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Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat

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Offline Zornhau

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #240 am: 15. Juli 2019, 12:51:30 »
Ernsthaft, das Herumgehacke auf Boba finde ich nicht in Ordnung. - Ja, er führt sich in seinem Forum wie ein Gottkaiser auf, ABER: er hat jetzt wirklich gerade ANDERE Probleme, als sich die Zeit für Empfindlichkeiten von Forenschreibern zu nehmen. Wenn meine Frau ernsthaft und schwer erkrankt wäre, würde ich auch alles andere als "abgewogen" entscheiden.

Habt doch einfach mal Verständnis dafür, daß er jetzt in einer Situation ist, wo er WIRKLICH unter Druck ist und ihm alles andere weniger wichtig ist.

Das ändert natürlich nichts an den grauenvollen "Rechtfertigungs-Narrativen", die für die aktuelle Eskalationsstufe gegen den Hofrat herbeigesponnen wurden. Für solch eine unmögliche Situation ist immer ein TEAM am Werke - ein Team, daß in derselben Richtung tickt. Das ist nicht Boba allein anzulasten.

Wartet doch die Sperrzeit erst einmal ab, versucht später mal, wenn etwas Ruhe eingekehrt ist, eventuell eine Rücknahme der Eskalationsstufe zu erwirken (was meiner Einschätzung nach aber an der Halsstarrigkeit der Mehrzahl der Tanelorn-Moderatoren und anderer dortiger Elite-Mitglieder scheitern wird).

Auf jeden Fall braucht man jetzt wirklich nicht auch noch mit solchen Foren-Problemchen einem Ehemann in einer echten KRISEN-Situation noch auf die Nerven zu gehen, finde ich.

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Offline Archoangel

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #241 am: 15. Juli 2019, 13:57:11 »
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Offline Settembrini

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #242 am: 15. Juli 2019, 15:34:17 »
Hey, alles in Ordnung. Boba kann ich grundsätzlich menschlich voll verstehen (wie ich hier im Thread schon fünfmal gesagt habe), und er hat die...Versionen...die vorher im Umlauf zu meinem Bann waren ja fallengelassen. Es heißt ja nur noch: "Ich traue Settembrini nicht, er macht nur ärger, alles was ich von ihm sehe kommt mir hinterfotzig vor." = "Mir paßt seine Nase nicht und andere User sind gestreßt von ihm, im Zweifel für meine Kunden und gegen Zusatzstreß!"

Witzig ist, daß er mir allgmeine Unsachlichkeit unterstellt, dabei bin ich fast allen Threads im Tanelorn der einzige, der hart an den Fakten bleibt und eben aussagenlogisch argumentiert und nicht die Erkenntnis erfühlen und erfreunden will. Aber da kommen wir scheinbar nicht mehr überein, da ihm ja meine Nase nicht paßt. Aber viel Ehre nochmal das einfach mal zuzugeben.

Auf jeden Fall viel Kraft für Boba und Bobette, kein Forumscheiß ist irgendwie ernste Aufregung wert.

Was mit Archo ist, wenn da falsche Dinge (aka Lügen) aufrechterhalten werden, dann gilt das da natürlich nicht, da bräuchte ich Aufklärung. Ich habe nochmal geguckt und Deinen NAmen nicht gefunden?
« Letzte Änderung: 15. Juli 2019, 15:46:45 von Settembrini »
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Offline Skyrock

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #243 am: 15. Juli 2019, 18:52:48 »
Ich halte es für sehr fraglich, dass sich die Entscheidung hauptsächlich Boba anlasten lässt. Er ist mit einem Fuß bereits zur Tür draußen und hat im Moment ganz andere Sorgen. Da werden andere Redaktionsmitglieder hinter den verschlossenen Türen einen größeren Einfluss gehabt haben.

EDIT: Boba bewies mich falsch:

Zitat
Da es an anderer Stelle hinterfragt wird:

Zitat
... hatte keinen Anteil an der Entscheidung, dass gegen Settembrini die nächste Eskalationsstufe (gelbrote Karte) verhängt wird. Das war meine Entscheidung!
Gelbrote Karten fallen auch in meinen Zuständigkeitsbereich

...
War das eindeutig und verständlich?

Ich möchte nicht, dass andere für meine Entscheidungen verantwortlich gemacht werden!
« Letzte Änderung: 15. Juli 2019, 23:21:59 von Skyrock »

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Offline Der Oger

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #244 am: 16. Juli 2019, 08:25:19 »
Man muss fairerweise sagen:
Bisher konnte hier niemand Bobas Argument entkräften, dass das T: wegen dieser Moderation so groß geworden ist, bzw. das andere nicht mehr existieren. weil es diese Art von Moderation dorten nicht gab. Es ist zu einem alternativlosen Dogma geworden, wie mir scheint .

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Offline Hasran

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #245 am: 16. Juli 2019, 08:42:28 »
Man muss fairerweise sagen:
Bisher konnte hier niemand Bobas Argument entkräften, dass das T: wegen dieser Moderation so groß geworden ist, bzw. das andere nicht mehr existieren. weil es diese Art von Moderation dorten nicht gab. Es ist zu einem alternativlosen Dogma geworden, wie mir scheint .

Es ist halt kein sonderlich gutes Argument. Das Blutschwerter-Forum hat auch teilweise komische und ähnliche Moderationsblüten getrieben und vegetiert nun vor sich hin. Geschichtsrevisionismus ist das, kein Argument.

Grüße

Hasran

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Offline Settembrini

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #246 am: 16. Juli 2019, 09:32:15 »
Da hilft ein wenig Erfahrung mit empirischer Wissenschaft: Der "Erfolg" eines Forums müßte erstmal definiert werden. Wenn wir als scoring-Funktion irgendein Produkt aus aktiven Nutzern und Postingfrequenz nähmen, dann wäre dies ein Anfang.

Die Streung von Daten, die diese Metrik über die Zeit hat, könnte man mit einer Funktion annähern. Diese Funktion ist mit 99% Sicherheit mehrfaktorig.

Und die Streung, bzw das Diagramm was entsteht bei der Metrik über der Zeit...können mit Dingen korrellieren, die nicht kausal verbunden sind. Oder eben doch, man könnte da nach den Einflüssen der einzelnen Faktoren gucken.

Grundsätzlich ist Bobas Erklärung also nur irgendeine von 1000 möglichen Annahmen.

Spannender wird es, je ernster wir sie nehmen:

Ist die Mod-Kultur und der Bannhammer mit gleicher Intensität geschwungen worden?
NEIN! Das sagen sie selber!

Also könnten wir die Korrelation von Banhammerei (z. B. Warnungen und Karten pro Monat) mit der Erfolgsmetrik betrachten.
Dann kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit raus, daß es eine negative Korrelation gibt: will sagen: je intensiver die Bannerei wurde, desto weniger Erfolgreich wurde das Forum. Das kann ich gut vorhersagen, da die Mods selber sagen, es wird seit 2 Jahren viel rigoroser gebannhämmert als vorher. Und gleichzeitig passiert im Tanelorn viel weniger.

Alles dies ist aber volkommen ohne Aussage für Kausalitäten: konkretees Beispiel wäre: man könnte eine Korrellation betrachten zwischen der Erfolgsmetrik und meiner persönlichen Teilnahme dort. Ich bin mit sicher, daß dort ein positiver Effekt meßbar wäre. Kausal hinge das aber höchst wahrscheinlich einfach damit zusammen, daß ich dort viel gepostet habe, als es insgesamt im Tanelorn spannender und aktiver war. Damals wurde aber viel weniger gebannämmert usw. usf.

Ihr seht also, Aussagen über Kausalitäten zu machen ist da insgesamt hanebüchen. Zumal es ja nicht reproduzierbar wäre, würde man alle Mods vom Tanelorn nun mit denen vom B! tauschen, würden ja nicht die B! auf einmal das lebendigste und stabilste Forum sein.

Nein, das ist alles Kokoloris. Viel plausibler ist die qualitative Annahme, daß das Tanelorn noch existiert, weil es eine Kerngruppe an Leuten gibt, die wollen, daß es existiert. Solange diese Gruppe extrem stabil ist, ist die Existenz des Tanelorns extrem stabil. Da andere Setups viel instabiler waren/sind, sind diese vergangen, und das T: bleibt am leben, ganz egal ob es irgendwas richtig oder falsch macht über die gesicherte Existenz hinaus. Existierende Systeme, vor allem die ohne Alternative (vgl. Exit, Voice & Loyalty), haben eine sehr große Fehlermarge.

Der Trick ist ja, daß die wahre Erfolgsfunktion ja nicht die gute Debatte ist, oder die aktiven Poster, sondern die Selbstperpetuation der Kerngruppe. Nachzulesen bei Djilas (Die Neue Klasse etc.), ganz vorzüglich. Deswegen sind die T:reffen ja so super wichtig.

Um die Existenz der DDR zu sichern, mußte eine Mauer errichtet werden, und die ganze Außenwelt wurde zu Faschisten erklärt. Nicht weil die wirjklich eine Invasion planten, die Nachbarn. Sondern für den Machterhalt der Clique. Und so könnte Boba sogar Recht haben: alle Maßnahmen für "das Forum" sind in Wahrheit Maßnahmen um den inneren Zusammenhalt der Modclique aufrechtzuerhalten.
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Offline Settembrini

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« Antwort #247 am: 16. Juli 2019, 09:41:31 »
So verhält es sich also mit quantitativen und qualitativen Argumenten.

Normativ könnte man auch sagen: Das T: hat der deutschen Szene nachhaltig geschadet und tut es imme rnoch, weil es viele Entwicklungen wegblockt, Diskussionen behindert, und einen Minderheitengeschmack propagiert, der das Volk massenhaft in die Arme nur halbverstandener US-Produktionen treibt.

So wie das Ö-R- Fernsehen oder auch DSA. Gilt für alle drei, normativ gesprochen.
« Letzte Änderung: 16. Juli 2019, 09:59:07 von Settembrini »
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Offline Lord Verminaard

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« Antwort #248 am: 16. Juli 2019, 10:14:34 »
Die Frage hat sich ja uns allen in der ein oder anderen Form schon mal gestellt: Lohnt es sich überhaupt noch, den Diskurs auf Teutsch zu suchen? Oder gleich Englisch machen?

Bei meinem anderen Hobby, Blood Bowl, ist das noch extremer, da gibt es eben noch viel weniger aktive Spieler und deutschsprachige Ressourcen. Twitcher machen alle Englisch, obwohl sie tw. gar keine Muttersprachler sind, alle Guides sind auf Englisch, alle relevanten Foren sind auf Englisch etc. Da fragt man sich dann auch, für wen blogge ich überhaupt, wenn die aktive deutschsprachige Szene sich auf ein paar 100 Leute beschränkt. Andererseits, auf Englisch gibt es eben auch schon genug, das hat die Welt auch nicht unbedingt gebraucht, dass ich mich da jetzt noch einreihe, zumal als Nicht-Muttersprachler. (Ok das hält viele andere, die schlechter Englisch können als ich, auch nicht ab.)

Die Skandinavier machen im Larp- und P&P-Bereich ja inzwischen so ziemlich alles konsequent auf Englisch.
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Offline Wulfhelm

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« Antwort #249 am: 16. Juli 2019, 10:57:04 »
Die Frage hat sich ja uns allen in der ein oder anderen Form schon mal gestellt: Lohnt es sich überhaupt noch, den Diskurs auf Teutsch zu suchen? Oder gleich Englisch machen?
Ich würde jetzt sagen, Diskurs auf Deutsch ist absolut notwendig, wenn man die kleine Sub-Subkultur der Tischrollenspielonlinediskutanten/diskuonkels nicht noch weiter von der allgemeinen Rollenspielerschaft abkapseln als bisher schon geschehen. In meinem Bekanntenkreis gibt es mehrere Spieler, die zwar Englisch einigermaßen können, für die es aber eine Anstrengung bedeuten würde, englischsprachigen Diskussionen zu folgen oder ganze Regelwerke auf Englisch zu konsumieren - eine Anstrengung, die sie für eine Freizeitbeschäftigung nicht zu investieren bereit wären. Nimmt man als studierter RPG-Kosmopolit vielleicht nicht immer so wahr.

Würde ich sagen. Aber was ich stattdessen (noch einmal) sage: "Diskussion" aus Basis der Plattform "großes, allgemein gehaltenes Onlineforum" lohnt sich in keiner Sprache. Ein kurzer Blick auf die größten englischsprachigen Foren dieses Zuschnitts, rpg.net und therpgsite, sollte da als Beleg ausreichen.

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Offline Lord Verminaard

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« Antwort #250 am: 16. Juli 2019, 11:31:46 »
Naja gut, mit dem gleichen Argument könnte man sagen, dass Diskurs auf Dänisch, oder Flämisch, oder Slowakisch absolut notwendig ist, und ich würde mal annehmen, den gibt es nicht in nennenswertem Umfang.

Wir sind da schon sehr resistent (renitent?), gerade neulich sagte mir ein befreundeter Projektingenieur, Deutschland sei eines der wenigen Länder der Welt, wo Englisch als Projektsprache nicht durchsetzbar sei. In der Presse las ich vor einiger Zeit, ausländische Absolventen deutscher Universitäten seien regelmäßig überrascht, dass sie ohne fließendes Deutsch auf den deutschen Arbeitsmarkt keine Chance hätten. Die meisten meiner Arbeitskollegen besitzen keinerlei Problembewusstsein dafür, wie unfassbar unhöflich die deutsche Direktheit auf die Briten, Italiener oder Ägypter im Unternehmen wirkt. Die Firma hat ein Logo von einer englischen Agentur, wir wollten davon in Deutschland ein Schild machen lassen und fragten in England nach, welche RAL-Farbe das denn sei. Und die so: RAL? Was ist das? Etc. pp.

Letztlich haben 100 Mio. Muttersprachler schon noch eine gewisse Massenträgheit, ob das ein Vorteil ist, weiß ich nicht. Vielleicht ist das auch eh ein Auslaufmodell:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/804875/umfrage/einschaetzung-zu-eigenen-englischkenntnissen-nach-alter/
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Offline Blechpirat

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« Antwort #251 am: 16. Juli 2019, 11:32:21 »
Also könnten wir die Korrelation von Banhammerei (z. B. Warnungen und Karten pro Monat) mit der Erfolgsmetrik betrachten.
Dann kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit raus, daß es eine negative Korrelation gibt: will sagen: je intensiver die Bannerei wurde, desto weniger Erfolgreich wurde das Forum. Das kann ich gut vorhersagen, da die Mods selber sagen, es wird seit 2 Jahren viel rigoroser gebannhämmert als vorher. Und gleichzeitig passiert im Tanelorn viel weniger.

Ne, das lässt extrem viele, vor allem externe, Faktoren raus. Das Tanelorn ist dann doch nicht groß genug, um das über die Jahre zu mitteln. Der Niedergang des B! hat dazu geführt, dass Leute mit einer dort geprägten Diskussionskultur in :T: gedriftet sind - sowas führt zu einem massiven Anstieg des Moderationsbedürfnisses, um die Kommunikation zwischen den Gruppen zu ermöglichen.

Zudem gibt es "positiven" und "negativen" Streit (jeweils aus der Position eines Forums). Ein typischer "negativer" Streit ist (Vorsicht, alles Privatmeinung) z.B. der X-Card-Streit. Denn so ein Streit steht oft in enger Verbindung mit einer politischen Haltung. Dort kann man dann beobachten, dass es schnell nicht mehr um Rollenspiel, sondern um Gesellschaftspolitik geht. Und dann werden Leute schnell in ihrer Selbstverständlichkeit angegriffen und schmerzhaft verletzt. In diese Kategorie gehören auch (wenn auch schwächer) die Missionierungsversuche von Systemfanboys oder -gegnern.

Ein positiver Streit hingegen führt zwar zu einer starken Interaktion, aber ohne dass die Diskutanten hinterher ein schlechtes Gefühl haben. Im besten Fall fühlen sie sich bereichert oder nur in der eigenen Meinung - aber jetzt mit besseren oder erprobten Argumenten - bestätigt. Die Frage, ob Bennies/Gummipunkte eine gute Sache sind, gehört hier herein: Hoch emotional, aber nicht verletzend.

Ein negativer Streit ist viel Moderationsaufwändiger. Und solche negativen Themen kommen - wie die X-Card - auch von Außen. Und je stärker sich jemand in seiner Selbstwahrnehmung angegriffen fühlt, desto härter teilt er aus. Und desto weniger Staub sammelt sich auf dem Bannhammer.

Um deine Korrelation zu berechnen, müsste man mindestens die Menge der gemeldeten Beiträge noch in die Formel einfließen lassen, um diese Faktoren mit abbilden zu können. Und dann wird das alles so unscharf, dass man daraus keinen Schluss mehr ziehen kann.

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Offline Zornhau

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    • Zornhau schreibt ...
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« Antwort #252 am: 16. Juli 2019, 12:00:28 »
Ich halte einen Diskurs auf Deutsch für absolut notwendig.

Es gibt sehr spezifische deutsche "Befindlichkeiten" in der Rollenspiellandschaft (Stichwort: DSA-Sozialisierung, Monokultur), und zudem wird man auch über deutsche Eigenentwicklungen und Übersetzungen diskutieren wollen, was eher schlecht bis nicht auf englischsprachigen Plattformen möglich ist.

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Offline Blechpirat

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #253 am: 16. Juli 2019, 12:23:06 »
Ich halte einen Diskurs auf Deutsch für absolut notwendig.

Es gibt sehr spezifische deutsche "Befindlichkeiten" in der Rollenspiellandschaft (Stichwort: DSA-Sozialisierung, Monokultur), und zudem wird man auch über deutsche Eigenentwicklungen und Übersetzungen diskutieren wollen, was eher schlecht bis nicht auf englischsprachigen Plattformen möglich ist.

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Offline Wulfhelm

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Antw:Settembrini im Tanelorn gebannt weil er eine krumme Nase hat
« Antwort #254 am: 16. Juli 2019, 12:32:53 »
Naja gut, mit dem gleichen Argument könnte man sagen, dass Diskurs auf Dänisch, oder Flämisch, oder Slowakisch absolut notwendig ist, und ich würde mal annehmen, den gibt es nicht in nennenswertem Umfang.
Ich hingegen würde nichts dergleichen annehmen, ohne dafür Gründe zu haben.

Themenfremde Betrachtungen über die angeblich so englischfeindliche deutsche Arbeitswelt (es geht hier um eine Freizeitbeschäftigung) sind keine Gründe. Die sich daraus speisende Argumentation läuft letzten Endes darauf hinaus, dass man diejenigen, die sich über ihr Hobby in ihrer Muttersprache austauschen möchten, bewusst abhängen sollte. Wie bereits erwähnt, würde das die an sich schon zahlenmäßig geringe Minderheit innerhalb der Hobbyisten, die an so was wie Forendiskussionen überhaupt teilnehmen, noch weiter reduzieren.

Und wie auch schon erwähnt: Die Diskussionen auf den vergleichbaren englischsprachigen Plattformen sind nicht besser. Platzhirsch rpg.net ist darüber hinaus technisch und organisatorisch unter aller Sau, ohne vernünftige Unterforen und mit einer Moderation, gegen die alles, was hier diskutiert wurde, ein Beispiel an Zurückhaltung und Fairness ist.