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Sonstiges => Spielleiten => Thema gestartet von: Norbert am 30. Januar 2011, 14:26:47

Titel: Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Norbert am 30. Januar 2011, 14:26:47
Jörgs Artikel zum Thema Relationship Maps (http://forum.rsp-blogs.de/index.php/topic,24.0.html) stellt eine einfache Methode vor, wie man potentielle Konflikte und "Drama" ins Rollenspiel trägt, ohne irgendwas am Regelwerk verändern zu müssen.

Eine einfache, kleinere Variante der R-Map ist das Conflict Sheet. Der Hintergrund: Für die Spieler ist das Charakterblatt (bzw. dessen Inhalt) eine Möglichkeit zur Improvisation. Für den SL macht das Conflict Sheet das gleiche. Während auf dem Charakterblatt Werte stehen, finden sich auf dem C-Sheet wichtige NSCs und ihre Meinung zu bestimmten Themen und Personen.

Das ist der ganze Trick.
Mir gefallen C-Sheets mittlerweile besser als R-Maps, weil ich mir die ganze Zauberei mit den Linien und Querverbindungen sparen kann.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Joerg.D am 30. Januar 2011, 16:37:13
Ein Beispiel wäre nicht schlecht!
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Der Oger am 30. Januar 2011, 17:03:36
Ich mach es eigentlich grundsätzlich so, das ich mir beim Planen Gedanken zu den wichtigsten Fraktionen und deren Reibungspunkte mache. Was mir dann immer noch wichtig ist: Genauer die Pläne und Zeitabläufe festzulegen, und dann die Konflikte auch unabhängig von den Spielern weiter abzuspulen.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Norbert am 30. Januar 2011, 17:15:23
Ein Beispiel wäre nicht schlecht!

Gerne ;)
Das ganze war übrigens ebenfalls in Bankueis Flag Framing-Artikel zu finden und lautete damals so:

Zitat
Your Conflict Sheet

Take a sheet of paper, down the left side, write down the names of the PC's and their Flags, relationships, etc. Down the right side, write down the NPCs and their needs/wants, flags, relationships, etc. Also include a little bit of personality bits to have in mind. The players use their characters to help them improvise during play, you will use your Conflict Sheet.

Those of you experienced in this kind of play will recognize that this serves exactly the same purpose as Sorcerer's Relationship Maps or Dogs in the Vineyard's Towns.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Joerg.D am 30. Januar 2011, 18:43:39
Also ein Beispiele zu C-Webs gibt es jede Menge aber einen Conflict Sheet kenne ich nicht.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: BoyScout am 30. Januar 2011, 19:51:44
ich erinnere mich an den Abschnitt aus dem Artikel.

also man nimmt ein Stück papier ... und dann... schreibt man etwas darauf ... mit einem ... Stift. Ja genau. Und das heisst dann Conflict Sheet. Ich war damals schon schwer beeindruckt. Ungefär so wie vom Adventure Funnel.


Ernsthaft: Davon abgesehen, daß es grundsätzlich gut ist, sich Notizen zu machen, egal welchen tollen Namen man dem stück Bierdeckel gibt, mache ich das für NCSs abgesehen vom Namen nicht mehr. Ich kann mich beim Leiten nämlich nicht auf die Notizen zur Persönlichkeit konzentrieren. Entweder habe ich schon eine Vorstellung vom NSCs (meistens) oder denke mir eine aus (zur Not ändere ich sie ab) oder schaue VOR dem Spielabend auf die Unterlagen., aber spontan Begriffe von Charaktermerkmalen einbauen wie Regieanweisungen kann ich nicht. Alles schon versucht.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Norbert am 31. Januar 2011, 13:18:13
Also ein Beispiele zu C-Webs gibt es jede Menge aber einen Conflict Sheet kenne ich nicht.

Du hast doch hier auch nen Artikel zum Thema Conflict Webs reingestellt. Das Original stammt aus der Feder von Bankuei. Und genau derselbe Verfasser hat auch was zum Thema C-Sheets geschrieben.

also man nimmt ein Stück papier ... und dann... schreibt man etwas darauf ... mit einem ... Stift. Ja genau. Und das heisst dann Conflict Sheet. Ich war damals schon schwer beeindruckt. Ungefär so wie vom Adventure Funnel.

Ob jemand beeindruckt ist oder nicht, ist natürlich was ganz Persönliches. Mir haben sowohl die C-Webs, als auch Doc Rotwangs Funnel geholfen. Weniger, weil sie Neues vorstellen, sondern weil sie mir Bekanntes übersichtlich machen.

Zitat
Ernsthaft: Davon abgesehen, daß es grundsätzlich gut ist, sich Notizen zu machen, egal welchen tollen Namen man dem stück Bierdeckel gibt, mache ich das für NCSs abgesehen vom Namen nicht mehr. Ich kann mich beim Leiten nämlich nicht auf die Notizen zur Persönlichkeit konzentrieren. Entweder habe ich schon eine Vorstellung vom NSCs (meistens) oder denke mir eine aus (zur Not ändere ich sie ab) oder schaue VOR dem Spielabend auf die Unterlagen.

Das mache ich meistens genauso. Aber ich finde C-Sheets trotzdem hilfreich, vor allem, wenn sich irgendwas Wichtiges beim NSC ändert. Das kommt dann aufs Blatt, und fertig ist die "Buchhaltung".

Zitat
aber spontan Begriffe von Charaktermerkmalen einbauen wie Regieanweisungen kann ich nicht. Alles schon versucht.

Was meinst du mit "spontan Begriffe von Charaktermerkmalen einbauen wie Regieanweisungen"? Verstehe ich nicht.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: BoyScout am 31. Januar 2011, 15:42:41
die C-Webs haben mir auch geholfen (auch wenn ich sie eigentlich nie exzessiv eingesetzt habe), aber zum "conflict sheet" steht nur: "Nimm dir ein Blatt Papier und schreib verdammt nochmal ein paar Stichwörter zu deinen NSCs auf".
Und ich werde das auch weiterhin nicht "conflict sheet" nennen. Das sind SL-Notizen und gut. Und das waren sie auch schon vor den "conflict sheets".

@regieanweisungen: Damit meine ich: Man sitzt als SL da und einem fehlen die Charaktereigenschaften, weil man sich vorher keine Gedanken gemacht hat oder vor dem Spielabend nicht in die Unterlagen geschaut hat.
Stattdessen hat man den "conflict sheet" für die schnelle Hilfe mitten im Spiel. Dort steht dann ein mehr oder weniger fertiges Konzept des NSCs, mit Motivation, Charaktereigenschaften und so weiter, daß man nun eben schnell konsistent im Spiel umsetzten muss. Das sind für mich zu viele Infos auf einmal. Manche können das.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Norbert am 31. Januar 2011, 15:58:05
die C-Webs haben mir auch geholfen (auch wenn ich sie eigentlich nie exzessiv eingesetzt habe), aber zum "conflict sheet" steht nur: "Nimm dir ein Blatt Papier und schreib verdammt nochmal ein paar Stichwörter zu deinen NSCs auf".
Und ich werde das auch weiterhin nicht "conflict sheet" nennen. Das sind SL-Notizen und gut. Und das waren sie auch schon vor den "conflict sheets".

Das kannst du ja handhaben wie du das magst... aber ich bestehe darauf, daß C-Sheets eben nicht "ein paar Stichwörter und SL-Notizen" sind. "SL-Notizen" kannst du nämlich alles nennen, was der SL sich notiert, das hilft keinem.

Bankuei ist da schon relativ spezifisch, wenn er sagt: Blatt Papier, auf der linken Seite die Spielercharaktere, ihre FLAGS, ihre Beziehungen... auf der rechten Seite die NSC, deren FLAGS, Beziehungen und Persönlichkeit... wichtig sind vor allem die Flags, würde ich sagen. Und sowohl SC, als auch NSC auf einem einzigen Blatt und mit diesen Details zu haben, macht die C-Sheets aus.

Zitat
@regieanweisungen: Damit meine ich: Man sitzt als SL da und einem fehlen die Charaktereigenschaften, weil man sich vorher keine Gedanken gemacht hat oder vor dem Spielabend nicht in die Unterlagen geschaut hat.
Stattdessen hat man den "conflict sheet" für die schnelle Hilfe mitten im Spiel. Dort steht dann ein mehr oder weniger fertiges Konzept des NSCs, mit Motivation, Charaktereigenschaften und so weiter, daß man nun eben schnell konsistent im Spiel umsetzten muss. Das sind für mich zu viele Infos auf einmal.

Aber... du brauchst sie doch nicht draufzuschreiben, wenn du nicht willst?
Nochmal, die beiden wichtigsten Punkte bei den C-Sheets sind die Übersichtlichkeit (alles auf einem "SL-Charakterblatt") und die Aufzählung der Flags aller beteiligten Charaktere.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: BoyScout am 31. Januar 2011, 16:31:06
gut, was steht denn noch drauf?
Kann man sie denn "NSC Notizen" nennen oder ist das zu altmodisch ;)  ?
Wenn das so spezifisch ist, wenn ich die SC Namen jetzt rechts schreibe: Ist das dann noch ein conflict sheet oder etwas völlig anderes?

Übersichtliche Notizen sind eine gute Sache. Aber ich würde daraus jetzt kein goldenes Kalb machen.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Joerg.D am 31. Januar 2011, 18:27:38
Zitat
Du hast doch hier auch nen Artikel zum Thema Conflict Webs reingestellt. Das Original stammt aus der Feder von Bankuei.

Mir ist schon klar wer Bankuei ist, schließlich haben Harald und ich seine Texte recht bewusst ins Deutsche übertragen und ich in der Übertragung zum Flag Framing auf seinen seinem Blog verlinkt. Trotzdem kannte ich die Conflict Sheets nicht und wenn ich die Anleitung lese, dann sind sie eigentlich nichts anders als Spickzettel.

Mir ist schon das Flag Framing zu simpel, weil es zu wenig Weltenengine beinhaltet und zu viel Improvisation, wo Simulation besser wäre. Allerdings bin ich auch dermaßen von Reign geprägt, dass ich wohl nicht anderes mehr bringe.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Blechpirat am 31. Januar 2011, 18:43:36
Zitat
Du hast doch hier auch nen Artikel zum Thema Conflict Webs reingestellt. Das Original stammt aus der Feder von Bankuei.

Mir ist schon klar wer Bankuei ist, schließlich haben Harald und ich seine Texte recht bewusst ins Deutsche übertragen und ich in der Übertragung zum Flag Framing auf seinen seinem Blog verlinkt.
Hast du dazu mal einen Link?
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Joerg.D am 31. Januar 2011, 20:42:31
Guck in meinen Artikel, da ist es verlinkt.
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: Norbert am 31. Januar 2011, 21:34:53
Mir ist schon klar wer Bankuei ist, schließlich haben Harald und ich seine Texte recht bewusst ins Deutsche übertragen und ich in der Übertragung zum Flag Framing auf seinen seinem Blog verlinkt.

Moment mal, ich habe ja auch nicht behauptet, daß du nicht wüßtest, wer er ist...

Zitat
Trotzdem kannte ich die Conflict Sheets nicht und wenn ich die Anleitung lese, dann sind sie eigentlich nichts anders als Spickzettel.

Natürlich, so wie ALLES im Rollenspiel. Charakterblätter sind auch nur Spickzettel für den Spieler. Ein ausreichender Grund für mich als SL, auch einen zu haben.

Zitat
Mir ist schon das Flag Framing zu simpel, weil es zu wenig Weltenengine beinhaltet und zu viel Improvisation, wo Simulation besser wäre. Allerdings bin ich auch dermaßen von Reign geprägt, dass ich wohl nicht anderes mehr bringe.

Das habe ich mir fast gedacht ;)
Mir reicht das tatsächlich; aber darin unterscheiden wir beide uns halt ;)
Titel: Re:Conflict Sheets: die kleine Variante zu R-Maps
Beitrag von: BoyScout am 01. Februar 2011, 12:42:05
Flag Framing halte ich in der Tat für sinnvoll, weil sie etwas vorschlagen, daß man normalerweise NICHT macht: Sich als Spieler Gedanken machen, was man mit seinem Charakter erleben will. Ich glaube ausserhalb dieses Flag Framing Hinweises machen das nur die wenigsten Runden wirklich konkret.

Zitat von: Norbert
Natürlich, so wie ALLES im Rollenspiel. Charakterblätter sind auch nur Spickzettel für den Spieler. Ein ausreichender Grund für mich als SL, auch einen zu haben.
Es hindert dich auch niemand daran einen zu haben. Stell dir vor, es gäbe keine "conflict sheets", dann wärst du da völlig aufgeschmissen ;)