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Nachrichten - Georgios

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Diskussion und Kommentare / Re: [d6ideas]/[Teilzeithelden] Das Böse
« am: 09. Dezember 2013, 12:43:27 »
Dass gerade das Thema des "Bösen" die Gemüter bewegt, liegt in meinen Augen vor allem auch daran, dass nicht klar ist, wovon man eigentlich spricht.

Ich denke das hier ist ein wichtiger Punkt. Der Grund weshalb "das Böse" immer so einen großen Reiz auf Spielrunden ausübt, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass man innerhalb der Rollenspielrunde moralphilosophische Themen angeht. Die ja durchaus ihren Reiz haben, auch ohne dass man sich Kant, Nietzsche oder Schopenhauer zu Gemüte führt.

"Was ist eigentlich das Böse?" "Was unterscheidet Gut von Böse?" etc. pp.

Dafür muss man diese Fragen nicht artikulieren und lange debatieren und sich weise nickend den Bart reiben. Solche Fragen können sich auch einfach darin ausdrücken, dass jemand einen "bösen" Charakter spielt und sehen will wie die anderen damit umgehen und warum sie auf ihn so reagieren wie sie es tun. Ein wichtiger Reiz an Rollenspielen ist ja die Frage "Was wäre wenn...?" und das muss sich halt nicht nur auf solche Dinge beziehen wie "was wäre wenn ein Troll mit Sturmgewehr gegen einen Feuermagier kämpft?"

Um zu den ursprünglichen Artikeln zurückzukommen: ich halte es für müssig die Auseinandersetzung mit "dem Bösen" für unnötig oder zum Scheitern verurteilt abzutun. Das verfehlt meiner Meinung nach den Grund weshalb Rollenspieler sowas spielen wollen.

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Ich entschuldige mich erstmal, da TL, DR. Aber zur Frage CR/TR möchte ich folgendes zu Protokoll geben.

Der essentielle Unterschied zwischen CR und TR scheint mir allein darin zu bestehen wie man über das Geschehen auf Charakterebene spricht und damit wie man sich der Vorstellung des Ganzen nähert. Die Unterscheidung zwischen feinkörnig und grobkörnig ist nicht ganz falsch, aber sollte nicht auf "game"-Ebene verstanden werden sondern im Bezug auf den Vorstellungsraum.

Anders gesagt: wer mehr Wert auf TR legt, geht mit seinem Kopfkino feinkörniger um; als der Spieler, der CR favorisiert. Man kann zwischen den beiden hin- und herschwenken (so wie bei einem Buch oder Film der Fokus mal auf einzelne Details und dann auf größere Zusammenhänge gelegt werden kann). Man kann sich auf eins der beiden festlegen. Bei CR und TR stellt man sich mMn weniger die Frage wie das Spiel vorangetrieben wird, sondern wie wir uns das Spielgeschehen vorstellen. Und damit auch die Frage wo dem einzelnen Spieler Raum gelassen wird sich selbst etwas vorzustellen und wo z.B. der SL genau vorgibt was "in-game" passiert.




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Bloggerselbsthilfe / Re: Wie viel Bullshit steckt in Deinem Text?
« am: 08. November 2013, 15:21:01 »
Mein letzter Eintrag hat 0,15.

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Diskussion und Kommentare / Re: [Teilzeithelden] Problemspielleiter!
« am: 07. November 2013, 10:07:54 »
Ein guter SL sollte aber Regeln könen

Wozu?

Beziehungsweise: Warum unbedingt die Spielleitung? Die Funktion des "Regelkenners" (damit auch: "Regelerkläreres" und "Regelauslegers") lässt sich wunderbar von anderen Spielleitungsaufgaben scheiden und an einen separaten Verantwortlichen delegieren.

(Andererseits lasse ich als Spielleitung ja auch Spieler verdeckt würfeln... insofern ist meine Meinung dazu vielleicht nicht unbedingt mainstream-tauglich.)

mfG
jdw

Eigentlich nur, wenn man es schafft die anderen Aufgaben die darin verwoben sind, davon zu trennen. Damit verbunden ist nämlich auch das Aufrechterhalten eines geordneten Spielablaufs ("erst machen wir X, dann Y und dann schauen wir was daraus wird"), die implizite Abbildung der Spielweltlogik in den Regeln ("der Gang ist aus Stein, also gelten folgende Modifikatoren") und die Autorität unterschiedliche Sichtweisen auf die gleiche Situation eigenhändig zu lösen ("es ist egal was für ein Stein benutzt wurde, der Modifkator bleibt bei +2").

Das kann man theoretisch aufteilen und Gruppen, die da flexibel und experimentierfreudig sind, können das sicherlich schaffen. Aber die meisten Runden werden sich mMn damit eher schwer tun.

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Da kann ich zum Teil mitgehen. Regeln sind ja auch immer ein Weg um Verantwortung aus der Hand zu geben. Das blinde Befolgen vor Vorgaben ist nun mal sehr viel weniger anstrengend als eigenständig denken und die Konsequenzen des Handelns zu tragen. So lässt sich auch die durchaus verbreitete Vorliebe für Abenteuer und Spielrunden erklären, bei denen die Spieler eher Beiwerk als Protagonisten sind.
Nein, oh nein. Das eine und das andere gehören gar nicht zusammen.

Ich sehe ziemlich deutliche Zusammenhänge zwischen den Vorlieben bestimmter Spieler bindende Regeln zu haben bzw. einen SL, der alle Stricke in den Händen hält. Weiche Regeln benötigen nun mal umsichtigeres und aufgeklärteres Handeln, wenn das Spiel funktionieren soll.

Deshalb stolpern doch so viele Rollenspieler über Regeln, die eben keine Verantwortung abnehmen, also Interpretation und sinnvolle Anwendung durch die Gruppe benötigen. Die Vorstellung Regeln zu befolgen und dann trotzdem noch Funktion und Folgen derselben beachten zu müssen, ist für manche Rollenspieler schwer miteinander zu vereinbaren.

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Da kann ich zum Teil mitgehen. Regeln sind ja auch immer ein Weg um Verantwortung aus der Hand zu geben. Das blinde Befolgen vor Vorgaben ist nun mal sehr viel weniger anstrengend als eigenständig denken und die Konsequenzen des Handelns zu tragen. So lässt sich auch die durchaus verbreitete Vorliebe für Abenteuer und Spielrunden erklären, bei denen die Spieler eher Beiwerk als Protagonisten sind.

Wobei die Herausforderung und Verantwortung, die mit viel Entscheidungsfreiheit kommt, auch schon so manchen Neu-Spieler eher gelähmt hat. Als SL muss man vermutlich lernen Personen einzuschätzen und zu erkennen wann man sehr viel und wann sehr wenig Beschränkungen einsetzen muss.


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Allgemeines / Re: Handwedeln = Interpretieren?
« am: 12. Oktober 2013, 20:45:44 »
Und um kurz das Eingangsthema des Threads zu erweitern: Warum ist es eigentlich gerade im Rollenspiel so, dass Leute bewusst handwedeln und somit die in diesem Hobby oftmals sehr umfangreichen Regeln nur als "Richtlinien" begreifen?

Das hat so einige Gründe. Leider ist keiner davon gut.

Vor allem würde ich es der Tatsache verschulden, dass niemand Rollenspiel erklärt/beigebracht bekommt, sondern das immer nur aus anderen Spielrunden aufschnappt. Einige schlechte Gewohnheiten und falsche Auffassungen sickern dann halt so durch. Man kann das ein wenig damit vergleichen wie die meisten Leute "Monopoly" falsch spielen. (ab 0:52)

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Na gut, dass solche Diskussionen und Probleme in jedem Forum früher oder später zu Tage treten, heißt ja noch nicht, dass man für die konkrete Situation keine gangbare Lösung finden kann.
Was ist denn eigentlich die "konkrete Situation"?

Eine "akut verschlechterte" Situation kann ich gegenüber der bei Gründung dieses Forums nicht erkennen.

Mit konkreter Situation meinte ich dieses Forum mit eben genau den Namen und Leuten, die hier präsent sind und schreiben. Denn man kann sicherlich darüber philosophieren dass man keine allumfassende Lösung für *jede* schlechte Stimmung in einem Forum finden kann, aber ich möchte halt auf dieses konkrete Forum mit seiner tatsächlichen Geschichte und den wirklichen Teilnehmern zu sprechen kommen. Also weg vom Abstrakten und Quasi-Philosophischem.

Dass die Stimmung nicht *schlechter* geworden ist, kann man sicherlich so sehen. Aber dass die Stimmung, deshalb *gut* sein muss und keine Veränderung oder sogar Verbesserung benötigt, würde ich mit Sicherheit nicht so unterschreiben.

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Es geht einfach nur darum schwierige, weil zu spitz und zu aggressiv formulierte Beiträge zu erkennen und den Verfassern Feedback zu geben, ohne sie öffentlich bloß zu stellen.
Aber braucht es dazu denn überhaupt einen Moderator?

Das kann doch JEDER Forenteilnehmer direkt und selbst mittels PN an den Verfasser eines ihm aufgefallenen Beitrages machen.

Und ich würde erwarten, daß in der überwiegenden Mehrzahl aller Fälle ein freundlicher Hinweis auf einen zu aggressiv rüberkommenden Beitrag eben auch mit entsprechender Bearbeitung des Beitrages beantwortet wird.

Augenscheinlich ist dafür in der Tat ein Moderator von Nöten, denn sonst würde es ja keine Leute geben, die diese Argumentation verfolgen würden.

Ich finde es auch eher schwierig zu sagen, dass sich jeder Nutzer selbst darum zu kümmern habe, seine Ansprüche an einen angemessenen Umgangston seinem Diskussionspartner mitzuteilen. Etwa per PM.

Wenn ich in eine neue Rollenspielrunde komme, und mir dann z.B. irgendwelche "Scherze" aufgrund meiner vermeintlichen Herkunft anhören muss, würde ich mir die eine oder andere spitzzüngige Retourkutsche vielleicht nicht verkneifen können, aber ich würde keine Zeit damit vergeuden solchen Leuten zu erklären, warum sie bestimmte Kommentare zu unterlassen haben. Zum einen ist es nicht meine Aufgabe andere erwachsene Menschen zu erziehen - wer es jenseits seines Elternhauses nicht kapiert, dass bestimmte Umgangsformen unter aller Sau sind, der wird durch meine Standpauke keine Erleuchtung erleben - und zum anderen ist mir meine Zeit einfach zu schade verzogene und sozial inkompetente Nerds wachzurütteln. Sei es nun digital oder analog.

Das ist ja alles Freizeit hier. Wenn mir Leute nicht mehr passen, dann meide ich sie. Und wenn die einzige Möglichkeit sie zu meiden die ist, dass ich bestimmte Foren nicht mehr frequentiere, dann ist mir das in vielen Fällen kein großes Opfer gewesen.

Das soll jetzt gar nicht heißen, dass die Diskussion hier und die Überlegungen, was sich gemeinsam besser machen lässt, aus meiner Sicht überflüssig wären. Ich finde es gut, dass wir uns hier gerade gemeinsam Gedanken machen. Aber ein wenig Perspektive - dass Tonfall und von manchen empfundene Unfreundlichkeit eben kein spezifisches Problem des rsp-blogs-Forums ist - tut glaube ich auch gut.

Na gut, dass solche Diskussionen und Probleme in jedem Forum früher oder später zu Tage treten, heißt ja noch nicht, dass man für die konkrete Situation keine gangbare Lösung finden kann.

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Ich glaube auch nicht das bei den mitunter elementar verschiedenen Sicht- und Diskussionsweisen sowie eine Moderation in der Form eines Schlichter möglich ist. Selbst wenn man dort einen entsprechend ausgebildete, empathische, kompetente Person findet die von allen Betroffenen akzeptiert bzw. anerkannt wird und welche die Aufgabe übernehmen möchte.
Am Ende steckt einer oder beide zurück und es drückt auf die Stimmung. Ob man nun einen verspannten Hintern hat oder nicht mehr richtig anpacken kann.

Ich sehe das Ganze weit weniger schwierig. Eine effektive Moderation sollte meiner Meinung nach nicht erst einsetzen, wenn sich zwei Streithähne gekabbelt haben. Es geht ja eben gerade nicht darum, dass einer "einsteckt", sich entschuldigen muss oder sonst irgendwelche öffentlichen Gesten gemacht werden.

Es geht einfach nur darum schwierige, weil zu spitz und zu aggressiv formulierte Beiträge zu erkennen und den Verfassern Feedback zu geben, ohne sie öffentlich bloß zu stellen. Es geht darum mal kurz daran zu erinnern, dass das Ziel einer Diskussion in einem solchen Forum nicht "sich durchsetzen" sein kann. Ich möchte gerne glauben, dass wir schreiben, bloggen und diskutieren weil wir uns einen Wissensgewinn und Erkenntnisgewinn davon versprechen, und nicht weil wir Leute missionieren, belehren oder für ihre Spielvorlieben beschämen wollen.

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Aktiv auf jeden Fall. Und wenn nach wiederholter Einwirkung keine Erkenntnisse ersichtlich sind, dann hart, bis hin zur Verbannung.

Ich denke über solche Dinge sollte man erst sprechen, wenn die Notwendigkeit besteht. Sich jetzt schon "Sanktionen" ausmalen, halte ich für immens verfrüht. Und selbst wenn es hier irgendwann eine Moderations-Präsenz geben sollte, würde ich mir wünschen mit diesen Fragen erst zu beschäftigen, wenn die Situation das erfordert.

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Und welche Konsequenzen leiten wir daraus für uns ab?

Der unbequeme und auch nicht unbedingt beliebte Schritt zur Moderation. Wenn Leute einem Forum schon fern bleiben, weil die Stimmung nicht einladend ist, dann ist eine aktive Moderatoren-präsenz mehr als überfällig.

Ich würde aber Rogers Vorschlag einer "harten" Moderation widersprechen wollen. Aktiv und involviert, ja. Aber eine Moderation sollte primär vermittelnd, also moderierend, und weniger strafend auftreten. Ich setze einfach mal voraus, dass wir alle reif genug sind und kein authoritäres Gehampele benötigen, um unsere Beiträge entgegenkommender und diskursfördernder zu formulieren.

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Was hier passiert, ist für mich "Ja, gibts auch noch, schau ich mal rein. Wenn einer der bekannten Trolle mal wieder seinen Schiss reinwirft, antworte ich nicht mehr"

So empfinde ich das auch zunehmend.

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