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Ja, das mit DSA ist deswegen auch stabil! Gut gesehen. Ja, DSA erlaubt ein (passives, aber das haben wir wirklich ausdiskutiert) Ersterlebnis ohne Brüche. Ebenso Paizo-Style-Tactical-Railroads.

Ich habe ja ganz allgemein Storykram gesagt, weil ich hyperfokussierte Storygames nicht wirklich meine. Storygames verhalten sich so zu "cinema-action" Bedürfnissen wie jemand, der in einen Breitensport-Fußballverein eintreten will und Tipp-Kick geboten bekommt. "Ja, aber, nein!"

Und mein Hauptpunkt anders formuliert:

Die Meisten werden nicht glücklich, solange sie die Erwartungshaltung so haben, wie beschrieben. Können es nicht werden. Und suchen und suchen dann weiter.

Mehr noch:

Die zugrundelegende Annahme, man könne überhaupt entscheiden, was "jetzt das Beste für die Story wäre" ist falsch. Das ist pragmatisch gesehen (und theoretisch sowieso) unentscheidbar. Pragmatisch gesehen alleine deswegen, weil des einen "spannende Szene" ist des anderen "nerviges Kameragewackel" ist.

Beispiel:
Ich fand die Sporanos toll, aber war ungeheuer angenervt von den Psychiaterszenen weil ich die so vorhersehbar und gekünstelt fand.


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Im Nachhinein ist mir nur aufgefallen, daß keiner so reagiert hat, obwohl das zumindest floskelmäßig ja dt. Mainstream ist: "Wir begrüßen Vielfalt, die uns bereichert."

Das sieht man ja auch abseits des Rollenspiels, dass, wer Vielfalt sagt, häufig nur eine sehr eingeschränkte, abgespeckte Art von "Vielfalt" meint.
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Zitat
Meine Erfahrung mit regelleichten Systemen ist: es gibt coolere Szenen, Spieler sind bereit mehr Risiko einzugehen. Und das Charakterspiel tritt in den Vordergrund.
(Aus dem Fazit des auslösenden Artikels)

Da liegt mMn der Knackpunkt. Charakterspiel und Immersion geht nicht gleichzeitig mit Storyerschaffung und -rezeption. Jedenfalls nicht in dem Sinn wie in "Story Mountain Break" beschrieben. Genau das wird aber von cinematischem Spiel erwartet - oder was sehr Ähnliches.

Story Games wechseln oft Spielweltebene und Storyebene ab - auch unter Benutzung von mehr oder weniger auffälligem Metagaming.
(Manche funktionieren auch ganz anders. Die Anforderung gleichzeitig ganz Action-Kino und Spiel zu sein, habe ich da aber bisher nicht bewältigt gesehen.)


Die Vermutung, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen "rules light" und funktionaler "rule of cool" gibt, ist falsch.
Nicht nur weil auch Regelschwergewichte zum emergenten Spiel fähig sind (und darum scheint es mir bei runway61 auch zu gehen) sondern weil Cinematik und rules-light nicht automatisch (besser) passen. Jedenfalls sehe ich nicht wie Maelstrom oder das Lone Wolf Multiplayer Gamebook [die schauen mich gerade aus dem Regal an] mehr Cinematik oder Emergenz ins Spiel bringen sollten als z.B. Arcana Evolved [das habe ich gerade zu lesen begonnen].

... so ungefähr. Bin mir nicht ganz sicher, ob das alles so stimmt.

Worin ich mir mittlerweile sicher bin ist (anders Thema aber passt als Analogie): Rollenspiel kann nicht gleichzeitig und ganz nach den Eigengesetzen von Erzählungen und Spielen funktionieren. (So wie man auch Roman- und Filmversion eines Stoffs nicht geichzeitig für definitiv halten kann. Man kann mischen aber dabei schneidet man immer auf einer oder beiden Seiten was raus.)



(click to show/hide)

Soweit mal meine etwas unsortierten Gedanken.
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RSP-Karneval / Antw:Western in anderen Genres [August 2017]
« Letzter Beitrag von blut_und_glas am Gestern um 23:18:35 »
Unser Archiv war zwar nicht ergiebig, aber dafür die Diskussion um die Archivsichtung herum zumindest ein wenig mehr:

Karneval der Archive – Thema: Western in anderen Genres

mfG
jdw
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Deutsch / Antw:Kaiser-Retro-Box
« Letzter Beitrag von Settembrini am Gestern um 22:41:11 »
Ich komme ja auf Mhaire Stritter überhaupt nicht klar, wegen harter Langeweile. Und noch so ein paar Sachen, aber ich glaube, die versucht sich eine Karriere aufzubauen also halte ich zu ihr den Rand. Aber wenn es arg brodelt, dann will ich denn Satz öfter mal sagen...ich drücke Ihr auf jeden Fall die Daumen, und wenn man irgendwie von Let's Plays (usw. alleine bestimmt nicht) leben kann in D, dann ist da nichts rein garnichts drann auszusetzen.

Werner Fuchs, ja, vlt. interessant, bin aber seit den Interviews doch eher zurückhaltend interessiert. Klang für mich so, als sei er nie so tief ins RSP eingedrungen wie einst in die SF. Und die spannenden Sachen waren bei Nachfragen ja meist von Alpers oder gar, wie beim Bund der Schwarzen Schlange, von dem Ko-Autor.

Ich laß es Dich kaufen, und Du erzählst dann? (so nassauermäßig so)
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Hey, ich wollte bestimmt nicht sagen, Storygames macht Storygamern keinen Spaß. Aber dann lösen sie mE nicht mehr den ursprünglichen Teil: Dieses bestimmte Gefühl, das man beim gucken oder lesen hatte so zu erzeugen.

Es gibt ja auch Improtheater und Leute bezahlen Eintritt. Ich weiß aber, daß das ein sehr spezielles Vergnügen ist und die Meisten gehen dann doch lieber nen Pixarfilm oder ne Serie gucken.
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Ja krass, warum haben denn die DICH beschimpft? Das not kompjut. ???
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Das ... das stimmt übrigens nicht. Ich musste mich ja beschlimpfen lassen weil ich es geschafft hatte, mit dir konstruktive Diskussionen zu führen, und da habe ich durchaus darauf hingewiesen, dass es sich lohnt, gerade weil es häufig anders und weiter gedacht war als bei den meisten anderen.
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Deutsch / Antw:Kaiser-Retro-Box
« Letzter Beitrag von oliof am Gestern um 22:08:37 »
Das mit den Chibis ist glaube ich Kultur/Generationen-Sache. Die Let's Plays finde ich .... "überflüssig" wie meine Frau sagen würde, aber ich vermute auch, ich zielgruppe da schlichtweg nicht.

Ich wills halt wegen der Anmerkungen von Werner Fuchs haben.
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Diskussion und Kommentare / Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Letzter Beitrag von oliof am Gestern um 22:06:49 »
Es kommt ja drauf an.

[hier stand ganz viel, am Ende aber nur anekdotal. Ich weiß nur, das Story-Gaming auch ohne Katerstimmung geht, aber dafür braucht man auch die richtigen Leute; das gilt aber für ARS/OSR auch, also ...?]
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