Autor Thema: [Thorsten spielt Rollenspiel] Warum blendet ihr Werbung in eure Hobbyblogs ein?  (Gelesen 189 mal)

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Offline Blechpirat

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Ein wirklich spannender Artikel von Thorsten: Warum blendet ihr Werbung in eure Hobbyblogs ein?

Ich mache das übrigens nicht. Bei mir gibt es keine Werbung, weder auf rsp-blogs.de, noch auf den von mir gehosteten blogs *.spielleiten.de und *.rsp-blogs.de

Warum? Und ist das nicht teuer? Ja, das kostet Geld. Geld, dass ich nicht immer hatte. Aber: Ich persönlich störe mich einfach sehr an Werbung. Aus dem Fernsehen hat mich die Werbung längst vertrieben - Filme mit Werbeunterbrechung habe ich einfach nicht ertragen. Und auch das Internet geht eben nur mit Werbeblocker. Deshalb reagiere ich übrigens auch sehr allergisch auf Werbeblocker-Blocker: Was will ich euch wohl sagen, wenn ich mir die Mühe mache, einen Werbeblocker zu installieren?

Und die Freuden von Tracking, Pop-Ups, selbststartenden Flash-Filmchen (mit Ton, klar) - die möchte ich niemanden an tun.
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Offline Markus Sauerbrey

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Sehe ich sehr ähnlich. Ich nutze keine Werbeblocker, aber ich ich versuche Werbung zu übersehen, so gut es geht. Wenn es nicht geht, verlasse ich die Seite.

Offline Sorben

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Ich nutze einen Adblocker, was ich daher interessant fand, war glaube ich ein Kommentar von Greifenklaue oder ein Reply darauf, dass wp.com Blogs und wahrscheinlich alle nicht-selbst gehosteten Blogs Werbung einblenden. Hatte ich vergessen. Bei solchen Blogs würde ich wahrscheinlich milder in meiner Ablehnung sein. Ich war auch bei wp.com und der Blogger hat nun mal keinen Einfluss auf die Reklame.

Ansonsten mag ich keine Werbung. Ich hatte mal überlegt, Affiliatelinks einzubauen, auch weil ich diesbezüglich mal angeschrieben wurde. An sich stellt es auch keine Werbung dar, aber ich hatte mich dagegen entschieden. Solche Links finde ich aber ok und unterstütze manchmal auch eine Seite durch einen Kauf, wenn ich das Produkt eh erwerben will.

Offline blut_und_glas

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Crossposting mit Selbst-Zensur:

Selbstzensur ist ja auch, wenn man nicht mehr in Rollenspielforen unterwegs ist.

Und mit was? ^-^

Natürlich ist das eine Form der Selbstzensur, sich nicht mehr auf bestimmten Plattformen zu beteiligen/diese nicht mehr zu besuchen.

Wenn diese Plattformen ihre Inhalte aber monetarisieren, dann ist es auch noch etwas anderes, eine Kaufentscheidung. Durch die Monetarisierung hört das Verhältnis auf, ein Austausch auf Augenhöhe zwischen Spielenden/Fans/Hobbyisten/... zu sein und wandelt sich zur Beziehung zwischen Anbieter und Kunde. Und damit greift auch die einfache Grundregel: Abgestimmt wird mit dem Geldbeutel.

Sobald Werbung im Spiel ist, überlege ich mir sehr genau vorher, ob ich Beiträge in bestimmten Foren/Blogs/Webmagazinen/... kommentiere oder auch nur lese. Nicht alles, was ich mir im freien Austausch vielleicht noch anhören würde oder wozu ich in einen offenen Dialog zu treten bereit wäre, will ich auch finanzieren.

Der Markt wird's schon richten. :P

mfG
jdw

Offline Athair

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... spannendes Thema.

Grundsätzlich: Es gibt gute und schlechte Werbung.
Und: Werbung frisst Aufmerksamkeit. Sie belegt Hirnkapazität, die ich lieber anders nutzen will. Da muss mir jemand schon deutlich machen können worin der Mehrwert der Werbung für mich liegt. Und zwar ganz konkret: Warum sollte ich die genau die angezeigte Werbung anschauen wollen, wenn ich Artikel X lesen will. (Vgl. Veröffentlichungen zu "Ressource Aufmerksamkeit" und "Aufmerksamkeitsökonomie".)


Gute Werbung ist:
Wenn ein Blogger wie z.B. Patrick Stuart (http://falsemachine.blogspot.com/) auf seinen eigenen Kram hinweist.
Denn: Wenn ich Ideen in einem Blog gut finde, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Veröffenttlichungen auch gut finde und bereit bin Geld dafür zu bezahlen, recht hoch. Entsprechend fallen die Links für mich unter guten Service, da ich sonst selbst suchen müsste.

Wenn auf Lieblingsspiele, Crowdfunding-Aktionen etc. besprochen werden, dann finde ich Links dazu auch hilfreich. Ich selbst möchte, dass meine Lieblingsspiele etc. bekannter werden und sich vielleicht gegen anderen Kram mehr durchsetzen. Das gestehe ich allen anderen auch zu. Affiliate-Links finde ich allerdings nur dann in Ordnung, wenn zwischen Blogger und Produzent tatsächlich bereits Geschäftsbeziehungen bestehen. Also wenn z.B. der Übersetzer eigenes Spielmaterial, Übersetzungserfahrungen, ... teilt. Oder wenn der Blogger auf eigene Produkte verlinkt.

Hinweise auf Lieblingsläden, etc.
Ich hab z.B. den Sphärenmeister verlinkt. Könnte ich eigentlich auch noch mit meinen FLGS tun. Der Grund dafür ist: Ich finde die Läden so toll, dass ich will, dass sie weiterbestehen. Ich will den Service weiterempfehlen, weil er mich überzeugt hat. Und: Ich will dass die Leute da kaufen und nicht ihr Geld amazon & Co. in den Rachen schmeißen.

Hinweise auf andere Hobbyseiten & Partner. So wie RSP-Blogs das mit dem Spielerverzeichnis, dem Con-Kalender, dem Tanelorn etc. tut.
Auch das fällt für mich unter Service, denn ich könnte die sich dahinter verbergenden Angebote nutzen wollen und es dient der Vernetzung des Hobbies.


Neutale Werbung:

Wenn jemand glaubhaft machen kann die (möglichen) Einnahmen für das Hobbyprojekt zu brauchen. Das betrifft u.a. Patreon-Aktionen.


Schlechte Werbung:
Das hier:
Wenn diese Plattformen ihre Inhalte aber monetarisieren, dann ist es auch noch etwas anderes, eine Kaufentscheidung. Durch die Monetarisierung hört das Verhältnis auf, ein Austausch auf Augenhöhe zwischen Spielenden/Fans/Hobbyisten/... zu sein und wandelt sich zur Beziehung zwischen Anbieter und Kunde. Und damit greift auch die einfache Grundregel: Abgestimmt wird mit dem Geldbeutel.


@ Werbeblocker: Läuft u.a. über meinen Antivirus und ich hab nicht vor an der Stelle was zu ändern.
... Antworten auf falsche Fragen sind sinnlos.


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