Autor Thema: Warum gibt es so viel Verständnis und Entschuldigung für schlechte Spielleiter?  (Gelesen 460 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Settembrini

  • Moderator
  • *****
  • Beiträge: 647
  • AK20 des Guten Geschmacks
    • Profil anzeigen
Warum?
Ich verstehe es nicht.

Offline JollyOrc

  • masochistischer Teflonbilly und Attention Whore
  • Laudry Files
  • *
  • Beiträge: 48
    • Profil anzeigen
    • Orkpiraten!
wenn es Anfänger sind (und im Zweifel für den Angeklagten), dann verzeihe ich Leuten eben diese Unerfahrenheit. Da haue ich halt nicht gleich drauf, schließlich will ich Leute nicht unbedingt vergraulen. Und ich habe etliche Leute erlebt, die mit viel Idealismus komplett unspielbaren Unsinn verzapft haben, dann aber auch gelernt und sich verbessert haben.

Wer allerdings uneinsichtig ist bzw. solchen Mist schon seit Jahren/Jahrzehnten verzapft - nö, da muss ich nicht mehr Verständnis für aufbringen. Aber wie anfangs gesagt: Bei Leuten, die ich noch nicht kenne, gilt erst einmal die Unschuldsvermutung, und ich haue erst hinterher drauf, nicht gleich.

Offline Settembrini

  • Moderator
  • *****
  • Beiträge: 647
  • AK20 des Guten Geschmacks
    • Profil anzeigen
Ja, da hast Du Recht mit dem Welpenschutz.
Ich meine ja vor allem diese Wagenburgen um das Railroading von Leuten die schon mindestens Zehn Jahre Online sind. Warum?
Warum erzeugt Spielerfreiheit soviel Feindseligkeit? Was haben die denn zu verlieren?

Offline JollyOrc

  • masochistischer Teflonbilly und Attention Whore
  • Laudry Files
  • *
  • Beiträge: 48
    • Profil anzeigen
    • Orkpiraten!
Ich habe keine Ahnung. So überhaupt nicht.

Halt, nein, doch: Es gibt Leute (auch auf Spielerseite), die Railroading toll finden. Und die fühlen sich halt auf den Schlips getreten und persönlich angegriffen, wenn das jemand anders sieht.

Full disclosure: Es gibt Momente, wo ich über Schienen im Abenteuer gar nicht mal meckere. Spielefreiheit erfordert ja auch Arbeit auf Spielerseite, und nicht immer habe ich die Energie dazu. Wenn ich also mal etwas müde oder noch nicht in Stimmung in der Runde sitze, und gerade mal nicht die Arbeit machen will, dann setze ich mich halt erstmal in den Zug und schaue, wann wo was tolles kommt. An der Stelle kann ich dann ja immer noch aussteigen und mein Spielerfreiheitsding machen.

Aber wie mein Vater immer zu sagen pflegt: "Silke (meine Mutter), Dein Geschmack ist nicht das Maß aller Dinge!"

Offline Zornhau

  • Blogger
  • ****
  • Beiträge: 984
  • Freßt NAPALM!
    • Profil anzeigen
    • Zornhau schreibt ...
Schlechte Spielleiter sind SCHLECHT. Das sollte und das MUSS man ihnen auch direkt sagen, denn nur so bekommen sie das notwendige Feedback, um daran zu arbeiten und besser zu werden. Werden sie nicht besser, dann bleiben sie SCHLECHT und somit eine Schande für das Hobby.

Anfänger im Spielleiten erhalten natürlich eine zeitlang Nachsicht, aber auch hier ist unmißverständliche Rückmeldung zu ihrem Spielleiten angezeigt, daß sie nicht lange Anfänger bleiben, sondern dazulernen.

Offline Infernal Teddy

  • Blogger
  • ****
  • Beiträge: 241
  • I'm from the FUTURE!
    • Profil anzeigen
    • Neue Abenteuer
Keiner von uns ist die Sonne um die alles kreist.

Offline Settembrini

  • Moderator
  • *****
  • Beiträge: 647
  • AK20 des Guten Geschmacks
    • Profil anzeigen
Genau, und vor allem nicht die miesen Spieleiter, die sich da im Kreiswichsen üben.
« Letzte Änderung: 30. Januar 2017, 21:28:41 von Settembrini »

Offline Infernal Teddy

  • Blogger
  • ****
  • Beiträge: 241
  • I'm from the FUTURE!
    • Profil anzeigen
    • Neue Abenteuer
Oder die hiesigen Besserspieler ;)

Offline Settembrini

  • Moderator
  • *****
  • Beiträge: 647
  • AK20 des Guten Geschmacks
    • Profil anzeigen
Ach hör doch auf. Da ist doch ein Unterschied zwischen normal spielen und alle am Tisch langweilen. Keiner ist perfekt, aber lahme Enten bleiben lahme Enten.

Warst Du mal auf ner Westdeutschen Convention? Weißt Du wie hoch die Chance ist, nen Spacken als SL zu haben?
« Letzte Änderung: 30. Januar 2017, 21:28:26 von Settembrini »

Offline Infernal Teddy

  • Blogger
  • ****
  • Beiträge: 241
  • I'm from the FUTURE!
    • Profil anzeigen
    • Neue Abenteuer
Ach hör doch auf. Da ist doch ein Unterschied zwischen normal spielen und alle am Tisch langweilen. Keiner ist perfekt, aber lahme Enten bleiben lahme Enten.

Warst Du mal auf ner Westdeutschen Convention? Weißt Du wie hoch die Chance ist, nen Spacken als SL zu haben?

Südwestlich, ja. Aber da ist die lösung ganz einfach: Spiele nicht DSA oder Shadowrun ;)

Ich will ja nicht abstreiten das es mehr als genug schlechte Spielleiter gibt, aber das würde ich nicht am Spielstil festmachen, das ist davon völlig unabhängig.

Offline JollyOrc

  • masochistischer Teflonbilly und Attention Whore
  • Laudry Files
  • *
  • Beiträge: 48
    • Profil anzeigen
    • Orkpiraten!
Warst Du mal auf ner Westdeutschen Convention? Weißt Du wie hoch die Chance ist, nen Spacken als SL zu haben?

seit 1997 auf eigentlich fast jedem Nordcon gewesen. Dabei glaube ich nur zwei mal gespielt... Nicht direkt Spacken, aber schon seltsam. :)

Offline Greifenklaue

  • Blogger
  • ****
  • Beiträge: 1.228
    • Profil anzeigen
    • http://greifenklaue.wordpress.com/
Ich dachte, solche Conerlebnisse braucht man, um sich einzunorden ...

Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass im Tanelorn nicht der SL berichtet, sondern ein unerfahrender Spieler, der vielleicht einiges durcheinander würfelt? Aber wenn es so sein sollte, wie es geschrieben steht, ist das totaler Käse. 20 leere Dungeonräume sind wirklich langweilig. Wobei ich nicht weiß, ob das im Original so ist {also das Heftchen ne Mitschuld trifft, Du scheinst es zu kennen?} oder er hat Kämpfe so in einem Nebensatz erwähnt. Vielleicht meint er mit leer = keine tiefergehenden Details?
Gewürfelt - nicht gedreht !!!

Greifenklaue Blog - Podcast - Zine

Offline Pyromancer

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 144
    • Profil anzeigen
Es gibt schlechte SLs und es gibt schlechte Spieler. Langfristig hocken die meistens zusammen. Von daher hält sich da mein Mitleid gemeinhin in Grenzen.

Offline Athair

  • Blogger
  • ****
  • Beiträge: 254
    • Profil anzeigen
Was haben die denn zu verlieren?
Dazu fällt mir ein:
  • Das Gefühl tolle SL und/oder Spieler zu sein. (Also ihr Gesicht.)
  • Und: Die vermeintliche Credibility jahre-/jahrzehntelanger Erfahrung.
  • Wahrscheinlich auch den Glauben an die SL-Tipps, die sie in u.a. Pegasus-Cthulhu/DSA bzw. in der entsprechenden Spieltradition gelernt haben oder glauben gelernt zu haben.

Eigentlich ist das schon ziemlich viel.
Effektiv wird ihr (vermeitliches) Können entwertet.


Nachbemerkung:
Railroading & Co. sind ja nicht per se böse. Wenn eine SL/eine Gruppe wirklich begriffen hat, was es ist, kann ja so ne teilinteraktive Märchenerzählung durchaus als Rollenspielersatz funktionieren. Wobei sich schon ein bißchen die Frage stellt, ob man tatsächlich die Werkzeuge des Rollenspiels braucht, um diese Art von Show/Erzählung zu bekommen.

Ergänzung: Grundsätzlich finde ich schlechte SL nicht schlimm - wenn sie es nicht besser wissen. Andererseits erwarte ich schon, dass sie jederzeit bereit und fähig sind Kritik anzunehmen. Kritikverweigerung oder die Unfähigkeit Unzufriedenheit am Spieltisch zu bemerken nehme ich dagegen übel.
... Antworten auf falsche Fragen sind sinnlos.


Zur ZauberFerne.

Offline viral

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 29
    • Profil anzeigen
    • Anonymous Henchmen
Weil vielleicht bis auf Extremfälle oft vieles geschmacksbedingt ist und somit klassisches Schwarz-Weiß denken nicht so viel bringt. Es gibt eben Leute die Spielen und/oder Leiten einfach nicht so, wie es mir gefällt bzw. meinen Erwartungen entspricht.

Ich finde Wrestling und deutsche Krimiproduktionen auch langweilig ... aber beides hat eine große Fangemeinde ... wenn es den Leuten Spass macht, sollen sie halt.

Es gibt auch haufenweise schlechte Hobby-Bands, deren Fangemeinden aus Freunden bestehen ... wenn sie dran Spaß haben, will ich ihnen das nicht madig machen ... aber Kohle kriegen sie von mir auch nicht.

Nur sollte man einfach wissen, auf was man sich einlässt. Was aus meiner Sicht schlecht ist, sind SLs die einfach nicht klar sagen, wie ihre Runde läuft. Blöd, wenn man das als Spieler erst während dem Spiel rausfindet und es disjunkt ist mit den eigenen Erwartungen. Entsprechend können auch Erfahrungen auf Cons sein ... da zwar viel bla bla zum Szenario kund getan wird, aber meist nix dazu gesagt wird, wie geleitet wird. Und für sowas hab ich auch kein Verständnis bzw. auch keine Toleranz. Da bin ich auch dann so frei und gehe dann einfach ...