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Nachrichten - BoyScout

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Ich glaube, bei mir ist das sogar tagesformabhängig. :D
Aber ich finde, nachfragen, wenn man irgendwo zu Besuch ist, muss sein.

Zitat
ADD: Es gibt mehr regionale Unterschiede als Ost-West, Stadt-Land. Nordhessen und Realhessen reichen ja schon. Oder Brandenburg und Münsterland. In Wiesbaden lebt man auch eher wie in Trier als in Stuttgart usw. usf. Ach ja und Baden und Schwaben, huhuhui, das macht gewaltige Unterschiede.
Da hast du natürlich Recht, aber es ist ja auch in Ordnung, wenn's vielfältig ist.

2
Schuhe, echt ein Hassthema. gouhl hat den deutschen Wohnungsknigge perfekt zitiert.
a) grundsätzlich hat man sich für seine Füße zu schämen. Hausschuhe zum verstecken? lächerlich. b) außerdem sind hier alle von ihren "Willst-du-dir-den-Tod-holen?" - Omis (wahlweise ältere Nachbarinnen, wie meine kürzlich) nachhaltig und generationenübergreifend geschädigt (brain damage). Immer Schuhe an, dann Angst vor Käsefüßen (Vorsicht, möglicher ZUSAMMENHANG!). Nur, weil die Barfuß im Schnee von Polen bis Duisburg laufen mussten, haben jetzt alle anderen darunter zu leiden. Bis Berlin war es halt nicht so weit, vielleicht ging das noch ohne Schuhe. Ist für mich die plausibelste Erklärung.
Das die "ab-6-Monaten-hat-mein-Kind-Schuhe (größe 1/4)-zu-tragen"-Eltern damit sowohl die Anfälligkeit, als auch den Fehlwuchs zementieren, ist denen sicher nicht mal klar. c) grundsätzlich ist die Verschmutzung im Ballungszentrum ziemlich groß, der Schmutz ist also auch in der Wohnung => Schuhe anlassen / am besten ABC-Anzug.

p.S: ist definitiv ein Dorf vs. Großstadt Ding (wie die meisten von Settembrinis Hypothesen hier, imho).

3
Wenn sich einer hinsetzt und dann sagt, "jetz mache ich mal voll sandboxig!", dann will ich schon bei dem nichtmehr Spieler sein.
Dir kann man es vrmtl. auch sowieso nicht recht machen. Immerhin beschäftigen sich die Leute wieder mit offeneren Spielweisen, das ist ja schonmal was. Ja, "wieder", denn der Begriff "normal spielen" fällt hier zwar ständig, aber zumindest in der Zeit zwischen 90er bis Mitte 2000er war das wohl eher die Ausahme. Ich fürchte, man kann da die DSA-Leitlinie (die hauptsächlich darauf abzielte vorgekautes Spielweltmaterial und vorgekaute Abenteuer zu verkaufen) gar nicht unterschätzen.

4
Es ist jetzt schon länger her, dass ich mich in ein Setting wirklich eingelesen habe (selbst bei meinem Lieblingssetting Iron Kingdoms lese ich immer nur die Abschnitte, die ich gerade brauche). Ich habe seit neustem hier Symbaroum herumliegen aber blättere nur eher lustlos drin herum. Gerade mein PDF pile of shame wird auch immer größer (aber am PC kann ich auch nicht lesen).
Unsere Spielrunden versuchen ständig, sich gemeinsam in ein Setting einzulesen, aber durch einzelne Verweigerungen kommt es auch da nie dazu.

Ich denke, es hat viele Gründe und Leitstil ist nur einer. Warum schaffen es auch viele Spieler nicht?
Es kann ja auch Übersättigung sein. Wenn man erst mal hinter das Hochglanz Artwork-Blendwerk schaut, unterscheiden sich die RPG Settings nun auch nicht großartig voneinander oder von dem, was man vor 20 Jahren gelesen hat.

Außerdem hat sich auch die Art geändert, wie wir Informationen aufnehmen und ein Buch ist evtl. für bestimmte Dinge nicht immer die effektivste Methode!

p.S.
Geogprahie und Geschichte brauche ich im RPG wegen Kontext. Es kommt eben besser rüber, wenn ein Dungeon, eine Stadt oder ganze Kultur nicht als Insel existiert, sondern sich zeitlich-räumlich nachvollziehbar entwickelt hat.
Viel zu wenig Settings legen wert auf eine geographische Geschichte. Ich nutze für mein eigenes Setting z.b. Kartenwerke aus verschiedenen Epochen mit Kulturen, die in der Spielgegenwart gar nicht mehr existieren.
Auf der anderen Seite: Ich bin auch Langzeitspieler, sogar kurze Kampagnen dauern bei uns 1-2 Jahre. Mit diesen Settinghopper-Kampagnen kann ich nicht so viel anfangen und da braucht man auch nicht so viele Infos.

5
Es heißt ja nicht umsonst Subkultur. Und die trägt (oder versteckt) man auch im Alltag. Ich kenne niemanden persönlich, der Tagsüber ein Karriere Networker mit Killerinstinkt ist und danach beim Spielabend die Krawatte ablegt und ins RPG abtaucht. Es gibt höchstens noch den tragischen Fall von Leuten, die irgendwann meinen, sich "entscheiden" zu müssen, zwischen Hobby/Subkultur und den "wichtigen Dingen" (wie Rasenmähen, Rente sichern und Rotariertreffen).
Das sind nach meiner Erfahrung einfach zwei völlig inkompatible Parallelwelten.

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Deutsch / Antw:The Dark Eye ... und die US-Rezeption
« am: 24. August 2017, 19:08:46 »
wow, Ulisses hat ja einen richtigen Feldzug geplant.

7
Wobei ich mir da langsam ne Geschichtsstunde zu wünschen würde.
Die Erkenntnisse, die aus der Auseinandersetzung mit ARS, Forge, DSA & Cthulhu, xErz/SchErz, Cinematik, ... hervorgegangen sind, haben zwar ihre Wirkung entfaltet, ABER: Das gerät aktuell wieder in Vergessenheit. Und das finde ich schlimm.

Aussagen wie "wenn ihr Spaß habt, macht ihrs richtig" ... stimmen zwar, aber die Tipps, wenn's nicht läuft sind - vom Mindset her - teilweise schon wieder von vorgestern. Es hilft auch nicht, dass z.T. nicht mehr erkannt wird, dass "Spaß" sich aus Quellen und Spielinteressen speißt. Laws (so verkürzt und beschränkt die doch wichtigen Erkenntnisse waren) wird auch oft nicht mehr gekonnt.
Ja, das ist schade. Man darf auch nicht vergessen, wie flüchtig Informationen im Internet sind (nein, es ist nicht so, dass alles was ins Netz kommt, für immer da bleibt, in ein paar Jahrzehnten wird das alles weg sein). Das müsste man also eigentlich mal zusammentragen.

Jüngere User erreicht man über YT ja ziemlich gut. Da müsste man sich halt anpassen. Macht in Deutschland ja keiner. Im englischsprachigen Raum gibt's ja die RPG Brigade, wo GMs von annodazumal den jungen Leuten helfen, wie man RPG spielt.
Hier müssen die das z.b. über dern Nerdpol selbst tun, und da kommen häufig ganz gruselige Ergebnisse heraus, wo man auch wieder sieht, dass nichts aus der deutschen Community jemals in großer Breite ins Real-Life an Neueinsteiger getragen wurde.

 

8
Vielleicht in diesem Thread nicht richtig aufgehoben, aber ich habe da eine Frage: Wie grenzt Ihr (BoyScout/Sette) eigentlich ARS-artiges Spiel von OSR-artigem Spiel ab? Mir fehlt da nämlich irgendwie was. Vielleicht isses auch egal.
Die Frage hatte ich mir damals auch gestellt, aber ich kenne mich mit ARS schlussendlich zu wenig aus, um mir anzumaßen, das beantworten zu können. Es waren schon die oberflächlichen Konzepte, die damals überzeugt haben.
OSR setzt ja einen seeeeehr großen Fokus auf "GM fiat", weit über alle Instanzen hinweg (also auch über die festen Vereinbarungen zwischen den Spielern und GM, Würfelergebnisse etc.). Bei OSR ist der GM das System, er benutzt das nicht nur. Das kommunizieren die Designer und Grognards auch offen so.
ARS SCHEINT mir einen stärkeren Fokus auf Regeleinhaltung zu legen, das ginge dann eher Richtung New-School.

Ich hab mich letztens noch gewundert, dass ein Mitspieler immer noch die Begriffe SchErz und ARS benutzt hat, als es um Spielvorlieben ging. Der Nachhall des ARS-Impacts ist also definitiv noch da, aber wie ich schon mutmaßte, wirkte der sich ausschließlich auf Online-User aus. Die ganzen Analog-Spieler, die außer SPON nichts vom Internet kennen, die wissen gar nicht, was die letzten 20 Jahre im RPG passiert ist.


Einen Podcast über das Thema fände ich SEHR spannend. Zumal ich auch Podcasts aufmerksam hören kann, während ich etwas anderes tue. Das ist beim Lesen schwieriger.
System-Matters scheint mir da echt ein guter Ansprechpartner zu sein.

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mmh, nein, ich kann auch keine (mehr?) anhängen.

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@Vermi:
keine Ahnung, ich fühl' mich irgendwie angesprochen. Also, es geht den Cineasten (Cinematen, whatever) imho darum, wie Settembrini schon schrieb, bestimmte Momente zu erzeugen. Das widerspricht sich ja nicht mit der selbst erspielten Handlung.
Die Handlung, die dann hinten rauskommt, ist dann halt nur öde und repetitiv. So, wie ein John Woo Film eben. Es geht also nicht darum, dass Darth Vader diesmal nur der Schwippschwager von Luke ist, sondern den Moment wie im Film nachzuerleben (nicht den Inhalt). Nur versuchen die das dann mit der Schwippschwager-Variante und wundern sich dann, dass es scheiße ist (...und suchen den Fehler in den Spielregeln).

Unsere Runden spielen mittlerweile immer ergebnis- und stiloffen. Das frustet z.b. unseren Solomon Kane Spielleiter, der mal ne richtige comicartige Sword&Sorcery Runde leiten wollte. Nur spielt halt jeder auf Effektivität anstatt auf Style. Wäre es letzteres, wär's immer nur eine Wiederholung von dem, was man schonmal irgendwo gesehen hat (Szene XY im Film Z war doch cool, dass will ich jetzt auch im RPG haben).

Ich stehe schon auf Pulp Fiction, hab' aber erkannt, dass Style-over-Substance gar keine langen Kampagnen trägt, weil sich nach ein paar Spielabenden alles wiederholt. In One-Shots ist sowas aber gut aufgehoben.


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@topic:
Wirklich schön auf den Punkt gebracht. Dieses Zuspielen, Nachspielen - oder Abarbeiten - deckt sich im Großen und Ganzen mit meinen Beobachtungen, wobei ich nicht ausschließen will, dass es irgendwo da draußen auch RPGler gibt, die "Storygames", wie JollyOrc beschreibt, nur als alternatives Ressourcenmanagement sehen.

Diese Rule of Cool und die cinematische Herangehensweise ist ja auch nur eine von vielen Ansprüchen. Wir hatten kürzlich eine ähnliche Unterhaltung in der Spielrunde. Ich meinte, ich kenne hauptsächlich drei Arten von Rollenspielern: Die einen wollen lieber einen Kinofilm sehen,
die anderen wollen lieber ein Buch lesen,
und die Dritten wollen eigentlich ein Brettspiel spielen.
Aber keiner will das machen, worin RPG gut ist.

Ich hab mich auch lange zeit "kaputtgesucht", um diese Widersprüche zusammenzubringen und kann mich da ganz gut reinversetzen. Das ist wie bei Surfern auf der Suche nach der perfekten Welle, die nicht kommt oder nur einmal und dann nie wieder. Wer "schon immer geil" gespielt hat (natürlich, wie immer, alle hier), kann das natürlich nicht nachvollziehen. Man versucht alles, um diese Situationen zu "konstruieren" oder zu wiederholen, die Hälfte des Hobbies läuft außerhalb des Spiels ab (z.B. in Foren) nur wirklich spielen, das tut man nicht mehr.
ARS mich da schon ein Stück weitergebracht (ich kann nicht mehr sagen, ob das parallel oder nacheinander zu der OSR-crowd ablief), um nicht mehr in den falschen Ecken zu suchen.
Jetzt habe ich diese Ansprüche einfach gar nicht mehr, die anderswo sowieso besser bedient werden.

p.S. Ich nutze Klischees noch gerne als Set-Up (für Charaktere, Abenteuereinstiege, Settings), dadurch kommen wir einfach besser ins Spiel, aber in welche Richtung das dann geht, kann keiner sagen (das bestimmen zum Guten Teil ja auch die Zufallsergebnisse).

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@Andreas(RPGnosis)
Naja, diese Standardprovoziertricks (Pauschalaussagen mit Ab-/Aufwertung, Sich bei Kritik etwas doof stellen, Um den heißen Brei reden, auf Fragen zu Gesagten auf das Gesagte verweisen etc.) kennt man doch spätestens seit den großen Flamewars. Die meisten Leute gehen damit nur nicht hausieren. Der erfahrene User ignoriert das also besser.

Allerdings ist eine echte Unterhaltung totz Behauptung ja offenbar nicht gewollt und man muss die Beiträge ein bisschen sezieren, aber dann gäbe es ja zumindest noch eine interessante Beobachtung zu diskutieren:
 
Denn ist es nicht schon so, dass vrmtl. die Meisten (egal wo!) über die Schiene SR/DSA......... Earthdawn/Midgard ins Hobby gekommen sind und sich ab dort eigentlich kaum etwas ändert (man kann auch Savage Worlds wie DSA spielen)? Entspricht auch meiner Erfahrung. Ist das so, wenn ja, warum?
Und Gruselgeschichten abseits von RPG zum Gruppenzwang "vom Dorf", hier vor allem Münsterland (sicher auch überall), kenne ich auch zur Genüge. Auch die sicher weit verbreitete schaffe-schaffe-Häuslebaue- und Geiz-ist-Geil-Mentalität unserer ach so tollen Leistungsträger ist ja auch nichts Neues. Oder stimmt das alles nicht?
Überraschend an der ganzen Chose ist doch nur, dass Settembrini (sorry für 3. Person) das jetzt erst auffällt.

Also, persönliche Perspektiven finde ich schon interessant (man muss sie ja nicht gleich alle für voll nehmen).

MEINE Beobachtung ist zumindest, das jegliche Auseinandersetzung mit RPG ausschließlich im Netz stattfindet. Bei den Spielenden kommt das überhaupt nicht an. Und dann scheitern die Runden an den trivialsten Dingen. Mir ist letztens erst wieder erschreckend klar geworden, mit welcher selbstverständlichen Arroganz manche Leute ihre RPG-Konventionen in jede Runde und jedes System tragen (hier hält man Traglast nach? Nää, mach' ich nich'! - Also fürs Regeln lesen ist doch wohl der SL zuständig - Der SL hat immer Recht etc.) und sich wirklich überhaupt nicht anpassen können.

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Alter Spalter, ob das nun nötig war sei mal dahin gestellt. Ich fühle mich aber auch nicht angesprochen. Ein paar Beobachtungen in begrenzten Bereichen des Westens (tm) kann ich ehrlicherweise schon nachvollziehen, mir fehlt allerdings auch der Vergleich zum Prä-Mauerfall-Berlin. Es wird wohl aber eher so sein wie überall, das zum großen Teil die gleichen, ängstlichen Arschgeigen herumlaufen, auch in Westberlin.
Den Konformitätsvorwurf kann ich auch halbwegs verstehen, das liegt aber wohl eher an der Gleichgültigkeit (uns geht's ja "gut"), es erfordert eben den geringsten Aufwand, alles hinzunehmen, und daher sind die meisten auch eher unpolitisch und gerade eben NICHT politisch.

Im Ruhrpott - was jetzt auch nicht gerade repräsentativ für D ist - war (ist?) das eher so, dass kaum jemand das Bedürfnis hatte, sich gegenüber anderen zu profilieren. Das sah man auch an der Mode, die hatte man halt an, damit man nicht nackt war. In Berlin springen einem die Clowns ja heute noch aus jeder Seitengasse an. Man hat sich auch meistens in Ruhe gelassen, zwischen Oberhausen und Dortmund gibt so viele unterschiedliche Menschen auf so engem Raum, da wäre man ja nie am Kiosk angekommen, wenn man mit jedem den Schwanzvergleich gemacht hätte und sich jede Lebensgeschichte hätte anhören müssen.
Die Unauffälligkeit muss also nicht zwingend Konformität sein, sondern kann auch Bescheidenheit sein. Also kein Bock auf Fußball, Verein, Rauchen, oder Mitsaufen? Du magst kein Punk und der andere kein HipHop? Das war hier doch scheißegal, wir hatten so viele Möglichkeiten, da fanden wir schon was, was zusammen Spaß machte. RPG und Tabletops z.b.

Die Systemwahl war am Anfang zwar tatsächlich überschaubar, aber wir hatten ja alle auch noch Dutzende andere Interessen, man hatte also gar nicht die Zeit in jedem Hobby alles zu kennen, was es gab.

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RSP-Karneval / Antw:Ruinen [Juni 2017]
« am: 30. Juni 2017, 15:01:05 »
auf den letzte Drücker mein Beitrag zum Thema

hoch ist gut:
http://hochistgut.blogspot.de/2017/06/rsp-blogs-karneval-jun-2017-ruinen-als.html

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cool, würde ich wohl einbauen, wenn ich mal zu einem Layout-Update komme :P