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Naja, gerade hast Du wieder drüber geredet  8). Und die Publikationen gehören dazu. Ich bin aber durch die Jurorentätigkeit auch nochmal erneute gegen die deutschen Schreiberlinge aufgebracht worden.

Egal, ich weiß was mir wichtig ist, und das mache ich. Wer helfen will, ist herzlich eingeladen. Für brauchen Machetenartikel (wie z. B. Das uhrzeigersinnige Observatorium!) zum Lichten des Wacknesswaldes!
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Ob es sich wirklich lohnt über "die Szene" zu reden, weiß ich hingegen nicht. Meine Szene ändert sich täglich durch Leute die ich online neu kennenlerne, oder solche die mir entweder nix mehr zu bieten haben oder sich aus irgendwelchen Gründen zurückziehen (dabei nerven mich am meisten die, die dann ihre blogs löschen, ich mache mir immer häufiger direkt digitale Kopien, damit ich nicht, wenn ich dann später mal sone Idee die ich irgendwo gesehen habe, nicht mehr vorhanden ist).
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Über die Szene und das drumherum lohnt noch zu reden, über das spielen selbst, da habe ich die Hoffnung auf Einsicht durch Texte lesen verloren. Deswegen meine Idee zum Let's Play, aber das ist in de rakutellen Konstellation nicht zielführend. Wenn aber mal einer eins machen will, als SL stehe ich zur Verfügung. Eine der Ideen war, daß ich auch ein VLOG zum vorbereiten des ABs mache und dann die Leute das let's Play dazu angucken können.
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Ich merke auch, das ich irgendwann in den letzten zwei Jahren eigentlich komplett das Interesse verloren habe, über Rollenspiel online zu diskutieren. Es sei denn, es geht konkret um Spielbares oder Inspirerendes.

Ich behaupte, dass alle anderen Diskussionen auch schlicht nichts bringen. Die Einsicht, dass verschiedene Leute verschiedene Dinge mögen ist im Grunde so trivial, dass sie unnötig ist.

Das ist ja auch das, was mich im Endeffekt zur OSR-Szene zieht, ohne dass ich mich mit dem Gros der Haltung oder Themen verwandt fühle: Die Themenbeiträge dort sind in der Regel Spielinhalte und konkrete Ideen, wie diese verwendet werden können.

Selbst wenn ich dann kein Interesse an noch einem Dungeoncrawl habe, so kann ich das als Ideensteinbruch betrachten und für mich Dinge herausziehen.
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@kirilow: Jo, bin in Berlin

Ich habe ja Rollenspiel von den konformistischen Arzt- und Akademiker-Kindern gelernt, die darin ihre Ausbrüche aus der Konformität eingepackt haben, aber dann doch eben im Rahmen von DSA, Midgardismen (MERS, Cthulhu, Paranoia, Marvel Super Heroes hat die alle überfordert; Traveller ging, GURPS war beliebt weil man das auch alleine machen konnte, Shopping nach Punkten für Nerds) ... und dann habe ich irgendwie den Weg in eine ruhrpott-inspirierte Gruppe gefunden (Gastspielleiter kam regelmäßig, der Gastgeber war Geburtsberliner; hier tun sich unerwartet Parallelen auf ...), und dann so Rollenspiel-Vereins-Kram wo es so ähnlich war wie von Sette beschrieben: Es gab System-Spezialisten, die aber auch irgendwie verklemmt waren, wenns mal um was neues ging; aber ein paar hatten sich da doch gefunden um verschiedene Dinge auszuprobieren -- und dann war der Verein nicht mehr nötig.

An der Uni dann neue Bekanntschaften und Freunde, und dann Stadtwechsel nach Hamburg: Katastrophe. Es war quasi unmöglich, vor Ort sinnvolle Leute kennenzulernen, das ging dann irgendwie damals schon nur über das Internet. Als es mich später in die Schweiz verschlug, war das wenigstens gleich meine Anlaufstelle, auch wenn ich zuerst (mal wieder) den Fehler machte in eine sehr etablierte Runde einzusteigen,die mich als Störfaktor in ihren doch immer gleichen Spiel-Abenden wahrgenommen haben; einer blieb aber übrig, wieder mit mehr Offenheit und Interesse, und einer fundierten aber nicht fundamentalistischen Meinung. Da ging dann viel, und ich vermisse das heute.

In Berlin hatte ich dann Freunde aus dem Internet, die mit mir spielen wollten, aber auch an dieser Stelle wieder ein, zwei Umwege, bis es für mich passte und rund lief; und das eine oder andere hat sich dann leider doch zerschlagen, obwohl es gut anlief. Wenn ich in die Einschlägigen Gruppen auf sozialen Medien schaue, kommen da Leute mit sehr genauen Vorstellungen, wie ihre Runde zu Laufen hat, und suchen aber SPIELLEITER dafür, und ich frage mich immer, wie die sich das vorstellen. Als SL ist man doch mehr als Spielabenderfüllungsgehilfe?

Also ja, die Provinz ist Provinziell. Aber die Provinz ist längst nach Berlin gezogen, und Gentrifikation verändert eben auch die Rollenspielszene (ich bin ja selbst so ein Gentrifizierer, also disse ich mich hier höchstens selbst).

Worauf will ich eigentlich hinaus? Ach, ich glaube Sturgeon's Law gilt hier eben auch, und dann ist es eine Frage des Blickwinkels, welche 90% des Hobby man für Scheiß hält. Aber das ist nu auch nix neues.

Jetzt habe ich vergessen worauf ich hinaus wollte. Vielleicht: Es ist meiner Meinung nach absolut unangemessen jemanden dafür anzumachen, dass er mal mit ein bißchen innerer Reflexion seine eigene Historie aufarbeitet, und dann noch sagt: Hey, ich hab begriffen, das ich lange Zeit die falschen Erwartungen hatte, und hier ist wo sie herkamen: ...; wie sonst will man was über die anderen (und dabei natürlich sich selbst) lernen?

Ich merke auch, das ich irgendwann in den letzten zwei Jahren eigentlich komplett das Interesse verloren habe, über Rollenspiel online zu diskutieren. Es sei denn, es geht konkret um Spielbares oder Inspirerendes. Ist mein Spiel deswegen konform und provinzieller Mief? Ich bin eingebildet genug zu behaupten: Nein.
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Hier in der Gegend (Provinz) ist es eine durchaus gängige Rollenspiel-Biographie, dass auf einem Stützpunkt vor der Tür Ami-Soldaten D&D gespielt haben und man da dann irgendwie reingeraten ist. In den 80ern/90ern.
In meiner alten Heimat (Dorf) war das Heroquest-Brettspiel das höchste der Gefühle.
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Wo ich was zu schreiben könnte, wäre zum Thema "Jungschar" und "Zeltlager".
Denn da gabs das, was es an "Hobbykram" so gab: Dorf des Grauens, Heroquest, Abenteuerspielbücher/EinsamerWolf ... und Warhammer. (Da hat es heut noch einen Anker: Mit Beyond the Wall, UltraQuest, die unfasslichen Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen und anderen.)

Ja, in den US-Biographien sind Boy Scouts, band Camp und Militärzeit ganz oft ntesive D&D-Phasen gewesen. Daß das ab und an in D auch so war, finde ich toll. Aber beim US-Militär z.B. ist das Auftreten von Gamern viel, viel häufiger. Zehnerpotenzen, will ich mal sagen. Wobei das auch anders sein mag, mitlerweile.
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... krass. Ich versteh von alledem nur sehr sehr wenig.
Die Berlin-Geschichte kann ich - als fremde Welt - irgendwie nachempfinden. Die Antworten von Andreas oder +12vsMentalDamage kaum noch. Obwohl ich das vielleicht eher müsste. Ich überleg mal ... wo das herkommt.


Wo ich was zu schreiben könnte, wäre zum Thema "Jungschar" und "Zeltlager".
Denn da gabs das, was es an "Hobbykram" so gab: Dorf des Grauens, Heroquest, Abenteuerspielbücher/EinsamerWolf ... und Warhammer. (Da hat es heut noch einen Anker: Mit Beyond the Wall, UltraQuest, die unfasslichen Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen und anderen.)

Magic-Kram war eher ein Schulphänomen.


Vereinskram gabs hier zwar nicht wenig, aber da war (wie im religiösen Bereich) immer viel Konkurrenz. Mit dem Ergebnis, dass der Druck irgendwo mitzumachen eher partikular war.
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So groß wie die Szene ist, scheint es mir heutzutage schon non-konformistisch, überhaupt Rollenspiel zu betreiben... dass innerhalb derselben eher konservativ gespielt wird, hängt mAn vor allem damit zusammen, dass der gemeine in-den-80ern-und-90ern-wild-und-non-konform-Nerd heute einfach die 30 schon lange überschritten hat, manchmal auch die 40 oder gar 50. Da hat man sich in der Regel einfach im Leben (und damit auch im Rollenspiel) halbwegs eingerichtet - und die Pflege des Hobbies an sich ist bereits mehr anti als die meisten.
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