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Nachrichten - Blechpirat

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FYI: Syltvanas ist ein Drache.

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@Blechpirat:
Ich spiele Rollenspiele, um von all den (für mich langweiligen) Klischees wegzukommen. Ich ertrage ja auch fast keine DVDs (oder Netflix) mehr. All die Dinge, die mich schon als Kind aufgeregt haben im Fernsehen ("NERV und die müssen sich dann verlieben usw. usf.") das ist alles so durchschaubar und tausendmal gesehen, das ödet mich echt an.

Alle Klischees ziehen mich aus dem genuß einer echten anderen Welt beizuwohnen. Deswegen mag ich vor allem Sachen, die auf die reale Welt bezogen sind. The Wire mal als Paradebeipsiel. Fremdes, neues, unvorhersehbar und mit Glaubwürdigkeit. [/b]

[... ]

Fünf Stunden lang einen Feldzug planen. Das will ich mal sehen, wo das ein Klischee ist. Oder Burgen bauen. Einen Orden gründen. Diplomatische Verhandlungen mit der Sternengilde TATSÄCHLICH führen, anstatt eine Montagesequenz oder zwei Beispielreden zu haben. Eine eigene Psychohistorische Manipulation anwerfen, anstatt nur eine Scheibchenweise vorgekaut zu bekommen. Raumschiffe designen und bauen und damit rumfliegen und damit die Schlacht verlieren. Neue Zaubersprüche entwickeln, Revolutionen anzetteln und die numerisch modellieren. Mais anpflanzen, die Felder verteidigen, Alkohol draus machen, um den Panzer fahren zu lassen, um dann bis nach Bari durchkommen zu wollen. Seinen Mech mit Beuteteilen modifizieren und durch viele Gefechte führen.

Ich glaube, da verwenden wir das Wort Klischee unterschiedlich. "Burgen bauen" z.B. ist definitiv eines in meinen Augen: Ich sage das, und in den Köpfen der anderen Gesprächsteilnehmer sind Bilder. "Mech Modifizieren" hingegen ist vermutlich immer noch ein Klischee, aber kein so starkes - funktioniert nur innerhalb des Genres. Klischee verstehe ich als "starkes Bild". Wir bauen ein Burg - alle sind an Bord. Was wir genau tun, wie, wo, wann und warum kann nun leichter diskutiert werden. Raumschiffantrieb reparieren hingegen ist ein viel schlechter fürs Rollenspiel geeignetes Klischee - kaum Bilder, keine Vorstellung was getan werden muss. Hoher Aufwand, am Tisch einen gemeinsamen Vorstellungsraum herzustellen.

Will ich eine weitere Tolkien-Kopie lesen? Nein. Und ich habe schon damals, als wir noch zusammen D&D spielten, keinen Fernseher mehr gehabt, weil mich das Ganze zu sehr gelangweilt hat... ich glaube, dass wir, oder eigentlich ich,  nur hier gerade nicht die passenden Wörter finden.

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Vielleicht, weil das als Häresie wahrgenommen wurde? Weil ich die Grenzen des für die entsprechende In-Group einfach so überschritten habe? Ich weiß es nicht.

Also ich beschimpfe dich ausschließlich wegen deiner Rabaukenhaare.

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Also erstmal fühle ich mich natürlich geehrt, namentlich in deinem Beitrag erwähnt zu werden. Nach dem Pen&Podcast-Beitrag schon wieder? Ich fühle mich ungewohnt wahrgenommen :)
Inwieweit wir allerdings spielerisch auseinandergedriftet sind, weiß ich nicht so recht zu beurteilen: Wir sind ja vor allem erstmal räumlich getrennt. Und ich habe die Vermutung, dass ich Traveller bei dir durchaus mögen würde. Aber das ist natürlich jetzt sehr schwer zu überprüfen :)

Zu deiner Annahme

Zitat
Annahme: Viele Leute meinen, wenn sie von “rule of cool” und “Story” sprechen Dinge aus Film + Fernsehen.

hat JollyOrc ja schon etwas gesagt. Ich habe auch Zweifel an dieser Annahme. Rule of Cool lasse ich mal weg: Schon weil ich da sicherlich alles andere als ein echter Freund von diesem Gedanken bin. Für mich sind Würfel am Tisch dazu da, dass Klischee zu brechen: Das geht nur, wenn der Wurf auch eine Bedeutung hat. Rule of Cool verstehe ich so, dass sie "über" dem Wurf steht oder diesen ersetzt. Ich finde mich eher in "Say Yes! or roll the dice" wieder.

Im Ergebnis arbeitet - aber das hat JollyOrc ja schon schön herausgearbeitet - Rollenspiel IMMER mit Klischees. Denn ein Klischee transportiert eine Menge Information, die man nicht erzählen muss. Diese Informationskomprimierung nutzt jedes erzählende Medium: Buch, Film, Serie, schon das griechische Drama. Wir rekombinieren eigentlich nur immer wieder neu. Aber was unterscheidet denn nun mein Spiel von "deinem"? Sicherlich, dass ich von Fantasy im Moment einfach maximal gelangweilt bin. Und ich auch die "Missionsstruktur" nicht mehr sehen kann, die D&D und Shadowrun zu eigen ist. Auch Heldenreise muss verdammt gut gemacht sein, damit ich das ertrage ("The Ill-made Knight" z.B. ist verdammt gut). Das führt dazu, dass die persönliche Ebene für mich einfach spannender ist. Ein Kampf um des Kampfes willen: Gerne, als Brettspiel. Im Rollenspiel brauche ich für den Kampf eine Bedeutungsaufladung durch die persönliche Ebene, damit ich interessiert bin.  Ich will wissen, warum jemand etwas tut, welche Opfer er bringt um zu gewinnen, nicht wie viele Liter Blut er verliert.

Um es mal in Serien auszudrücken: "Berlin Station" ist für mich spannender als "Mission Impossible". Diese Interessen erfordern m.E. einfach andere Werkzeuge. D&D kann das nicht, was ich gerade spielen möchte; soll das nicht können. Aber es gibt Werkzeuge die können das. Und das Zeug spiele ich dann. Und das ist dann ein deutlich anderer Spaß als D&D3 damals. Verhält sich aber zu DVD-gucken so wie sich D&D3 zu den Conanfilmen mit Arnold verhält: Man erkennt schon was wieder, aber ist doch deutlich was anderes. Im Idealfall auch besser.

@Althair: Metaebene/Verhandlung. Das halte ich - auch nachdem ich jetzt nochmal wieder in deutlich traditionelleren Runden gesessen habe - für eine Illusion. Es gibt im Rollenspiel eine Ebene "Was will mein Charakter erreichen" und eine Ebene "Regeln, die ich dazu beachten muss". Ob du jetzt ein Feat mit begrenzt häufiger Nutzung aktivierst, ein Magic-Item mit 1/day, einen Zauberspruch oder einen Fatepunkt - du tust auf der Regelebene, was du (als Spieler) für sinnvoll erachtest, damit der PC die gewünschte Aussicht auf Erfolg hat. Zählt der Paladin die Zahl der Smites? Oder der Spieler? Konvertiert der Kleriker seine "Turn Undeads" in etwas anderes, oder der Spieler? In welcher Perspektive befindet man sich, wenn man seine Spellslots vor der Rast belegt? IC? Wohl nicht, wenn dem Spieler klar sein muss, dass jetzt gleich der Bossgegner kommt, weil es schon spät ist.

Und die Spielrealität wird im "klassischen Spiel" auch verhandelt, nur eben sehr ineffektiv, da man sich das nicht eingesteht und deshalb zumeist die Frageform wählt: "Ist da etwas, wo ich mich verstecken kann?" "Reicht der Schatten, um mich zu verstecken?" "Gibt mir die Säule Deckung?" "Ist der Boden glatt genug, dass ich einen Sturmangriff machen kann?" Das sind auch "Verhandlungen" mit dem SL zur Gestaltung der Realität und der Anwendung der Regeln. Der Spieler meldet seinen Wunsch an (ich will mich verstecken) und verhandelt mit dem SL, wo auf der Karte das geht. Davon ist nix IC und es verschlingt (weil man ja "Fragen" muss) unglaublich viel Zeit und wirkt gegenüber "verteilten Erzählrechten" sehr ungelenk - bei zumeist identischem Ergebnis. In meinen besten Runden finden diese Verhandlungen nonverbal statt und stören daher das Spielgeschehen nicht. Hat man das mal erlernt, merkt man erst, wie großartig das ist.

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Als ich "damals" erstmals nach Berlin zog - sicherlich schon viele Jahre nach dem Fall der Mauer, aber noch im letzten Jahrtausend - hatte ich einen anderen Eindruck von der Szene: Fragmentiert, kaum in der Lage miteinander zu sprechen, und sehr in sich gekehrt - vielleicht mit Ausnahme des Projekts Odyssee, welches man überhaupt nicht genug loben kann. Zugang fand ich über das "organisierte" Spielertum nicht. Auffällig wie klein die Cons waren - die "Provinzcons" waren größer und boten auch diverseres Programm, und der Nordcon war und ist (auch weil die Hamburger/Norddeutschen Vereine an einem Strick zogen) um Größenordnungen bunter, besser besucht und interessanter als alles, was Berlin so bietet.

Ähnlich die Berliner, die ich kennenlernte - oft unglaublich kiezbezogen, mit Zorn und Verachtung auf andere Stadtteile blickend und eher selten mal aus der Stadt herausgekommen - ich wohne in Schöneberg, warum sollte ich mir Paris angucken wollen? Oder gar Käffer wie Aachen, Weimar oder Heidelberg? Jeder Provinz-Wessi war da weltgewandter. Das hat sich massiv geändert, meine Beobachtungen entsprechen der von oliof; es ist heute eher kniffelig geworden, seine Rollenspielrunde auf deutsch durchzuführen, weil der Freundeskreis zwar seit Jahren in Berlin lebt und arbeitet, aber mangels Notwendigkeit nicht mal einen Kaffee zum Mitnehmen auf deutsch bestellen kann.

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Diskussion und Kommentare / Antw:Blogs, die mitmachen
« am: 14. August 2017, 14:36:37 »
Neu bei rsp-blogs.de: FU-Blog

Das FU-Blog ist das Blog zur deutschen Übersetzung des universellen, freien und erzählerischen Rollenspiels Freeform Universal von Nathan Russell. Hier werden regelmäßig Neuigkeiten über FU, Hausregeln, Tipps zum Spielleiten, Beispielfiguren und Module gezeigt.

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Diskussion und Kommentare / Antw:Blogs, die mitmachen
« am: 14. August 2017, 13:36:15 »
Neu bei rsp-blogs.de: Lena Falkenhagen

Lena Falkenhagen muss man nicht vorstellen - sie ist die bekannteste deutsche Rollenspieldesignerin. Auf ihrem Blog, in dem es vorwiegend um das Schreiben von Romanen, Entwicklung in der Videospiele-Industrie und auch politisches geht, schreibt sie auch zu Rollenspielen. Die Beiträge zum Rollenspiel werden jetzt auch bei rsp-blogs.de geführt - sie beginnt mit dem diesjährigen #RPGaDay.

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Deutsch / Antw:[#7] Record Scratch, Freeze Frame
« am: 26. Juli 2017, 16:35:16 »
Ja

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Diskussion und Kommentare / Antw:Blogs, die mitmachen
« am: 20. Juli 2017, 23:09:43 »
Neu bei rsp-blogs.de: Falschspiel

Es geht um DSA1 und auch ein bisschen um modernere Spiele.

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Nimmst du jetzt auch Brettspiele auf? Alle?

Für mich macht das deine Aufstellung ehrlich gesagt etwas uninteressanter, weil ich Brettspiele nicht bäcke.

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Deutsch / Antw:Selbst-Zensur
« am: 18. Juli 2017, 15:33:07 »
... Und wenn du tatsächlich Angst vor den Vorwurf des Mansplaining oder gar einen Shitstorm hast, nur weil du als Mann einen Beitrag einer Frau kritisierst, müsste man sich echt Gedanken machen. Zumal wir dann auf jeden Blog vorweg einen Disclaimer schalten müssten, welcher Religion, Ethnie, Partei, gefühlten Geschlecht und Musikrichtung wir angehören, damit man andere nicht aus versehen angreift.
Willkommen in der Realität des Internets von 2017.

Als Mann egal welche Art von Beitrag einer Frau zu kritisieren stellt einen heutzutage auf jeden Fall in eine Reihe mit "Misogynisten" und Vergewaltigern. Daher hält ein Mann besser die Klappe. - Das ist nicht Selbstzensur, das ist SelbstSCHUTZ.
Im Rollenspielbereich ist mir das jetzt noch nicht aufgefallen. Eher das ein rauer Tonfall der Kritiker nicht gemocht wird, aber das ganz geschlechterunabhängig. Vielleicht gilt auch hier: Der Ton macht die Musik. Wobei Set zuzugeben ist, dass es praktisch unmöglich ist, grundsätzliche Kritik in einer Form darzustellen, die nicht kränkend ist.

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Ich habe Meisterperson wieder aktiv gestellt.

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Deutsch / Antw:Selbst-Zensur
« am: 16. Juli 2017, 23:02:19 »
Verrückt, oder?

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Diskussion und Kommentare / Antw:{GK} Feedback zum Redesign
« am: 16. Juli 2017, 23:01:59 »
Ich finde es durchaus gelungen.

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Bei https://meisterperson.wordpress.com/ sehe ich die letzten Beiträge vom März diesen Jahres. Ist das wirklich schon "Inaktivität"?
Nein, eigentlich ist das falsch. Bei einigen Blogs lasse ich "aktive" Blogs drin, auch wenn die Rollenspiel lange nicht mehr hatten. Es sei denn, wie bei buntix, es gab jahrelang zwar Posts, aber nicht zum Rollenspiel. Meisterperson ist eigentlich kein Kandidat fürs Auslisten gewesen.