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Nachrichten - Vondenburg

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Allgemeines / Antw:RPG und VR
« am: 05. Oktober 2019, 11:46:34 »
900 Euro für das Ding mit 3 Brillen??
Coole Idee fürs Brettspiel, weil man dadurch Auf- und Abbauzeiten sparen kann. Aber für nen knappen 1000er ohne Spiele und dann nur 3 Brillen? Nee.

Ach ja. Fürs Rollenspiel könnte ich mir das durchaus vorstellen. Allerdings steht und fällt das System mit dem Tragekomfort der Brillen. Besonders als Brillenträger bin ich da noch etwas skeptisch.

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 12. September 2019, 21:10:51 »
Wenn viele dieser Elemente beim "Fangen" eingebaut werden, dann ist es ein kindliches "als ob" Spiel in dem eine Fangen-Handlung stattfindet und das ist ein klassisches Rollenspiel! Aber selbst das ist (wie LARP) immernoch unendlich mal weniger komplex als ein PnP Rollenspiel.
Wenn ich beim Fangen an dem Fänger vorbei schleiche, ihm erkläre, dass ich beim letzten Spiel ihm geholfen habe und er mich deswegen in Ruhe lässt und Hans ihn wegdrückt, damit der Fänger ihn nicht fangen kann, dann sind wir nicht im kindlichen "als ob". Trotzdem hast Du grosse Freiheitsgrade. Du tust halt genau das was Du tun möchtest.
Btw. Kindliches "als ob" ist Basis jeden Spieles. Das als Kriterium für Rollenspiel wäre viel zu grob.
Zitat
Ich ich kann nur beipflichten, das die Freiheitsgrade the knees-bees sind, das worin PnP-RPGs allem anderen überlegen sind, andere Spiele und Unterhaltungsmedien können andere Sachen besser. Deshalb ist es ja für mich und viele andere so frustrierend, wenn sich eine RPG-Runde als Eisenbahnfahrt entpuppt!
Genau da ist der Punkt. Für Dich ist der hohe Freiheitsgrad die Hauptspassquelle. Für einen ganzen Haufen Spieler ist es das nicht. Da ist ein hoher Freiheitsgrad nur das Werkzeug für die eigentliche Hauptspassquelle und dem entsprechend sehr zielgerichtet.

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 12. September 2019, 08:19:22 »
[member=775]Hasran[/member]: Passt jetzt nur am Rande, aber weil ich gerade bei Speedruns war. Ich lese gerade das Buch "Ludopolitics. Videogames against Control" Ich könnte mir vorstellen, dass Dich das Buch interessieren könnte. Ist allerdings nicht ganz billig. :)

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 12. September 2019, 06:14:08 »
Aber alleine die Freiheitsgrade und Anzahl der Spielelemente ist wenn vielleicht nur potenziell unendlich, so doch größer als alle anderen Spiele die existieren. Oder, auch hier kann man präziser werden: Da die Freiheitsgrade der möglichen Zustände und Zustandsänderungen der einzelnen Spielbausteine um viele Zehnerpotenzen höher liegen als bei jedem anderen Spiel, ist selbst bei gleicher Maximalanzahl der Spielsteine die Komplexität unfaßbar viel höher.
Die Aussage ist objektiv falsch. Es sein den man mag "fangen" als ein Spiel mit unendlichen Freiheitsgrad definieren, da die Person überall in allen möglichen Mustern hinlaufen kann.

Wenn "Fangen" den Einsatz von Kampf, sozialer Interaktion, Schleichen und magischen Kräften erlaubt, in allen möglichen Mustern, verpotenzieren sich die Optionen.
Alles Tätigkeiten, die ich beim "Fangen" früher als Kind erlebt oder selber genutzt habe.
Selbst in Computerspielen kannst Du diese Freiheitsgrade erleben (Stichwort: Speedruns unter Einsatz von Glitches u. Ähnlichem).

Mal so als Frage in die Runde: Seht Ihr diese Freiheitsgrade im Rollenspiel "all das tun zu können was man will" als Hauptspassquelle für Euch beim Rollenspielen an?

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 11. September 2019, 21:26:06 »
Das war auch polemisch. Ich bezog mich lediglich hierauf " Typologie entwickeln". Wir wissen dann, dass es zu dieser Zeit, in dieser Studie, bei diesen Spielen, mit diesen Leute eventuell "smarty pants" gibt. Mir stellt sich dabei halt die Frage der Nützlichkeit und auch der Kompatibilität.
Um genau zu sein: Wir wissen, dass bei komplett verschiedenen Spielearten gespielt von Spielern aus zwei komplett unterschiedlichen Kulturkreisen mehrere Spielertypen erkannt werden können. Also genau das was die Studie prüfen wollte. Damit wurde genau die Lücke untersucht, die als Kritik an vielen bisherigen Typologien galt. Also, dass die bisherigen Typologien Spielart- und Kulturabhaengig sind.

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 11. September 2019, 04:35:42 »
@Vermi: In dem Zusammenhang ist mir noch was eingefallen, mit dem Du uU selber schon Berührung hattest:
tatsächlich hat Stanley Parable ja noch so etwas wie Gameplay. Ich habe da eher an "Spiele" wie Dear Esther gedacht, wo das Narrative GANZ KLAR Vorrang vor dem Gameplay hat. Es ist also imho nicht so, wie Vermi sagt, dass im PC-Spielbereich alles ganz klar wäre.

Wiki:
"Aufgrund des experimentellen Gameplays, das kaum vorhandene Interaktionsmöglichkeiten aufweist, gilt das Spiel als Begründer solcher, oft pejorativ als Walking Simulatoren bezeichneten Spiele. "
In WoW wurde ja extrem viel Hintergrundgeschichte in zu findenden Büchern beschrieben. Ich weiss nicht wie Du dazu standest, aber ich habe anekdotisch von mehreren ehemaligen Spielern erzählt bekommen, dass diese Bücher als tolle Idee angesehen wurde. (Ich selber konnte damit nichts anfangen. Ich gehöre allerdings auch zu denjenigen, die Zwischensequenzen überspringen)

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 10. September 2019, 21:10:10 »
Habe es auch nur überflogen. Ist halt eine typische, soziologische Umfrage

"magst du gerne Orcs im Spiel umhauen?"
"joa, scho`"
"AHA, du bist ein FIGHTER"
Eben nicht nur. Es wurden gelogte Serverdaten der Befragten mit ausgewertet. (bzw. zur Prüfung des prognostizierten Spielertypenverhaltens verwendet)
Zitat
Die Einleitung ist aber tatsächlich gut, wie Vondenburg sagt. Da sieht man auch wie viele unterschiedliche Taxonomien da herumgeistern.
Die hatten auch jeweils aus ner anderen Richtung. Wird aber erst klar, wenn man die entsprechenden Studien sich ansieht.

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 10. September 2019, 17:16:24 »
Gibt es aus dem Computerbereich was darüber, wie eine Spiel-Tätigkeit aufgebaut sein muss, damit der Tätige Vergnügen dabei epmfindet, bzw. sie gerne tut? Das ist IMO ja so der Kernpunkt, was man erreichen will.
Jupp. Teilweise sogar schon recht lange. Das bekannteste Beispiel dürften die Spielertypen nach Bartle sein (Killers, Achievers, Socializers und Explorers).
Ich habe da ein Buch entdeckt, dass scheinbar den aktuellen Forschungsstand über Spielermotivation behandelt (Spielmotive und Spielertypen abseits des Mainsreams). Das muss ich aber erst noch lesen.

Aye, Bartle kenn ich auch noch. Aber das ist von vor 2000, das ist veraltet. Erzähl unbedingt, wenn du das Buch angefangen hast.
Es war weniger ergiebig als ich dachte. Dafür bin ich auf ein Paper gestossen, dass eine Zusammenfassung bis zum Jahr 2015 enthält und dabei selber als Studie dazu beiträgt:
Kahn, A. S., Shen, C., Lu, L., Ratan, R. A., Coary, S., Hou, J., Meng, J., Osborn, J. C., Williams, D. (2015). The Trojan Player Typology: A cross-genre, cross-cultural, behaviorally validated scale of video game play motivations. Computers in Human Behavior, 49, 354-361.
(Link bekomme ich leider auf dem Tablet nicht hin)

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 10. September 2019, 15:52:20 »
Gibt es aus dem Computerbereich was darüber, wie eine Spiel-Tätigkeit aufgebaut sein muss, damit der Tätige Vergnügen dabei epmfindet, bzw. sie gerne tut? Das ist IMO ja so der Kernpunkt, was man erreichen will.
Jupp. Teilweise sogar schon recht lange. Das bekannteste Beispiel dürften die Spielertypen nach Bartle sein (Killers, Achievers, Socializers und Explorers).
Ich habe da ein Buch entdeckt, dass scheinbar den aktuellen Forschungsstand über Spielermotivation behandelt (Spielmotive und Spielertypen abseits des Mainsreams). Das muss ich aber erst noch lesen.

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 10. September 2019, 15:26:58 »
Wie ich schon mal schrieb: DEN Konflikt haben sie schon lange hinter sich gebracht. :)

Ja, ich weiß, darauf bezog ich mich ja. Es ging ja um das Verhältnis von Gameplay und Erzählung, und für Computerspiele wurde letztendlich so was wie der Vorrang des Gameplays festgehalten und dann auf der Basis so was wie eine Synthese mit narrativen Modellen versucht, wobei aber umgekehrt (und für Computerspiele ganz logisch) klar ist, dass eine narrative Struktur - im Gegensatz zum Gameplay - optional ist. Da sehe ich schon erhebliche Fragezeichen bei der Übertragbarkeit, zumal die Betrachtungen sich schwerpunktmäßig mit Single Player zu beschäftigen scheinen.
Boyscout hatte da ja schon auf die so genannten Walking Simulatoren hingewiesen. Wenn Du mal Lust hast, kannst Du ja mal die Stanley Parable spielen. Ist glaube ich kostenlos und dauert auch nicht lange.

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 10. September 2019, 06:36:11 »
Zitat
Allerdings arbeiten sich extrem viel Literaturwissenschaftler an Computerspielen in der ludonarrativen Theorie ab.

Würdest Du mir zustimmen, daß das wenig hilft um zu verstehen, was ein Spielleiter beim Vorbereiten und Leiten dann tatsächlich tut? Oder haben die da mitlerweile was im Angebot?
einen einfachen Leitfaden, bei dem Dir erklärt wird, welche narrativen Werkzeuge Dir zur Verfügung stehen und welche Folgen diese Werkzeuge aufs Spiel haben, habe ich nicht gesehen.
Allerdings wird der Prozess des Spielens schon sehr präzise aufgeschlüsselt. Es wird als Beispiel die Standes schon länger weiter aufgeschlüsselt in Point of View (Aus welcher Position wird das Geschehen beobachtet? Z.B. aus der Sicht des Avatars?) und Point of Action (Welche Einschussmöglichkeiten hat der Spieler? Kann der Spieler nur durch den Avatar ins Geschehen eingreifen oder hat er auch die Möglichkeit z.B. Mobiliar in einen Raum zu definieren?).
Auch gibt es jede Menge in Worte gebrachte Erkenntnisse, die Ich zwar im Rollenspiel kenne, aber eben keine Begriffe dafür habe.
Als bekanntes Beispiel: ludonarrative Dissonanz. Also ein Zustand, bei dem die Regelmechanik die Erzählung unterminiert. Du spielst einen erfolgreichen Militärveteran, der durch die Regelmechanik keine Scheune auf 10 Meter Entfernung trifft oder der bei jeder Mauer, die er ueberklettern muss, die Regelmechaniken (oder der Spielleiter) eine 5%-ge Chance vorgeben, dass das daneben geht. Oder alle 2 Meter diese Prüfung ablegen lassen.

Aber wie gesagt: Einen Guide zur Spielentwicklung habe ich nicht gefunden. Ich bin selber nur ein Laie, der sich in das Thema rein liest.

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 10. September 2019, 04:58:24 »
Bei den Sachen zu Computerspielen stellt sich schon die Frage der Übertragbarkeit. Ein ganz wesentlicher Punkt bei den Computerspielen ist ja gerade das Gameplay, das eben nicht optional ist. Und die Frage würde ich für P&P als offen betrachten. Klar kann man etymologisch argumentieren (Role-playing GAME) aber da gibt es eben schon Vertreter, die auf diesen Aspekt mehr oder weniger vollständig verzichten. Kann man dann natürlich Gesichtskontrolle-mäßig sagen "du kummst hier net rein" (aka "das ist kein echtes Rollenspiel (tm) mehr"), die Frage ist, was ist damit gewonnen?
Wie ich schon mal schrieb: DEN Konflikt haben sie schon lange hinter sich gebracht. :)
Klar gibt es weiterhin Unterschiede zwischen P&P-Rollenspielen in Computerspielen. Allerdings arbeiten sich extrem viel Literaturwissenschaftler an Computerspielen in der ludonarrativen Theorie ab.

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Deutsch / Antw:Aktueller Stand der Rollenspieltheorie
« am: 09. September 2019, 08:01:14 »
Ich würde da eher genereller auf ein artverwandtes Gebiet schauen. Bei Computerspielen sind sie in der Theorie schon wesentlich weiter und hatten die Spannungen zwischen Spiel- und Erzähltheorie schon hinter sich gebracht.

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Diskussion und Kommentare / Antw:[Danger Zone] Storytelling und D&D
« am: 23. August 2019, 10:02:16 »
Ich verwende im Rollenspiel auch lieber eine lockere 3-Akt-Struktur, aber das ist Geschmackssache.   ;)
Übrigens auch die typische Struktur bei modernen Eurogames.

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WeiWei hatte aber auch angegeben, das einer der Anlässe, zu diesem Schluss zu kommen die Tatsache war, das er in einem Taxi trotz Parfümgeruchs die Fenster nicht öffnen durfte. Insofern scheint es mir auch um private Interaktion zu gehen.
Lol
Da hat er dann wirklich ne deutsche Eigenart erwischt. Hier geht es um Leben und Tod! (Schlimmer als der Männer-Schnupfen)Ich lass Mal den Kachelmann ranten:
https://blog.tagesanzeiger.ch/wettermacher/index.php/475/das-ammenmaerchen-vom-boesen-durchzug/

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