobbys, einen starken Einschlag in Richtung Western zu bieten. Der Schwerpunkt ist auf Charakteren, die selbstbestimmt durch "das weite Land", genauer das schier grenzenlose All reisen. Nicht so sehr Road Movie, sondern eher klassische Western-Charakter vom Typus Drifter. Have gun, will travel. - Traveller eben.

Aber auch altes D&D ist eigentlich ein Westernrollenspiel. Schaut man sich das wohl bekannteste, ja schlicht legendäre Abenteuer B2 Keep on the Borderlands mal an, dann hat man hier eine Festung (Fort) im Grenzland (Frontier) einer im Modul gar nicht näher spezifizierten, weit entfernten Zivilisation. Diese Festung liegt in einem Gebiet, das von unterschiedlichen Stämmen Wilder (Echsenmenschen, usw.), von Räuberbanden etc. unsicher gemacht wird. Die Charaktere sind Glücksritter, Hired Guns und sonstige Leute, die versuchen im Grenzland ihr Glück zu machen, weil dies das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist.

Auch AD&D 1st Edition hat diese Einstellung: Wenn man nur erfahren genug ist, dann "befriedet" man ein Stück Wildnis, wo nur unfreundliche Wilde (Monster, Orks, was auch immer) leben, schmeißt diese Ureinwohner raus, baut dort seinen Stronghold, gründet eine Siedlung oder gleich mehrere. Wie es eben im alten Westen auch der Fall war. - Wer erfolgreich ist, der nimmt sich Land und macht etwas daraus, das bleibt. Niemand interessiert sich für einen "Level 20 Gunslinger" in zwei oder drei Generationen, aber jeder kennt die Stadt, die an dieser Stelle bleibt, wächst, gedeiht und die Zivilisation und Sicherheit für die Bewohner ein Stück weiter gegen die Wildnis durchgesetzt hat.

Die Siedler-Thematik ist auch im alten Gammaworld sehr stark, wo man ja auch eine kleine Gruppe in einem weiten Land spielt, in dem man sich nicht auskennt, und wo man versucht seinen Stamm durchzubringen und zum Gedeihen zu bringen.

Auch in den ersten Star Frontiers Abenteuern auf Volturnus wurden die aus der Zivilisation stammenden SCs mit "Mensch gegen Natur", Mensch gegen wilde Tiere und Mensch gegen primitive Wilde konfrontiert. Klassischer Western-Plot trifft auf Science-Fiction-Versatzstücke.

Generell findet man in älteren Rollenspielen viele Western-Plot-Elemente wieder. Aber auch in neueren wie eben dem aktuellen Mutant Chronicles,  Conan - Adventures in an Age undreamed of,  dem neuen Barbarians of Lemuria, oder dem gerade erschienenen Star Trek Adventures (wenn man während der TOS-Ära spielt) gerät man immer wieder in Western-Geschichten.

Western-Geschichten als archetype Abenteuer- und Helden-Geschichten

Es hat schon seinen Grund, warum man gerade in Rollenspielen ständig auf Western-Plots stößt. Western stellen archetype Abenteuergeschichten dar, in denen sich HELDEN mit nachvollziehbaren Motivationen durchsetzen und oft auch durchkämpfen müssen. - Gewalt gehört zu Western-Geschichten so regelmäßig dazu, wie Gewalt in Rollenspielen auf den Spieltisch kommt.

Die Art der Geschichten und die Art der Problemlösungen in Rollenspielen und in Western-Plots sind so ähnlich. Daher findet man, wenn man nach den Western-Mustern sucht, diese auch so häufig in Rollenspielen unterschiedlicher Genres. Es sind sicher nicht die einzigen archetypen Geschichten in Rollenspielen, aber meinem Eindruck nach sind Western-Plots verbreiteter als "reine" Western-Rollenspiele.

Große Klappe, aber was ist wirklich dran?

Sag DU's mir, Fremder.

Darum geht es in diesem Karneval. - Ich habe in diesem Startbeitrag ein paar persönliche Eindrücke aufgestellt, die ich für zutreffend halte. Ihr vielleicht nicht. Vielleicht seht Ihr das ganz anders. Genau das will ich wissen.

  • Habt Ihr auch Western-Versatzstücke in Rollenspielen anderer Genres bemerkt?
  • Was hat Euch daran gefallen?
  • Was hat Euch daran nicht gefallen?
  • Was sind die Versatzstücke, die für Euch etwas als "Western" erkennbar machen?
  • Welche Genres gehen so überhaupt nicht mit Western zusammen?
  • Welche Arten von Geschichten passen nicht zu einem Western-verwandten Genre?
  • Seid Ihr Western-Fans oder mögt Ihr Western nicht? Beeinflußt die Neigung oder Abneigung bezüglich Western auch Eure Wahrnehmung solcher Rollenspiele, in denen man Versatzstücke aus Western findet?
  • Habt Ihr selbst Western-Elemente, Optik, Archetypen oder Plots, in Rollenspiele "importiert", wo sie ursprünglich nicht drin waren? Warum habt Ihr das gemacht? Und wie befriedigend war das Ergebnis?
  • Habt Ihr Settings, deren Western-Elemente ihr irgendwie "loswerden" wollt, wo Ihr gerne weniger Western drin hättet? Warum das eigentlich? Und was habt Ihr gemacht, um den Western-Einfluß zu reduzieren?
  • Was sagt Ihr zu meiner These, daß die frühen Rollenspiele fast alle stark Western-Plot-Elemente aufgewiesen hatten? Wie sieht das Eurem Eindruck nach bei späteren Rollenspielen aus?
  • Nachdem so gut wie ALLE neueren Science-Fiction-Rollenspiele damit werben, daß es "wie Firefly" sei - wie seht Ihr das? Ist das erstrebenswert? Warum wollen alle "wie Firefly" spielen? Was macht denn diese Mischung aus Sci-Fi und Western so attraktiv, daß so viele Spieleentwickler darauf Bezug nehmen?
  • Würdet Ihr Firefly ganz ohne Western-Elemente spielen (wollen)? Wäre das dann noch Firefly? (Wenn man z.B. nur auf den Core Worlds in urbaner High-Tech-Umgebung spielte?)
  • Wie würdet Ihr Westworld (das Serien-Setting) im Rollenspiel umsetzen? Würdet Ihr das überhaupt spielen wollen?
  • Könnte es sein, daß Western-Elemente eher bei US-Amerikanern als Spiele-Entwickler (eventuell auch unbewußt) eingebaut werden? Ist solch eine Art "kulturelle Brille", mit der man seine Settings entwickelt auch bei europäischen, bei deutschen Spieleentwicklern festzustellen? Was sind deren besondere Versatzstücke, an denen man sie erkennt?
Ein ganzer Haufen Fragen, die aber sicher längst nicht alle Aspekte des Themas Western in anderen Genres im Rollenspiel adressieren. Schreibt daher einfach, was Euch so zum Thema einfällt. Es sind ja gerade die UNTERSCHIEDLICHEN Sichtweisen und Ideen, die einen Karneval so interessant machen.


Kommentare zu diesem Eingangsbeitrag für den Karneval im August 2017 könnt Ihr gerne bei der Kommentarfunktion in meinem Blog hinterlassen oder in diesem Thread im RSP-Blogs-Forum. Hier werden auch alle eingegangenen Beiträge mit Link gesammelt. (Und vielleicht - vielleicht - schaffe ich es ja dieses Mal auch einen Abschlußbeitrag zu schreiben.)


Beiträge zu diesem Thema:
Western in DSA (im Blutschwerter-Forum) von Supergerm
[Teylen's RPG Corner] [Karneval der Rollenspiel-Blogs] Western in anderen Genres von Teylen
Debby Fairchilde versus Missy Fairchilde von d6ideas
Im Rollenspiel ist (fast) alles Western von Neue Abenteuer
Eine erste Annäherung von Clawdeen
Geschichten der ewigen Vertreibung [Karneval der Rollenspielblogs]. von Orakel
Yehaw! von Bobas :T: Time
Die Kutsche nach Svelltstein – Ein DSA-Szenario mit Westernanleihen von Engors Dereblick
Noone versus The Quick Kid - eine Rivalität für Unknown Armies von d6ideas
Karneval der Archive – Thema: Western in anderen Genres von d6ideas
Das Gelbe Zeichen - Für eine Handvoll Kultisten von Sorben (Das Gelbe Zeichen)
Wagenzug durch die Modersümpfe von Greifenklaue
Eberron: Blitzzug nach Vulyar von Merimac (Spiele im Kopf)
[Vlog] Western. Eine andere Sichtweise? von Ho'nehe // Kanal Katze & Wolf

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RSP-Karneval / Wie dreht man an der Spannungsschraube? [September 2016]
« am: 01. September 2016, 05:22:43 »
Diesen Monat ist das Thema des Karnevals der Rollenspiel-Blogs Wie dreht man an der Spannungsschraube?


Im Laufe der - hoffentlich trotz  auslaufender Ferienzeit regen - Beiträge zu diesem Karnevals-Thema erhoffe ich mir Einblicke und Antworten aus der Gemeinschaft aller (am Karneval teilnehmender, bloggender) Rollenspieler in bestimmte Fragestellungen, die ich im EINGANGS-BLOG-ARTIKEL für diesen Karneval aufgeführt habe.

Wie sieht es bei Euch aus? Wie dreht IHR an der Spannungsschraube?

Nachfolgend werde ich hier im Foren-Eröffnungsbeitrag die für diesen Karneval erstellten Artikel als Links auflisten. Sagt mir bitte Bescheid, falls ich einen Artikel übersehen haben sollte.

Bisherige Beiträge:
Auf der Suche nach fesselnden Geschichten - Björn Jagnow auf Google+ (nachdem sein Blog gelöscht wurde, hat er viele Artikel auf G+ eingestellt)
Thread im Blutschwerter-Forum - Diverse Beitragende
Zornhau macht es spannend - d6ideas
Wie an der Spannungsschraube drehen? - Terror-Token
Spannende Konflikte und ihre Stellschrauben - Spiele im Kopf (Merimac)
Der Funkenfieper für Savage Worlds - Clawdeen Spielt (Gastbeitrag von David Reichgeld)
Mach's dir selbst! - Clawdeen spielt
Können Regeln Spannung? (Enthält Spuren von Tipps) - w6 vs. w12
Fürchte Dich: Spannung mit Klötzchen - Richtig Spielleiten
Spannung im Rollenspiel und im Real Life - Runway 61
GKpod #62 – Wie dreht man an der Spannungsschraube - Greifenklaue (Podcast)
Karneval des Rollenspielblogs - Spannung, Spiel und ... - Savage-Run.de (Rinas)
Funkenfieper verslayert - Greifenklaue
Karneval der Archive – Thema: Wie dreht man an der Spannungsschraube? - d6ideas

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Mein aktuell mit drei parallel gespielten Kampagnen meistgespieltes Fate-Core-Rollenspiel ist Atomic Robo RPG.

Ich bin davon SEHR begeistert und es hat mich in solch einem Maße überzeugt, daß es für mich schon jetzt das Rollenspiel des Jahres 2014 ist. Selbst in Zeiten einer genial-guten D&D 5E und anderer toller Rollenspielveröffentlichung dieses Jahres (auch solcher, die noch kommen mögen), ist Atomic Robo RPG einfach DAS BESTE!

Mehr dazu hier: http://zornhau.rsp-blogs.de/2014/07/31/fate-atomic-robo-rpg-schon-jetzt-mein-rollenspiel-des-jahres-2014/

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RSP-Karneval / Neue Version - was nun? [Juni 2014]
« am: 02. Juni 2014, 19:06:46 »
In diesem Monat dreht sich der Karneval der Rollenspielblogs um das Thema Neue Version - was nun?. Dabei geht es um den Umgang mit neuen Versionen bereits eingeführter Rollenspiele.

Zitat
Wie geht Ihr mit neuen Versionen Eurer Rollenpielregelwerke um?
Was habt Ihr für praktische Tipps zum Versionswechsel?
Wechselt Ihr auch wieder zurück?
Sind neue Versionen wirklich immer Verbesserungen?

Diese und andere Fragestellungen zum Thema Versionswechsel gilt es in diesem Karneval zu behandeln.

Macht mit beim Karneval der Rollenspiel-Blogs für den Monat Juni und stellt Euren Umgang mit Versionswechseln von Rollenspielen vor!

In diesem Eingangsbeitrag zum Juni-Karneval werden die teilnehmenden Blog-Artikel mit Link gesammelt.

Artikel für den Monat Juni:
Und hier noch ein Nachtrag von d6ideas zur neuen Version von "Beutelschneider": Nach der Auktion
Auch Sprawldogs legt noch nach mit Luft für Neues.

Kommentare und Fragen hier im Forum oder über die Blog-Kommentarfunktion im Eingangs-Blog-Artikel für diesen Karneval.

5
Veralten Rollenspiele?
Nachdem ich es für möglich halte, daß zu diesem Thema Diskussionsbedarf besteht, mache ich mal wieder einen Thread hier auf.

6
In diesem Monat dreht sich der Karneval der Rollenspielblogs um das Thema Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel. Dabei geht es um die spielentscheidend wichtige Wahl geeigneter Visualisierungsmittel im Rollenspiel.

Zitat
Wie kann man eine klare, faire Visualisierung von Kampfszenen vornehmen, ohne gleich ins “Miniaturenschubsen” zu verfallen?

Wie kann man greifbare Visualisierung für alle und individuelles Kopfkino zusammenbringen?

Diese Fragestellungen gilt es in diesem Karneval zu behandeln.

Der Fokus soll auf PRAKTISCH NUTZBAREN Tipps liegen.

Alternative Methoden wie das "Nadelspiel" oder die Verwendung von Tablets mit Kartendarstellungen oder Whiteboards, improvisierte Hilfsmittel wie Knabberzeugs oder Würfel zur Visualisierung, Workarounds für Systeme, die direkt auf Bodenplanverwendung ausgerichtet sind und ohne nicht auskommen, Visualisierungshilfen für abstrakte Systeme wie etwa für die Zonen in Fate-basierten Rollenspielen, "narrative" Systeme mit Szenen-Eigenschaften ohne eigentliche Visualisierung, dramaturgisch geprägte Systeme, usw.

Alternative Visualisierungsmöglichkeiten abseits der klassischen Battlemap kann man immer gebrauchen.

Macht mit beim Karneval der Rollenspiel-Blogs für den Monat September und stellt Eure Alternativen vor!

In diesem Eingangsbeitrag zum September-Karneval werden die teilnehmenden Blog-Artikel mit Link gesammelt.

Artikel für den Monat September:
Kein Karnevals-Teilnehmer, aber dennoch gerade zum Monatsthema passend:
Polyeder Podcast Folge 40: Visualisierung des Kampfgeschehens

Kommentare und Fragen hier im Forum oder über die Blog-Kommentarfunktion im Eingangs-Blog-Artikel für diesen Karneval.


Hier ist der überfällige Abschlußbeitrag zum September-Karneval.

8
Ein wenig Spielmaterial für Fate-Core-Spieler.

[Zornhau schreibt ...][Fate Core] Elementarmagie in FPQR


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Technik, Fehler und Vorschläge / Google+ Community für RSP-Blogs?
« am: 26. Dezember 2012, 03:30:43 »
Diverse Diskussionen via Chat und Hangout in den letzten paar Wochen seit der Einführung der Communities auf Google+ haben ergeben, daß ein Interesse bei deutschsprachigen Rollenspielern besteht, einer Google+-Community zu RSP-Blogs beitzutreten, um dort die neuen Blog-Artikel und ggf. zugehörige Diskussionen führen zu können.

Was meint Ihr dazu?

Eine solche Community ist schnell eingerichtet, aber wäre es technisch möglich dort automatisch(!) die im RSS-Feed anfallenden Blogartikel dort als neue Streams zu starten?

Würde eine dortige Diskussion ohne die Anmeldungshürde beim hiesigen Forum den Zielen und dem Zwecke DIESES Forums nicht entgegen laufen?

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Bloggerselbsthilfe / Hilfe bei Blogspot-Problem gesucht
« am: 30. August 2011, 10:18:05 »
Ich habe ja neben meinem Wordpress-Blog noch zusammen mit Moritz den deutschen BoL-Blog am Laufen. Dieser ist unter Blogspot aufgehängt.

Ich habe seit einschließlich meinem letzten Beitrag dort (zu Dicey Tales #1) ein Problem:

Ich lege einen neuen Artikel an.
Ich schreibe etwas Text dazu im WYSIWYG-Editor (nicht in rohem HTML).
Ich speichere den Artikel ab, um ihn später weiter zu bearbeiten.

Später öffne ich den Artikel zum Bearbeiten und erhalten so etwas hier:
Zitat
Die%2520Magie%2520aus%2520den%2520Romanen%2520von%2520Jack%2520Vance%2520zur%2520%2522Sterbenden%2520Erde%2522%2520ist%2520lange%2520schon%2520im%2520Fantasy-Rollenspiel%2520zumindest%2520dem%2520Namen%2520nach%2520bekannt.%2520D%2526amp%253BD%2520war%2520es%252C%2520das%2520(angeblich)%2520diese%2520%2522Vancian%2520Magic%2522%2520der%2520%2522Fire%2526amp%253BForget%2522-Zauber%2520umsetzen%2520wollte.%2520Derartige%2520Zauber%2520sind%2520daher%2520seit%2520den%2520Anf%25C3%25A4ngen%2520von%2520D%2526amp%253BD%2520im%2520kollektiven%2520Ged%25C3%25A4chtnis%2520der%2520Rollenspieler%2520als%2520eine%252C%2520ja%2520geradezu%2520die%2520bestimmende%2520Art%2520der%2520Umsetzung%2520von%2520Magie%2520pr%25C3%25A4sent.%2520Wie%2520bildet%2520man%2520derartige%2520Vance-sche%2520Magie%2520in%2520BoL%2520ab%253F%250A%250A%253C!
Keine Formatierungen mehr im WYSIWYG-Editor UND auch keine Tags mehr in der HTML-Ansicht!

Ist dieses Problem mit Blogspot bekannt?

Wie kann ich es vermeiden?

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Allgemeines / Feedback zum Forum
« am: 11. Februar 2011, 16:57:50 »
Jetzt läuft dieses Forum mit seiner neuen Idee eine Zentralstelle für Blog-Diskussionen anzubieten ja schon ein paar Wochen.

Mein Eindruck: Es hat für MICH die deutsche Blog- und Foren-Landschaft BEREICHERT und auch BELEBT.

Viele Diskussionen wären garnicht erst in die Gänge gekommen, wenn nicht in diesem Forum die auslösenden Blog-Artikel UND die zugehörigen Diskussionsmöglichkeiten aufeinander träfen. Und so fand ich manch einen Thread hier als Ergänzung (nicht Ersatz!) zu Blog-Kommentaren wirklich hilfreich und erkenntnisfördernd.

Blog-Artikel, die ich anfangs nicht gelesen hätte, wecken meine Neugier, sobald sich abzeichnet, daß eine rege Diskussion aufkommt.

Und bei eigenen Blog-Artikeln bin ich gespannt, wann wer was dazu schreiben möchte.

Für mich als ersten Zwischenstand: Dieses Forum FUNKTIONIERT mit seiner Grundidee wirklich GUT!

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