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Offener Plot/ Abenteueraufbau und Verantwortung von Spielern für den Plot

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BoyScout:
OS leite ich nur ungern, weil ich dann noch stärker das Gefühl habe, "für die Tonne" vorzubereiten, es ergibt sich auch nur selten die Gelegenheit, OS mehrfach zu leiten.

JollyOrc

--- Zitat ---Damit ist das eben keine Arbeit, sondern schon Hobby an sich.
--- Ende Zitat ---
Ja, so habe ich das auch eine Zeit lang gesehen. Ich versuche immer so zu leiten, wie ich selbst gerne spielen würde. Und das ist in meinem Fall ergebnisoffen in einer detailliert ausgearbeiteten und kohärenten Spielwelt. Das erfordert eine Menge Vorbereitung (die Spielerfreiheit steigt mit dem Grad der Vorbereitung). Viele Dinge kann man natürlich improvisieren, aber das ist nicht zwangsläufig stressfreier.
Tatsächlich machen mir auch eine Menge Dinge beim Vorbereiten Spaß, aber ich bin kein World-Builder im Sinne eines Universalgelehrten. d.h. es gibt durchaus Dinge, die mich absolut abtörnen, aber für eine Spielwelt und eine Kampagne eben erforderlich sind und in die man sich dann einlesen muss, wenn es sonst niemanden gibt.
Ich meinem Falle kämen jetzt noch Dinge wie Layout, Graphikdesign und Spieldesign hinzu, weil ich mein Zeug auch irgendwann gedruckt und als PDF haben will. Ich finde es nicht sonderlich spannend mir die Unterschiede von RGB- zu CMYK-Farbmodellen oder die Eigenheiten von Schriftfont-Lizenzen anzueignen. So eine SL Rolle kann also schon ziemlich abstruse Blüten treiben.
Da kommen viele Dinge zusammen, für die es meist bessere Leute gibt. Stattdessen würde ich die Zeit lieber in Dinge stecken, die ich kann oder in einem Team arbeiten.

Als SL wird man oft in die Rolle des Anbieters und Service-Leisters gedrängt. Ein Spieler sah z.b. die Lösung darin, gar nichts im Alleingang anzubieten und zu hoffen, andere "anzustecken" (das war meine Strategie), sondern direkt von 0 an nur gleichberechtigte Teilnehmer zuzulassen, d.h. die Zuständigkeiten klären, bevor auch nur ein Wort abgetippt wird. So ist dann alles was entsteht das "baby" von jedem.

Settembrini:

--- Zitat ---Ich meinem Falle kämen jetzt noch Dinge wie Layout, Graphikdesign und Spieldesign hinzu, weil ich mein Zeug auch irgendwann gedruckt und als PDF haben will.
--- Ende Zitat ---

Wie wichtig ist Dir das denn?

Ansonsten große Emfpehlung: Einfach mal wieder Spieler sein und/oder mal ein Modul leiten. Banale Hinweise, aber wirken Wunder!

Andreas (RPGnosis):

--- Zitat von: Settembrini am 09. August 2019, 16:25:12 ---Ansonsten große Emfpehlung: Einfach mal wieder Spieler sein und/oder mal ein Modul leiten. Banale Hinweise, aber wirken Wunder!

--- Ende Zitat ---
Dafür bräuchte man erstmal einen anderen motivierten SL in der Runde - der wahrscheinlich schwer zu finden ist, wenn die Mitspieler sich schon als Charakterspieler zu wenig einbringen.

Und bedauerlicherweise (zumindest bei mir) steigen oft auch die eigenen Ansprüche als Spieler, je länger man selbst nur geleitet hat, was das mit dem befriedigenden Spielerlebnis nicht einfacher macht.

Kann dein Problem nachvollziehen, BoyScout.

Lord Verminaard:
Es ist mit Rollenspielrunden ja oft wie mit Beziehungen. Wer eine Beziehung anfängt und seiner Frau die Welt zu Füßen legt und sie jahrelang auf Händen trägt, und dann fällt ihm auf, er hätte sich doch ein bisschen mehr Geben und Nehmen gewünscht, tja.

SL-Burnout kenne ich auch, ist kacke. Ich kam da nur über neue Mitspieler raus. Und übers Spieler sein, wie unser aller Leuchtturm ganz richtig bemerkt.

BoyScout:
Sorry, ich habe eure Antworten übersehen, irgendwas stimmt mit dem "aktuelle Beiträge" Fenster des Forums nicht.

Ich kann es nicht leiden, Dinge nicht zu Ende zu bringen, also ist mir ein vollständiges Produkt schon sehr wichtig. Wenn man irgendwann die 1000+ Std. Freizeit (hab's nicht gezählt) und mehrere Jahre investiert hat, dann kann man nicht einfach aufhören (ok, offensichtlich können das sehr viel Leute).

Tatsächlich habe ich mein SL Angebot für unsere neue Kampagne zurückgezogen, um mehr Zeit zum Planen und Überdenken zu haben. Meine nächste Kampagne (evtl. mit Runequest 6) werde ich unter ganz anderen Bedingungen angehen. Mit klar verteilten Komtepenzen und Aufgaben unter den Spielern; Leute, die nicht an den Regeln interessiert sind, brauchen auch nicht mitspielen. Ich betreibe halt ein Hobby und will nicht einfach Zeit totschlagen.
Stellt euch vor, ihr bastelt eine Eisenbahn im Keller mit Landschaft und allem und eure Kumpels kommen nur vorbei, um die Züge zu bedienen (ok, das soll jetzt nicht Railroading heißen, ;D)

Ich habe auch in den letzten Monaten als Spieler teilgenommen (ich habe 2 Runden + nebenbei Oneshots), der SL konnte (aus Gründen) aber sicher nicht die Zeit investieren, die ich als SL aufgebracht hätte und das hat man auch gemerkt; und bin nun auch in der nächsten Kurzkampagne ein Spieler. Bin mal gespannt, wie das läuft. Unser SL hat jetzt 4 Wochen Zeit Planung für eine Kurzkampagne (9 Sessions) in einem RPG, dass er noch nicht kennt in einer Spielwelt, die er noch nicht kennt.

Viele RPGler leiten sicher, damit sie wenigstens einmal bei einer Kampagne dabei sein können, die sie selbst gerne spielen würden, ich bin da nicht anders. Mir geht's da wie Andreas(RPGnosis), dann werde ich als Spieler ungeduldig und würd den SL am liebsten vom Stuhl schubsen, um mich drauf zu setzen, damit es endlich vorwärts geht.

Und tatsächlich habe ich sogar neue Spieler für meine laufende Kampagne gesucht (sitze gerade an den Vorbereitungen, Rätselhandout zeichnen und eine Lösung für ein Helms Klamm-Szenario finden :P). Spieler austauschen wird oft angepriesen, halte ich aber nicht für eine gute Lösung, weil ich jetzt schon merke, dass ähnliche Missverständnisse auftauchen. Oft sind es auch andere Probleme, die man mit seinen langjährigen Spielern schon vor Jahren ausgemerzt hatte.
Con-Runden leiten wäre aus ähnlichen Gründen deshalb für mich auch kein Spaß. Wurde kürzlich gefragt, ob ich auf einer Con leiten möchte, werd's aber wohl ausschlagen.


[member=329]Andreas (RPGnosis)[/member] Ich muss sagen, dass ich mit Spielern und "Charakterpflege" eher gute Erfahrungen gemacht habe. Viele bringen aber einfach nicht die Übung mit was es heißt, in einem Team zu sein. D.h. du hast dann eine Stange von gut ausgearbeiteten Spielfigure in deiner Runde, die gut ausgespielt werden und von denen man i.d.R. auch die speziellen Regeln kennt, aber Alle in allem komplett auf sich selbst fokussiert sind.

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