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Banal, trivial, genial: Einfache Lösungen für einfache Probleme

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Hasran:
... oder warum ich Leute nicht verstehe, die komplexe Iniative-Tracker(-Systeme) bauen...

Welche banalen Dinge, Werkzeuge, Methoden habt ihr euch angeeignet, die vor allem durch ihre Einfachheit und hohe Praxisrelevanz auffallen?

Konkret komme ich zu der Frage, weil ich in diversen englischsprachigen Foren immer wieder erstaunt darüber bin, was für komplexe "iniative tracker" von Leuten gebaut werden, mit Wäscheklammern oder handgedrechselten Charaktermodellen, um ein "Problem" zu lösen, das für meine Zwecke lediglich eines linierten College Blocks bedarf.

Grüße

Hasran

BoyScout:
ich mach mir einfach Notizen. So mit Stift und Block. Da habe ich kein System, damit es maximal flexibel und effektiv ist.

Alles andere sind nur kleine Handkniffe, Strichlisten um bei D&D Turns nachzuhalten. NPC schreibe ich auf Karteikarten, damit sie nicht so viel Platz brauchen. Ich erlaube es, gewürfelte Attributwerte abzulehnen, nehme diese erst Blocks dann aber für die Verbündeten (spare mir das Würfeln). Sowas halt.

Leute, die solche Spielsysteme brauchen, schreiben auch Bullet Journals für ihre Einkaufslisten.

Der Oger:
Bei D&D erspare ich mir oft das Auswürfeln von Tp bei Begegnungen mit Wesen niedriger TW-Zahl,  sondern mach es allenfalls nach der Schadensbestimmung. Wenn es nicht mal ne Chance gibt, das es überlebt,  fällt das weg.

Ich bestimme zufällige Begegnungen vor einer Sitzung und arbeite sie vorher aus. So habe ich was zur Hand, wenn die Würfel sagen,  dass eine solche Begegnung stattfindet.

Wir haben bei D&D das absolut unkanonische Ritual,  dass Schätze durch die Spieler ausgewürfelt werden,  von Münzen über Edelsteine bis hin zu Magischen Gegenständen. (Letztere müssen natürlich immer noch identifiziert werden.) Das erspart mir hier auch das Auswürfeln.

Ich produziere viel an Ideen "auf Halde", die ich manchmal erst Jahre später verwende, wenn sie "passen".

Ich leite so,  dass meine Spieler am Tisch mehr denken/arbeiten müssen als ich.

Hasran:
Mit der Idee, die Spieler Schätze auswürfeln zu lassen, trage ich auch schon länger mit mir herum. Wird es dadurch nicht ein bisschen zu...Gamey?

Ich stelle mir diesen thread als so eine Art Austausch von best practices vor. Keine Tiefe und blabla, sondern pures Handwerk. ;)

Grüße

Hasran

Settembrini:
- Gruppeninitiative. Den Zirkus der Individualini mache ich seit Jahren nicht mehr mit. Es bringt auch wirklich nichts. Bei Millenium's End würde ich nochmal drüber nachdenken, ansonsten gilt das allgemein.

- TP werden gemittelt qua Erwartungswert, es sei denn ich sitze daheim und habe Bock zu würfeln. Aber bei Zufallsbegegnungen eher nicht. Auch nicht bei 350 Orks.

- Schätze würde ich nie die Spieler würfeln lassen, aber es gibt vorgewürfelte Listen, aus denen kann man aussuchen, was gut zum Hort der Gegner paßt

- Wenn die Spieler irgendwas machen, was ich nicht bedacht habe und dadurch "abkürzen", dann tun sie das. Auch wenn ich ne Woche dafür vorbereitet habe und sie das so in zwei Stunden fertigbekommen. Denn: Wenn die allen Content den ich in einer Woche gemacht (besser: erkundet) habe einzeln durchspielen, gehen auch gerne mal drei Monate ins Land. Wenn sie also schnell sind oder besser oder Superrätsellöser, dann bitte. Vorbereitung und Spielzeit sind nur im ganz großen Maßstab proportional, zeigt die Erfahrung.

- Bei sehr vielen Gegnern kann man auch mal einfach einen Wurf für N Gegner gelten lassen. Macht die Sache wieder spannend!

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