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XP fair vergeben

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BoyScout:
Gut, also eigentlich auch in keinster Weise objektiv (was ich auch nicht erwarte). Ich werde ihn mal am Mi damit konfrontieren.


--- Zitat von: teylen ---Man fragt den Spieler was der Charakter in der Nacht gelernt hat.
--- Ende Zitat ---
Oh, das gefällt mir besonders gut. Nicht aus XP Gründen, aber allein die Idee ist gut.
Aber vielleicht steckt in diesem "Fragen und Antworten" der Schlüssel zu besserer Nachvollziehbarkeit. Man müsste sich noch weitere Fragen überlegen, die auch dem Spieler helfen besser in den Charakter zu kommen.

Andreas (RPGnosis):
Wir haben Anfang letzten Jahres zum XP-Thema eine Folge gemacht: http://www.sphaerengefluester.de/archives/415.

Kurzgefasst würde ich sagen, die Frage "wie viele" ist sinnlos, wenn nicht vorher geklärt ist, was XP im gespielten System darstellen sollen, also ob man sie dramatisch, gamistisch oder simulationistisch interpretiert. Wirft man alles zusammen, ist man meiner Erfahrung nach bei der undifferenzierten irgendwie-nach-Gefühl-doch-immer-ähnlich-viel-Vergabe. Wurde viel gekämpft, kam das Charakterspiel kürzer. Wurde viel Charakterspiel betrieben, gibt's dafür keine Kampfpunkte. Jagt man nur dem Plot hinterher, hinkt eher die Atmosphäre und so weiter.

Es gibt für dieses Problem keine gute Lösung; will man seine Spieler nicht "erziehen", müsste man jedem separat XP nach seinem eigenen Geschmack und seinen persönlichen "Leistungen" geben - dem Powergamer für seinen tollen Build, der alle Kämpfe reißt, dem Method Actor für seinen fünfzehnseitigen Hintergrund, den er in jeden Spielabend einzubringen versucht etc. - und am Ende bekommen dann doch alle wieder dieselben Punkte.

Für mein eigenes System habe ich mich von der Idee einer "objektiven" Vergabe von EP ganz verabschiedet. Es gibt einen Sockelbetrag an EP, der quasi für Spielzeit, Anwesenheit und Aktivität vergeben wird, und dann willkürlich Boni je nach Engagement von Charakter und Spieler. Die Boniquellen sind dabei recht variabel - das kann ein spannender (oder auch sehr kurzer) Kampf sein, besonders sehenswerte Darstellung, Lösung eines Rätsels oder Abenteuerabschnitts, aber auch das Produzieren neuer Probleme oder Folgeabenteuer.

Letztlich führt, denke ich, kein Weg an "frei Schnauze" vorbei. Exactness is a Fake.
Sinnvoll ist aber, das Thema mal mit der Gruppe zu besprechen und dabei auf einen Kompromiss zu kommen, bei dem jeder vertretene Spielstil auch zu den XP was beitragen kann.

BoyScout:
@Teylen: spielt ihr nWod oder oWoD?


@Andreas:
urks, ein PodCast. Weiss du ungefähr ab wieviele Minuten es um die Bemessung geht?

ich halte die dreiteilung der XP nicht für nötig, um sie festzulegen. Man muss sich nur einig werden und diese Punkte sollen dann nachvollziehbar sein.

Man kann einfach sagen:
- 1XP gibts für gutes Rollenspiel
- 1XP gibts für jedes tote Monster
- 1XP gibts für jedes eingelöste Flag
überhaupt kein Problem, völlig egal, was die XP da darstellen. Würde ich jetzt nur Dramakriterien angeben, wären die genauso willkürlich. Manche sind gegensätzlich, das stimmt, daß kann aber auch innerhalb der "Dreifaltigkeit" gegensätzlich sein.

Das Problem liegt in der Nachvollziehbarkeit. Ein Spieler von mir erwartet, daß ich objektive Kriterien angebe, macht aber selber keine anderen Vorschläge als "Kapitel beenden" oder "Action am Spielabend".

die einzigen nachvollziehbaren Kriterien, de ich kenne sind
- Anwesenheit
- Spielzeit
und keines davon bezieht sich auf Abenteuerinhalte. kennt ihr noch welche? Vor allem mit Abenteuerbezug?




--- Zitat von: Andreas(SG) ---Für mein eigenes System habe ich mich von der Idee einer "objektiven" Vergabe von EP ganz verabschiedet. Es gibt einen Sockelbetrag an EP, der quasi für Spielzeit, Anwesenheit und Aktivität vergeben wird, und dann willkürlich Boni je nach Engagement von Charakter und Spieler
--- Ende Zitat ---
Das mache ich ganz genauso. Aber vielleicht kennst du diese Art von Testspieler, die immer was auszusetzen haben, aber selber keine Lösung kennen.

Teylen:

--- Zitat von: BoyScout am 06. Januar 2012, 12:24:34 ---@Teylen: spielt ihr nWod oder oWoD?
--- Ende Zitat ---
oWoD


--- Zitat ---die einzigen nachvollziehbaren Kriterien, de ich kenne sind
- Anwesenheit
- Spielzeit
und keines davon bezieht sich auf Abenteuerinhalte. kennt ihr noch welche? Vor allem mit Abenteuerbezug?
--- Ende Zitat ---
- Handlungen (Vernichtete Monster, angepflanzte Pflanzen, Erfolg gegen Wahrscheinlichkeit X erzielt)
- Geloeste Quest
Wie bei Computerspielen der Fall. Setzt allerdings in Bezug auf Quest vorraus das es solche gibt.

BoyScout:
mmh. ich glaube mein Mitspieler spielt auch oWoD

- Handlungen zählen, da hast du Recht. Führt aber bei manchen Powergamern zu unschönem Verhalten. Werden tote Monster gezählt, werden konsequent alle "Nicht Monster töten Szenen" ausgelassen.

- gelöste Quest kann sehr schwammig sein. Vor allem, wenn man offen spielt und es keinen wirklichen Anfang und Ende gibt. Ausserdem gängelt es die Spieler. Zuletzt hatten wie ein Dilemma als Konflikt. Die Spieler kamen auf die glorreiche Idee, sich herauszuhalten. Theoretisch hätt ich 0XP geben müssen.

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