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Uhrwerk-Verlag gibt Insolvenz bekannt.

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Blechpirat:
https://www.uhrwerk-verlag.de/uhrwerk-verlag-gibt-insolvenz-bekannt/

Das lese ich mit größtem Bedauern.

Zornhau:
Das ist wirklich schade.

Aber wie kann es sein, daß eine Zahlungsunfähigkeit "nicht voraussehbar" und "überraschend" eintritt?
Wenn bei mir Ebbe auf dem Konto ist, dann merke ich das ja nicht erst, wenn gar nichts mehr drauf ist.

Belchion:

--- Zitat von: Zornhau am 04. Juni 2019, 15:09:40 ---Aber wie kann es sein, daß eine Zahlungsunfähigkeit "nicht voraussehbar" und "überraschend" eintritt? Wenn bei mir Ebbe auf dem Konto ist, dann merke ich das ja nicht erst, wenn gar nichts mehr drauf ist.
--- Ende Zitat ---
Nun ja, Insolvenz heißt ja nicht, dass nichts auf dem Konto ist. Es heißt, dass du deine Rechnungen nicht pünktlich bezahlen kannst. So etwas kann durchaus unerwartet passieren: Eine fest eingeplante Einnahme verspätet sich (oder fällt sogar aus), während eine unerwartete Ausgabe das Budget zusätzlich belastet. Wenn du ohnehin knapp kalkuliert hast, kannst du damit so weit ins Minus rutschen, dass du aus eigener Kraft nicht mehr rauskommst.

Skyrock:

--- Zitat von: Zornhau am 04. Juni 2019, 15:09:40 ---Aber wie kann es sein, daß eine Zahlungsunfähigkeit "nicht voraussehbar" und "überraschend" eintritt?
Wenn bei mir Ebbe auf dem Konto ist, dann merke ich das ja nicht erst, wenn gar nichts mehr drauf ist.

--- Ende Zitat ---
Die Zugänge (Lohn) und Abgänge (Miete, Versicherungen etc.) bei Arbeitnehmern sind regelmäßig und berechenbar. Und selbst da verschaukelt es manchen wenn "plötzlich" "überraschend" die halbjährliche Kfz-Versicherung fällig ist, oder eine andere den Turnus von monatlich auf zweimonatlich umstellt.

Unternehmer haben hingegen oft Geld auf dem Konto, mit weiten, asynchronen Abständen zwischen Eingang und Ausgang, über das sie laut Papier frei verfügen können, das aber tatsächlich schon für Fiskus/Lieferanten/Abschreibungen verplant ist. Die Möglichkeiten, da den Überblick zu verlieren und Geld auszugeben, das man de facto gar nicht hat, sind zahlreich und werden in der freien Wirtschaft auch reichlich ausgenutzt.

Insolvenz heißt ja erst einmal nur, dass Uhrwerk nicht genug liquide Mittel hat um seine laufenden Forderungen zu bedienen, nicht unbedingt dass das Unternehmen auch in Konkurs geht. (Wobei ein Rollenspielverlag im Verhältnis zum Kapital nicht sonderlich viel Anlagevermögen und Produkte zum verflüssigen haben wird, um frisches Schmieröl in den laufenden Betrieb einzubringen.)

Greifenklaue:

--- Zitat von: Zornhau am 04. Juni 2019, 15:09:40 ---Das ist wirklich schade.

Aber wie kann es sein, daß eine Zahlungsunfähigkeit "nicht voraussehbar" und "überraschend" eintritt?
Wenn bei mir Ebbe auf dem Konto ist, dann merke ich das ja nicht erst, wenn gar nichts mehr drauf ist.

--- Ende Zitat ---

Im Podcast zu Nerds-gegen-Stephan mit der F&S-Verlagschefin wird die KNV-Pleite erwähnt, die auch einige RPG-Verläge erwischte (Mantikore hat z.B. einige Projekte abbrechen müssen) und F&S erstmal nicht. Vielleicht weht daher der Wind? 

-> https://dernerdigetrashtalk.podigee.io/18-phantastikverlag 

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