Autor Thema: Warum gibt es so viel Verständnis und Entschuldigung für schlechte Spielleiter?  (Gelesen 356 mal)

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Offline Skyrock

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Was haben die denn zu verlieren?
Dazu fällt mir ein:
  • Das Gefühl tolle SL und/oder Spieler zu sein. (Also ihr Gesicht.)
  • Und: Die vermeintliche Credibility jahre-/jahrzehntelanger Erfahrung.
  • Wahrscheinlich auch den Glauben an die SL-Tipps, die sie in u.a. Pegasus-Cthulhu/DSA bzw. in der entsprechenden Spieltradition gelernt haben oder glauben gelernt zu haben.

Eigentlich ist das schon ziemlich viel.
Effektiv wird ihr (vermeitliches) Können entwertet.
Dies. Es ist einfach kognitive Dissonanz, da ein über Jahre aufgebautes und starkes Selbstbild auf widersprechende Fakten trifft. Die Abwehrreaktion darauf ist, die widersprechenden Fakten in einer Art und Weise wahrzunehmen die das Selbstbild nicht angreifen kann (Strohmann etc.) und damit das eigene Selbstbild intakt zu halten.

Hier ist ein sehr guter Blogeintrag von Scott Adams zu dem Thema: http://blog.dilbert.com/post/156857834926/sam-harris-induces-cognitive-dissonance-in-ben

Offline oliof

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Wie oben schon angemerkt: Es gibt genug Spieler, die glauben das das so muß. Ich habe auf Cons, sowie bei Spielern an meinem offenen Tisch wiederholt Verhaltensweisen erlebt, die genau einen Schlechten SL mit Railroading-Methode entweder antizipieren in dem sie ihre SC-Aktivitäten gleich von vornherein entwerten (Morbus DSA), oder sich zutode planen (Morbus ShadowRun), oder sich durch Albernheiten am Rande des eigentlichen Spielinhaltes auf eigene Art unterhalten (Morbus Taschenlampenfallenlasser). Wenn, wie Pyro es oben sagt, schlechte SL und solche Spieler sich zusammenfinden, gibt es keine Dissonanz, und alle sind ... nicht unglücklich, irgendwie.

Offline Settembrini

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Als Beobachtung auf jeden Fall überzeugend. Normativ kann man da aber unterschiedliche Schlüsse ziehen.