Beiträge anzeigen

Diese Sektion erlaubt es ihnen alle Beiträge dieses Mitglieds zu sehen. Beachten sie, dass sie nur solche Beiträge sehen können, zu denen sie auch Zugriffsrechte haben.


Nachrichten - Dirk Remmecke

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 »
1
Bloggerselbsthilfe / Antw:Blog als Presse
« am: 08. Januar 2019, 22:10:59 »
Es schadet nicht, sich die Seiten der Veranstaltungen anzuschauen, die man als Presseorgan zu besuchen gedenkt, um zu erfahren, was die als Nachweis fordern:
Da ist ein Presseausweis als Minimum genannt, da in Zeiten von YouTube-Stars und Blogs die Zahl der Pressenakkreditierungen explodiert ist und die Veranstaltungen fürchten, dass bald kein normaler Besucher mehr Tickets kauft.

Zum Thema Presseausweis schütte ich hier einfach mal ein paar Links aus:

(Als ich noch für Magazine schrieb, hat ein Beispielexemplar mit einem meiner Artikel und ein Brief des Redakteurs an der Kasse vorzuzeigen ausgereicht, da brauchte ich keinen Ausweis.)



2
Deutsch / Antw:[AD&D1] Weapon vs. AC
« am: 25. Dezember 2018, 22:42:37 »
Wir haben sie damals nie benutzt.

Ich auch nicht, genau deshalb interessieren mich Erfahrungen von Leuten, die sie genutzt haben.
Heute finde ich diese Tabelle total spannend, aber in der vorliegenden Form schwer bis gar nicht nutzbar. Mich interessiert, ob die Probleme, die ich ausmache, im Spiel tatsächlich aufgetreten sind und was für Lösungen die Runden damals gefunden haben.

3
Deutsch / [AD&D1] Weapon vs. AC
« am: 25. Dezember 2018, 17:54:41 »
Hallo Settembrini,

da du ja der größte Befürworter von AD&D bist, den ich kenne, mal eine Frage aus gegebenem Anlass:

Hast du jemals die Weapon vs. AC-Tabelle aus dem DMG benutzt oder ist das auch für dich eine eher exotische Regel gewesen, die das Spiel nur verkompliziert hat?

4
Allgemeines / Antw:Brettspiele für Rollenspieler :)
« am: 21. Dezember 2018, 15:37:12 »
Davon habe ich selbst kaum etwas, aber folgendes wäre vielleicht einen Blick wert:

Maus und Mystik (das aber schon sehr starke Erzähl-/Kampagnenelemente hat)

Das dachte ich auch mal. Und dann habe ich es gekauft und gespielt. Dreimal, also die ersten drei Kapitel.
Und mir die Haare gerauft. Und in die Ecke geworfen.

Das Spiel hat erhebliche Macken, die man als Rollenspieler ("rulings not rules") ausbügeln kann, vor denen ein regelgewohnter Brettspieler aber eigentlich kapitulieren muss.

Wer das Spiel nicht kennt: Jedes Kapitel ist ein Szenario, das aus einer Abfolge neuer Kombinationen der immer gleichen Bodenplatten besteht. Man bewegt sich durch ein Schloss (wahlweise riesige Zimmer, man ist halt eine Maus, den Innenhof oder schmale Mäusetunnel) und ist stets auf der Flucht vor Ratten, Asseln und der fiesen Katze. Tolle Idee.



Dieses Foto symbolisiert gleich zwei grundsätzliche Probleme mit dem Spiel: In einem der (ich glaube dritten) Kapitel geht es darum die Maus-Bogenschützin zu befreien. Ein Szenario besteht aus 3-5 Platten. In diesem Fall taucht die Mäusin erst auf der letzten Platte auf. Wer also diese Maus als Figur gewählt hat, sitzt 45% der Zeit däumchendrehend herum, da die Maus gefangen ist und auf den ersten Platten gar nicht vorkommt!

Das nächste Problem: Rechts sieht man den Übergang von einer zur nächsten Platte. Es liegt immer nur eine Platte offen auf dem Tisch - die auf der man spielt. Jede Platte hat Sonderegeln, die beim Aufdecken und dem Platzieren der Gegner (je nach Szenario) vorgelesen werden. Die Sonderregeln hier (wenn ich mich richtig erinnere): Je länger die Figuren für die Platte davor gebraucht haben, desto mehr Gegner finden sich hier. Diese Gegner spawnen gleichmäßig auf drei Feldern, von denen eines das Übergangsfeld ist.
  • Die Regeln besagen, dass auf einem Feld maximal 4 Figuren stehen dürfen.
  • Die Regeln besagen, dass beim Planwechsel alle Figuren auf das neue Feld ziehen.
  • Legal können die Helden also nicht platziert werden.
Als OSR-gewöhnter Rollenspieler kommt man diesen Situationen klar.
Aber es ist ein strukturelles Problem, das sich durch das ganze Spiel zieht.
Guten Gewissens kann ich dieses Spiel niemandem empfehlen.



5
Deutsch / Antw:Dinge die ich weiß, aber nicht verstehe Teil XXIII
« am: 21. Dezember 2018, 09:14:07 »
, aber sonst, unglaubliche Störung, wie Dirk sagt.

Aus gegebenem Anlass, heute in der Morgenpost:
https://www.morgenpost.de/berlin/article216054887/Diese-Grafik-zeigt-die-Ursache-fuer-die-Krise-bei-der-U-Bahn.html

(schon allein weil es einen s-bahn ring gibt)

Wenn der denn mal ein Ring ist und nicht auf einer Teilstrecke Schienenersatzverkehr hat...

Zitat
@Karten & Shadowrun/Cyberpunk
Nach meiner Erfahrung machen Karten ein Abenteuer IMMER (um ein vielfaches) besser, ob Reisezeiten nun kritisch sind oder nicht so wichtig, es ist immer besser einen Stadplan zur Veranschaulichung zu haben...

Was bei der ganzen Diskussion um den Nutzwert und die Notwendigkeit von Karten völlig vergessen wird, ist die unterschiedliche Denkweise von Menschen.
Manche Menschen denken visuell, schematisch, und für sie wird ein Raum erst vorstellbar, wenn sie eine Grafik der Verhältnisse sehen.
Ohne dies sind alle Beschreibungen nur schlaglichtartige Vignetten.

Wie spielt man ein Szenario wie z.B. Cloverfield ohne Straßen- und U-Bahnkarte? (Nur zum Verständnis, ich meine die Situation, nicht den Plot.)

Sicher, wenn ich eine übernatürliche Soap spiele wie etwa Grimm oder Kindred, dann reicht es, die wiederkehrenden Schauplätze der Stadt (Polizeirevier, Wohnung, Zauberutensilienladen, Tatort, Club, Residenz des Prinzen) quasi als Spielkarten auf dem Tisch liegen zu haben und zwischen ihnen herumzuspringen, aber dann besteht halt die Gefahr der Lächerlichkeit - wie bei 24, wo in der Millionenstadt L.A. alles plotrelevante in verkehrsberuhigtem 10-Minuten-Radius um die CTU herum zu geschehen schien...
Mir zerschießt diese (Nach-)Lässigkeit jede Glaubwürdigkeit und damit auch die Bedeutung alles Gespielten.
Wenn der Spielleiter seine eigene Welt schon nicht ernst nimmt, warum soll ich das tun?

6
Deutsch / Antw:Dinge die ich weiß, aber nicht verstehe Teil XXIII
« am: 20. Dezember 2018, 19:31:32 »
Ich sag nur Stellwerkstörung ;)

Willkommen in meiner Welt.

Bist du in Berlin?

Hier ist der gesamte Stadtverkehr (öffentlich, privat, kommerziell) eine einzige Störung.
Die Durchsage "Der Verkehr auf der Linie U6 ist zurzeit unregelmäßig" läuft seit Wochen in Dauerschleife.

7
Deutsch / Antw:Dinge die ich weiß, aber nicht verstehe Teil XXIII
« am: 18. Dezember 2018, 08:38:43 »
Was ich nicht so ganz verstanden habe: jeder heult rum,  dass er keine Zeit mehr für Vorbereitung hat,  aber so etwas hier wird nicht mehr produziert.

Sowas muss heute auch nicht mehr produziert werden. Eine kurze Google-Suche (weit kürzer als der Weg zum nächsten Laden) führt z.B. dies zutage:
Und da sind noch nicht einmal die Kartensammlungen von Dyson und Miska dabei.

Es gibt aber auch einen viel tieferen Grund, warum es sowas nicht mehr gibt (bzw. in Deutschland ohnehin kaum gab).
Diese Dinge stehen für einen Vorbereitungsstil, der heute nicht mehr erwünscht ist. Ich habe das Gefühl, wenn Leute heute von Vorbereitung reden, meinen sie etwas völlig anderes als Gygax, Arneson, Bledsaw & Miller. Visuelle Hilfen und insbesondere Karten haben heute keinen Wert mehr für viele SLs - oder Autoren von Supplements. (Wie viele Karten sind in Chicago by Night oder diesen mehrbändigen Transsylvania Chronicles?)


8
Deutsch / Antw:Dinge die ich weiß, aber nicht verstehe Teil XXIII
« am: 17. Dezember 2018, 23:38:42 »
Whitehack ist aber auch ein Stück Kunst.
Nur weiß ich nicht, warum die Second Edition da liegt - die erste war so kompakt, dass man aufpassen musste, ihrem Ereignishorizont nicht zu nah zu kommen. Das war eine Meisterleistung an Wortökonomie.

Und dennoch - dieses Heft habe ich mir immer mit Mignola-artigen, kontrastreichen, stiliierten Grafiken gewünscht. Vignetten, keine üblichen Viertel- oder halbe Seiten.

9
3.) Das gemeinschaftliche Erleben aka... okay da gibt es keine gute Kochanalogie.

'türlich: Kochkurse/Kochevents.

Und TEARS & Co sind dann Lafer!Lichter!Lecker!

(Jetzt hab ich Hunger...)

10
Englischsprachige Bücher in einem Kaufhaus? Ehrlich noch nie, allerdings fängt meine Zeitrechnung auch eher 1989 an. ;)

Das war in der Tat hochgradig ungewöhnlich, aber TSR hatte FSV den Vertrieb der Original-AD&D-Bücher (und einiger Module) "aufgeschwatzt" (und diese wiederum mindestens Karstadt). So gab es dort nicht nur die 3 Regelbücher, sondern auch die noch nicht übersetzten Boxen (Expert Set), die Zinnfiguren-Boxen (4 für AD&D, 1 für Sternengarde) und das Star Frontiers Original.

11
Ich habe bei Karstadt Sport & Hobby in Hannover 1985 das englische AD&D Players Handbook gekauft. Und bei Kaufhof bis zur Schmidt-Pleite 1997 natürlich die Regalmeter DSA gesehen - immer wieder.

Aber danach war es das mit den Kaufhäusern.
King Cards hatte noch eine Weile den Kaufhausvertrieb für FanPro weitergemacht - die waren Spielkarten-, Backgammon- und vor allem Polyhedron-/Würfellieferanten für z.B. Kaufhof, aber auch einzelne Fachgeschäfte wie den Büroausstatter Göbelhoff (gibt's nicht mehr).
Die hatten echt große und bizarre Pläne (eigene Conventions in Bierzelten usw.), aber sie hatten nicht die Power eines großen Brettspielverlages, und dann haben sich KK und FP getrennt, und DSA wurde vom breit aufgestellten Einsteigerspiel zum man-muss-wissen-was-man-sucht-Spiel. Und hat Boxen zugunsten von Hardcovers aufgegeben - klar, warum soll ich ein teures Vertriebsformat weiter bedienen, ohne von dem Vertriebsweg zu profitieren.
Nur blöd, dass der Buchhandel nicht im Gegenzug das Produkt als Buch anerkannt hat.

12
Vielleicht ein brancheninterner Bias,

Unter anderem.
Bei manchen Artikelgruppen und besonders bei inhabergeführten Buchhandlungen gibt es noch dieses elitäre "Wir-sind-die-letzte-Bastion-der-Kultur"-Gehabe. (Wie das Selbstbild dazu passt, dass man das Geld der 50 Shades/Glitzervampire/Fitzeks/Tolkiens doch nur allzugerne einsteckt und seinen Laden damit über Wasser hält, weiß ich nicht...)

In den 80ern mussten Carlsen und Ehapa die Flächen für ihre Comics noch bezahlen, sonst wären Reisende im Wind, Valerian, Buddy Longway, die Hardcovers von Asterix und Lucky Luke nie dort gelandet. (Was hat der Comic den Ralf Königs zu verdanken, die beim "seriösen" Buchverlag rororo erschienen sind?)
Graphic Novels sind ja heute Kultur (und verkaufen sich auch genau so...)
Wenn die Mangas nicht entgegen dem ganzen Buchmarkt so gut liefen, wären die aus vielen Läden längst wieder raus.

XYZ  und Buchhändler.

Was ist XYZ?

13
Wäre dann ja gut,  wenn die Spiele dann direkt neben diesen Büchern im Regal stehen würden.

... und da sind wir dann wieder bei dem Buchhandel, der in Deutschland nicht "hierher!" geschrien hat, als Knaur DSA machte. (Anders als in den USA, wo Random House AD&D, und im Gefolge etliche andere Spiele, in jeden Waldenbooks spülte.)

Nur um mal die Schwierigkeit mit dem Buchhandel aufzuzeigen: Pegasus machte einst Solo-Abenteuer zu bekannten literarischen Franchises:
  • Die dritte Expedition (Markus Heitz - Die Zwerge)
  • Die Sterne der Tiefen (Markus Heitz - Die Zwerge)
  • Todesbote (Markus Heitz - Ulldart)
  • Der Blutstein (Wolfgang Hohlbein - Der Hexer)
Und obwohl die Produkte nach allen Regeln des Marketings hätten funktionieren müssen - keine "Spiele", Taschenbuchformat, Bestseller-Autoren und -Reihen - waren sie nicht bei Thalia in den entsprechenden Regalen neben den entsprechenden Werken zu finden.
Sie waren gar nicht zu finden. Und das 2007, als Heitz' Die Zwerge (und überhaupt alle "Völker"-Romanzyklen) der heiße Sch... waren!

Aktuell macht Pegasus Comic-Soloabenteuer (Übersetzungen aus dem Französischen) - die habe ich auch noch nicht gesehen.

Aber das ist der gleiche Buchhandel, der seit Jahrzehnten verpasst, dass man neben die Dragonball- und Sailor Moon-Mangaregale auch die Anime-Staffelboxen stellen könnte. Wohlgemerkt, auch Buchhandlungen (Thalia...), die sehr wohl DVDs führen (Literaturverfilmungen, Jenseits von Afrika, Babylon Berlin...). "Branchenfremde" wie Dussmann haben diese Berührungsprobleme nicht. Aber ein Dussmann in Berlin reicht natürlich nicht.

Erklären kann man das nicht - nur den Kopf schütteln.

14
Deutsch / Antw:Dinge die ich weiß, aber nicht verstehe Teil XXIII
« am: 04. Dezember 2018, 10:05:10 »
Ich mag Low Budget / Fanproduktionen auch. Ich habe in den letzten 8-10 Jahren mehr PoD-Fan-Sachen gekauft als ach so tolle Hochglanzprodukte.
Ich komme ja auch aus dem Druckwesen, und es gibt Dinge, die auch mir die Augenlider zum Zucken bringen, aber unterm Strich bin ich verzeihender geworden. Vor allem, da ich in manchen Hochglanzprodukten viel schlimmere, grundsätzlichere Macken sehe als ein Layout, das offensichtlich "nur mit Word" gemacht wurde (und eine Schrift verwendet, die ein merkwürdiges Kerning hat).

15
D&D ist doch nur Hack 'n' Slay, das ist doch nur was für Powergamer, Powergamer machen das Rollenspiel KAPUTT.

Die gibt es heute noch, aber tatsächlich nur innerhalb der Filterblase der schon-Rollenspieler, und da besonders unter den 80er/90er-Einsteigern.
(Und witzigerweise bis hoch in die Chefetage von Rollenspielverlagen...)

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 »