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Also ich beschimpfe dich ausschließlich wegen deiner Rabaukenhaare.

Dann muss ich dafür wieder was tun ... die sind ganz schön langweilig gerade.
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Diskussion und Kommentare / Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Letzter Beitrag von Athair am Gestern um 21:53:41 »
@Althair: Metaebene/Verhandlung. Das halte ich - auch nachdem ich jetzt nochmal wieder in deutlich traditionelleren Runden gesessen habe - für eine Illusion. Es gibt im Rollenspiel eine Ebene "Was will mein Charakter erreichen" und eine Ebene "Regeln, die ich dazu beachten muss". [...]

Und die Spielrealität wird im "klassischen Spiel" auch verhandelt, nur eben sehr ineffektiv, da man sich das nicht eingesteht und deshalb zumeist die Frageform wählt:
Ich glaube wir meinen nicht das Gleiche. Da kann ich dir nämlich (ggf. bis auf unwichtige Details) zustimmen.

Momentan hab ich nur ne (teilweise unpassende) Analogie/Assoziation:
Der Schauspieler nimmt auch Einfluss auf das Theaterstück/Drehbuch. Manchmal sogar erheblich. Auch indem er Passagen schreibt/umschreibt. Trotzdem agiert er nicht regelmäßig in der Autoren- bzw. Regierolle sondern nur regelmäßig zwischen Schauspieler am Set und gespielter Rolle.

So wie sich mir das "cinematische Spiel" im auslösenden Blogbeitrag darstellt wird da aber gefordert: Der Spieler soll nur in seiner Rolle und als Schauspieler am Set auftreten UND er soll gleichzeitig Mitregiesseur sein. Und das geht nicht zur selben Zeit. 
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Vielleicht, weil das als Häresie wahrgenommen wurde? Weil ich die Grenzen des für die entsprechende In-Group einfach so überschritten habe? Ich weiß es nicht.

Also ich beschimpfe dich ausschließlich wegen deiner Rabaukenhaare.
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Also erstmal fühle ich mich natürlich geehrt, namentlich in deinem Beitrag erwähnt zu werden. Nach dem Pen&Podcast-Beitrag schon wieder? Ich fühle mich ungewohnt wahrgenommen :)
Inwieweit wir allerdings spielerisch auseinandergedriftet sind, weiß ich nicht so recht zu beurteilen: Wir sind ja vor allem erstmal räumlich getrennt. Und ich habe die Vermutung, dass ich Traveller bei dir durchaus mögen würde. Aber das ist natürlich jetzt sehr schwer zu überprüfen :)

Zu deiner Annahme

Zitat
Annahme: Viele Leute meinen, wenn sie von “rule of cool” und “Story” sprechen Dinge aus Film + Fernsehen.

hat JollyOrc ja schon etwas gesagt. Ich habe auch Zweifel an dieser Annahme. Rule of Cool lasse ich mal weg: Schon weil ich da sicherlich alles andere als ein echter Freund von diesem Gedanken bin. Für mich sind Würfel am Tisch dazu da, dass Klischee zu brechen: Das geht nur, wenn der Wurf auch eine Bedeutung hat. Rule of Cool verstehe ich so, dass sie "über" dem Wurf steht oder diesen ersetzt. Ich finde mich eher in "Say Yes! or roll the dice" wieder.

Im Ergebnis arbeitet - aber das hat JollyOrc ja schon schön herausgearbeitet - Rollenspiel IMMER mit Klischees. Denn ein Klischee transportiert eine Menge Information, die man nicht erzählen muss. Diese Informationskomprimierung nutzt jedes erzählende Medium: Buch, Film, Serie, schon das griechische Drama. Wir rekombinieren eigentlich nur immer wieder neu. Aber was unterscheidet denn nun mein Spiel von "deinem"? Sicherlich, dass ich von Fantasy im Moment einfach maximal gelangweilt bin. Und ich auch die "Missionsstruktur" nicht mehr sehen kann, die D&D und Shadowrun zu eigen ist. Auch Heldenreise muss verdammt gut gemacht sein, damit ich das ertrage ("The Ill-made Knight" z.B. ist verdammt gut). Das führt dazu, dass die persönliche Ebene für mich einfach spannender ist. Ein Kampf um des Kampfes willen: Gerne, als Brettspiel. Im Rollenspiel brauche ich für den Kampf eine Bedeutungsaufladung durch die persönliche Ebene, damit ich interessiert bin.  Ich will wissen, warum jemand etwas tut, welche Opfer er bringt um zu gewinnen, nicht wie viele Liter Blut er verliert.

Um es mal in Serien auszudrücken: "Berlin Station" ist für mich spannender als "Mission Impossible". Diese Interessen erfordern m.E. einfach andere Werkzeuge. D&D kann das nicht, was ich gerade spielen möchte; soll das nicht können. Aber es gibt Werkzeuge die können das. Und das Zeug spiele ich dann. Und das ist dann ein deutlich anderer Spaß als D&D3 damals. Verhält sich aber zu DVD-gucken so wie sich D&D3 zu den Conanfilmen mit Arnold verhält: Man erkennt schon was wieder, aber ist doch deutlich was anderes. Im Idealfall auch besser.

@Althair: Metaebene/Verhandlung. Das halte ich - auch nachdem ich jetzt nochmal wieder in deutlich traditionelleren Runden gesessen habe - für eine Illusion. Es gibt im Rollenspiel eine Ebene "Was will mein Charakter erreichen" und eine Ebene "Regeln, die ich dazu beachten muss". Ob du jetzt ein Feat mit begrenzt häufiger Nutzung aktivierst, ein Magic-Item mit 1/day, einen Zauberspruch oder einen Fatepunkt - du tust auf der Regelebene, was du (als Spieler) für sinnvoll erachtest, damit der PC die gewünschte Aussicht auf Erfolg hat. Zählt der Paladin die Zahl der Smites? Oder der Spieler? Konvertiert der Kleriker seine "Turn Undeads" in etwas anderes, oder der Spieler? In welcher Perspektive befindet man sich, wenn man seine Spellslots vor der Rast belegt? IC? Wohl nicht, wenn dem Spieler klar sein muss, dass jetzt gleich der Bossgegner kommt, weil es schon spät ist.

Und die Spielrealität wird im "klassischen Spiel" auch verhandelt, nur eben sehr ineffektiv, da man sich das nicht eingesteht und deshalb zumeist die Frageform wählt: "Ist da etwas, wo ich mich verstecken kann?" "Reicht der Schatten, um mich zu verstecken?" "Gibt mir die Säule Deckung?" "Ist der Boden glatt genug, dass ich einen Sturmangriff machen kann?" Das sind auch "Verhandlungen" mit dem SL zur Gestaltung der Realität und der Anwendung der Regeln. Der Spieler meldet seinen Wunsch an (ich will mich verstecken) und verhandelt mit dem SL, wo auf der Karte das geht. Davon ist nix IC und es verschlingt (weil man ja "Fragen" muss) unglaublich viel Zeit und wirkt gegenüber "verteilten Erzählrechten" sehr ungelenk - bei zumeist identischem Ergebnis. In meinen besten Runden finden diese Verhandlungen nonverbal statt und stören daher das Spielgeschehen nicht. Hat man das mal erlernt, merkt man erst, wie großartig das ist.
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RSP-Karneval / Antw:Western in anderen Genres [August 2017]
« Letzter Beitrag von Athair am Gestern um 18:35:18 »
... hmm. Das stimmt v.a. wenn wir über Glorantha reden.
Wenn wir über die RQ-Renaissance (Renaissance, Mythras, OpneQuest, ...) reden, sieht es schon wieder anders aus.
Aber Verbindendes und Trennendes zwischen den UK und den US gibt es viel. Auch beim Western-Thema.
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Deutsch / Antw:Kaiser-Retro-Box
« Letzter Beitrag von Athair am Gestern um 18:17:05 »
Ich werde berichten.
Yeah!
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Ich wollte gerade nach 7. See & Co. fragen!
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Diskussion und Kommentare / Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Letzter Beitrag von Athair am Gestern um 16:37:46 »
... ich glaube ja, dass die "Rule of Cool", wenn sie zum Spielprinzip erhoben wird, nicht funktioniert.
Denn was cool ist entscheidet jede.r selbst. Frag mal bei nem Film die Zuschauer, was sie daran toll fanden.

Deswegen kann die "rule of cool" im RSP nicht Verhandlungssache sein, sondern genau eine Person entscheidet, was jetzt gerade (punktuell!) cool ist. Und die anderen müssen das schlucken. Wer entscheidet, was gerade cool ist, ist egal. Wenn Bedarf besteht die coole Handlung nachzujustieren, dann geht es ohne Metaebene nicht mehr. Fällt nicht weiter auf, wenn das nur 2-3 Sätze braucht. Da kann man direkt weiterspielen. Meist braucht es aber mehr. (Deswegen nutzen Story Games auch die Metaebene viel und häufig. In Bezug auf Cinematik sind "ins Spiel einauchen" und "Storybau" ebenfalls häufig getrennt. Was natürlich zu Lasten von emergentem Spiel geht. Fiasco, dessen Name bei runway61 fallen gelassen wurde, funktioniert genau so. PbtA geht da nen ganz anderen Weg. Auch auch das löst nicht das ursprüngliche Problem.)


Ergänzung:
Erfahrungen mit 7th Sea 2nd (Sind nicht meine, bin aber vorhin drauf gestoßen.)
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Deutsch / Antw:Kaiser-Retro-Box
« Letzter Beitrag von oliof am Gestern um 15:43:25 »
Ich werde berichten.
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