Autor Thema: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]  (Gelesen 15572 mal)

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #15 am: 03. September 2013, 21:04:53 »
Zornhau hat die Thematik eigentlich schon erschöpfend ausformuliert und alles korrekt aufgegriffen, was ich angedeutet habe.

definiere doch mal bitte "feingliedrig". Sind das 10 Felder auf 20 Meter Ingamewelt oder schon 4 Felder? Und dürfen das Kästchen sein, wie misst man dann in der Diagonale? Ich habe oben für diese Fälle die Geschmackssache verwendet. Es gibt keinen Unterschied zwischen Zone und Feld.

Ich halte D&D nebenbei für eine recht grobe Darstellung (und nein, ich würde KEIN feineres System benutzen). Ich sehe zwar auch die graduellen Unterschiede zwischen FATE und D&D3/4, halte die beiden aber immer noch für ein und denselben Rollenspieltyp mit unterschiedlichen Schwerpunkten (bis hin zu den Aspekten).
« Letzte Änderung: 03. September 2013, 21:06:43 von BoyScout »

Offline blut_und_glas

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #16 am: 03. September 2013, 21:31:39 »
Gerade die Graduierung ist in meinen Augen allerdings entscheidend wenn wir - wie hier - von "Muffeligkeit" sprechen (wir uns also auch mehr in der Praxis und weniger in der Theorie bewegen).

Muffeligkeit impliziert bereits die Geschmacksfrage.

Wollen wir also über praxisorientierte (am Geschmack orientierte!) Alternativen sprechen? - So hatte ich Zornhaus ursprünglichen Ruf nach praktischen Themen verstanden und so verstehe ich auch dieses konkrete Thema hier.

Oder wollen wir doch wieder in höheren, abgehobenen Sphären schweben, wo die ganz praktische Überlegung, wo die Muffeligkeit am Tisch denn nun herkommt und wie sie sich aushebeln lässt - beispielsweise auch mittels veränderter Graduierung -, dann doch wieder keine Rolle spielen?

Die Extremfallbetrachtung mag in der theoretischen Fragestellung vielleicht noch interessant sein, bei der praktischen halte ich sie schnell für hinderlich.

(Das hier ja auch schon als Alternative angesprochene Range Band ist so gesehen natürlich auch nichts anderes als ein Extremfall der Battlemap - eine Battlemap, bei der die Felder eben über die gesamte Breite gehen und somit eine Linie an Feldern entsteht...)

Es sei denn natürlich wir wollen unter dieses Thema am dritten Tag ein "/carnival" setzen... ;)

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #17 am: 03. September 2013, 23:27:21 »
naja, ein Nutzen dieser (nicht so) "abgehobenen Sphären" ist ja, dass man die Muster erkennt, damit man weiss, wo man ansetzen kann, um NEUE praktische Ansätze zu entwickeln, anstatt nur den alten Wein in Neue Schläuche zu verpacken in der Hoffnung, dass es noch ein paar Spieler gibt, die in die gewählte Nische eines völlig überfülllten Angebotes passen.

Ich meine, es gibt sicher genug Spieler, die lieber 25 Felder pro 10 Meter Distanz haben und solche, die nur 2 pro Kampfareal brauchen; und der eine nennt's Bla, und der andere Blubb, aber das ist alles ziemlich beliebig und tritt im Endeffekt nur auf der Stelle. Ist also langweilig. Im Endeffekt wurde als Battlemapalternative also eine Battlemap angeboten. So lange es niemand merkt und sich nicht um die Hintergrundstrukturen schert oder für wen eine Vergröberung der Details tatsächlich ein hilfreicher Rat ist, dann funktioniert das natürlich alles wunderbar. Aber ich dachte, es ginge um mehr, als nur Text zu produzieren. Der Anspruch ist ja auch ziemlich hoch. Ich kenne ja auch keine gute BM-Alternative.
« Letzte Änderung: 03. September 2013, 23:32:23 von BoyScout »

Offline blut_und_glas

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #18 am: 04. September 2013, 00:48:53 »
"Bla" und "Blubb" ist vielleicht beliebig (wie wir ja schon hier an der Diskussion - und an den bisherigen Artikeln! - sehen) in meinen Augen aber doch ziemlich entscheidend. Letztlich ist das ja die Frage "was ist (noch) eine Battlemap?", die dahintersteht.

Ich habe weiteroben dabei nicht ganz grundlos einmal von der "Battlemap im engeren Sinne" gesprochen. Ein mißverständlicher Ausdruck. Gemeint habe ich damit - in Abgrenzung von einer Betrachtung, die Extremfälle wie Range Band, Zonen, Bull's Eye Map, Pathfinding oder - am anderen Ende - rasterloses Gelände miteinschließt - Battlemaps, wie sie meiner Ansicht nach wohl am häufigsten verstanden (und in Regeln verankert) werden: Als Karten mit Hex- oder Quadratraster, bei denen die einzelnen Felder so skaliert sind, das bei Einsatz gängiger Miniaturenmaßstäben (zwischen 15-54mm), die Miniaturen die Felder recht gut ausfüllen, und eine annähernde 1:1 Skalierung in Bezug auf Ground Scale zu Figure Scale vorliegt (sprich: wenn die Miniatur meines Zweimeterbarbaren hingelegt von Hexkante zu Hexkante reicht, dann sind es von Hexkante zu Hexkante auch zwei Meter).
Weil das nun eine verdammt enge Auslegung ist, denke ich natürlich auch, dass dort noch eine Menge Spielraum außenherum bleibt, der immer noch als "Battlemap im engeren Sinne" (oder klassische Battlemap oder was auch immer) aufgefasst werden kann (und vielleicht sollte). Ich halte diesen Spielraum aber nicht für beliebig weit. Er hört da auf, wo - und da ist, wie ich ohne Widerstand anerkenne, natürlich sehr wohl Geschmack und Beliebigkeit die Grundlage - Spieler sich ehrlich und ernsthaft hinstellen und sagen "das ist doch keine Battlemap!". Bei genauerem Hinsehen auf Grundlage einer umfassenden Betrachtung wie oben ist es dann natürlich doch eine. Aber eine - Bogen zurück zum Karneval - mit der auch selbsterklärte Battlemap-Muffel kein Problem haben, ergo eine die sich also in entscheidender Weise von der "Battlemap im engeren Sinne"/der "klassischen Battlemap" unterscheiden muss.

Was nun die Produktion von Text angeht... ich für meinen Teil hatte eigentlich vor, den Karneval als Anlass zu nehmen ein ganz praktisches - nämlich tatsächlich für meine eigene aktive Spielpraxis entwickeltes - System zu präsentieren, dass ein für mich konkretes Problem der Battlemap-"Muffeligkeit" lösen sollte (und gelöst hat) - und zwar letztlich über "große Felder" im Verbund mit "analogen Elementen".

Dieses konkrete Problem war aber genau das Aufhalten mit Felder Zählen im - gerne auch mal hohen - zweistelligen Bereich (das - ich bleibe dabei - die "klassische" Battlemap in aller Regel impliziert)  oder das Hantieren mit Maßbändern (das das klassische Tabletop in aller Regel impliziert).

Ich meine mich zu entsinnen, dass diese Art von Praxisrelevanz - also das, was wirklich auch am Tisch zum Einsatz kommt - bei dir in früheren Diskussionen hier noch höher im Kurs stand, anstatt unter "nur Text produzieren" abgelegt zu werden.

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PS: Ob das nun ein neuer Ansatz ist, den ich da verfolgt habe? Ich glaube nicht. Sonst hätte ich ihn mir ja nicht bei Square Bashing (und Konsorten) abschauen können.
« Letzte Änderung: 04. September 2013, 07:12:43 von blut_und_glas »
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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #19 am: 05. September 2013, 13:24:03 »
Vielleicht solltet ihr nicht nur die Benutzung, sondern auch die Erzeugung bedenken. Eine Karte, ob mit Raster oder mit Maßstab, impliziert, dass die Objekte darauf maßstabsgetreu sind. Bei einem Zonenplan ist das nicht der Fall. Zwei Zonen können ganz unterschiedlich ausgedehnt und trotzdem in der Verwendung äquivalent sein.

Zudem kann ich ein Raster auch maschinell über eine Abbildung legen lassen und so eine Felderkarte erzeugen. Ein Zonenplan erfordert dagegen eine assoziative Leistung.


Weitere Unterschiede treten in typischen Anwendungsmustern auf. Diese sind nicht notwendig, werden aber gern mitgedacht. Es ist zweifelsfall gut auf die lose Assoziation hinzuweisen. - Bei einer Karte ist Bewegung üblicher Weise standard. Man erhält pro Runde freie Bewegung, kann das vielleicht erhöhen. Bei einem Zonenplan wird Bewegung üblicher Weise als Penalty realisiert. Bewegung über Zonengrenzen ist also nicht aufwandsfrei.

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #20 am: 05. September 2013, 23:03:28 »
Vielleicht muss man erstmal klären, worüber wir eigentlich reden. Das ist insgesamt ein schwieriges Thema.

@Karten mit Raster: Da Karten einen guten Teil meiner täglichen Arbeit ausmachen, kann ich sagen, dass das sehr ungenau dargestellt ist.
Eine Karte mit Maßstab "impliziert" keine Maßstabstreue, sie IST maßstabsgetreu. Das nur am Rande.

Was ist ein Raster überhaupt? Das ist eine Einteilung einer Darstellung in Kreuzungspunkte gleicher Entfernungen, in Bezug auf das Raster (Anm.: Das bedeutet NICHT; das die Rasterfelder alle gleich aussehen müssen, meist ändern sie sich sogar über die Darstellung hinweg um sich Verzerrungen anzupassen). ABER, relevant für eine Karte ist ersteinmal NICHT, was man darüber legt, sondern was dargestellt wird. Mit einem Raster (Kästchen, Kreise, Hexfelder oder Kaninchen) kann somit also auch ein Maßstab ZERSTÖRT werden. Bestes Beispiel: Ich habe ein Foto der Erde und lege ein Schachbrettmuster darüber. Völlig unbrauchbar, um Entfernungen zu messen. Ich kann also nicht sagen "das sind 3 Kästchen, also ist das 3 mal soweit weg".
Ein Raster erzeugt also eine RASTERUNG (oder besser, Entfernungseinteilung) und keinen MAßSTAB, denn der hat immer eine Entsprechung. Aber man kann mit einem Raster einen vorhandenen Maßstab "sichtbarer" machen (z.B: als Zeichenhilfe oder in dem Fall, als "Spielhilfe"). Der war dann aber schon vorher vorhanden!

Was ist nun eine Zone? Eine Zone ist eigentlich ein vollkommen willkürlicher Begriff aus dem Bereich der "Bla"  und "Blubb" Beliebigkeit und eher der Darstellung und weniger der "Rasterung" zuzuordnen. NATÜRLICH ist es assoziativ, weil es ja eine ZEICHNUNG ist. Manche Karten bestehen nur aus Zonen, und wenn keine Zone da ist, habe ich auch keine Karte. Ich habe allerdings auch keine Karte vorliegen, wenn ich nur ein Raster benutze, ich brauche also eine Darstellung darunter. --> Ergo: Man kann also eine ZONIERUNG mit einem RASTER belegen. Wenn die Darstellung sogar noch einen MAßSTAB besitzt, dann ist die Karte sogar maßstabsgetreu. Das zum Zusammenhang der einzelnen Begriffe.
Beispiel: Eine Zone könnte sein "die Topenzone der Erde" oder "Die USA", darüber ist ein Raster gelegt (z.B: über eine Projizierung, in der kein "Kästchen" gleich aussieht und anders ausgedehnt ist, so nebenbei), dieses KANN einem Maßstab entsprechen, wenn die Darstellung bereits maßstabsgetreu ist Und/ODER das Raster an die Darstellung angepasst wurde.
"Raster" bedeutet NICHT "enthält einen Maßstab". Das Raster legt erst einmal nur gleiche Entfernungen über eine Darstellung fest (ob das Maßstabsgetreu ist, steht auf einem anderen Blatt).

Eine Karte OHNE Maßstab hingegen kann (muss aber nicht) Maßstabstreue andeuten, das kann sie aber mit Raster, Zonen, ohne oder mit Kaninchen darauf, völlig egal. Das hängt ja einfach nur davon ab, wie ich die Strukturen darauf darstelle. Ich kann z.B. eine Zone (was auch immer das sein soll) größer malen, als eine andere und der entsprechende Bereich könnte WIRLICH größer sein (um wieviel ist egal, da ein Maßstab nur ANGEDEUTET wird). Ironischerweise sieht man das auch in Blechpirats Beispiel mit der Burg, die ja ganz klar noch als Zeichnung einer Solchen zu erkennen ist. Zonen können also genauso Maßstäbe andeuten! Da gibt es fast völlige künstlerische Freiheit. "Zonen" können sogar Maßstäbe haben (und Raster), wie man in jedem Atlas nachsehen kann.

Insgesamt sind das alles Karten, sobald irgendeine Information von relativer Orientierung zueinander vorhanden ist und enthält damit auch IMMER zumindest eine qualtitative Information über die Entfernungen und Richtungen. Deswegen zeichnet man Zonen auch nicht irgendwo auf ein Blatt auf, weil das unnötig verwirrt. Karten und "Nicht-Karten per Zonen" gibt es nicht.



So, Quintessenz:
1.Eine Karte kann einen Maßstab enthalten, völlig egal, ob sie aus Zonen besteht (z.B. Ländergrenzen) oder ein Raster darauf liegt (bei einem Maßstab, so vorhanden, verwendet man aber mindestens eine Maßstabsangabe).
2. Es gibt keine "Rasterkarten", das ist eine Darstellung von Entfernungen. Zonendarstellung vs. Rasterdarstellung ist also Blödsinn, da kombinierbar.



Wir müssen in dieser Diskussion dann von einer künstlichen (nicht vorhandenen) Definition von "Zone" in der Kartographie sprechen zum Zwecke der Spaltung der RPG-Spieler in "Zonenspieler" (Zonis?) und "Nicht-Zonen-Spieler", dann ist damit vermutlich gemeint,
Zonen = enthalten eine relative Orientierung der Objekte (Zonen) zueinander und keinen Maßstab
Raster/ohne Raster = enthält eine relative Orientierung der Objekte zueinander und einen Maßstab

Kann man natürlich machen, in manchen RPGs kommt das auch sicher so vor. Ist in D&D ja sogar der Fall (wobei der Maßstab durch das Kästchen ZÄHLEN im Grunde zunichte gemacht wird, Anm. !). Da die räumliche Orientierung allerdings immer relevant ist, muss man bedenken, bei einer Zonenzeichnung genug Raum für die einzelnen Zonen zu behalten (z.B: für Kontaktflächen oder Verbindungen). Mit anderen Worten: Je mehr Zonen ich nutze, desto maßstabsgetreuer muss ich zeichnen (da sind wir dann wieder da, wo wir angefangen haben: ein gradueller Übergang, keine Trennung!). Aus diesem Grunde verwende ich anstatt dieser Trennung lieber die treffenderen Bezeichnungen "genaue Karte" und "ungenaue Karte".
« Letzte Änderung: 05. September 2013, 23:13:29 von BoyScout »

Offline blut_und_glas

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #21 am: 06. September 2013, 06:57:33 »
Vielleicht muss man erstmal klären, worüber wir eigentlich reden.

Danke dafür. :)

Aber wenn ich noch eine weitere Schwierigkeit hineinwerfen darf:

Wollen (müssen?) wir denn auch "Battlemap" und "Karte" (die zur Kampfvisualisierung benutzt wird) gleichsetzen?

Ist also jede Karte, sobald sie als Spielhilfe für den Kampf zum Einsatzkommt, gleich eine Battlemap?

Oder sind Battlemaps (im engeren Sinne :P) ein - wie definiertes? - Subset der Karten?

...

Vielleicht hilft uns (nicht bei der Definition, aber bei den Alternativen) das mit den "Subsets" ja sogar weiter?

Wenn wir die Finger von den potentiellen Streitereien lassen, welcher Vorschlag denn nun (k)eine Battlemap ist, sondern erst einmal sagen, dass ich Karten als Kampfspielhilfe nach verschiedenen Merkmalen kategorisieren kann - und dass bestimme Kategorien natürlich als Alternative für andere Kategorien herhalten können.
Beispielsweise die ungenaue Karte als Alternative zur genauen.
Die Karte im Computer (auf dem Tablet) als Alternative zur Karte auf Papier.
Die Karte ohne Kaninchen Raster als Alternative zur Karte mit Raster.

Hilft uns so ein Ansatz bei der begleitenden Diskussion hier vielleicht weiter? (In den Artikeln kann und wird ja sowieso jeder weiterhin schreiben, wozu er Lust hast.)

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PS: Bei der starken Konzentration auf den Begriff "Karte" würde außerdem das typische Miniature Wargaming-Gelände als Modell doch herausfallen, oder? Ist das also die "einfachste" Alternative ohne Bla und Blubb?
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Offline wendigogo

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #22 am: 06. September 2013, 08:35:59 »
Hier ein Beitrag aus dem Pendragon-Blog, was wohl am ehesten unter <"narrative" Systeme mit Szenen-Eigenschaften ohne eigentliche Visualisierung> fällt und wie man doch etwas visualisieren kann.

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #23 am: 06. September 2013, 14:41:11 »
Hier ein Beitrag aus dem Pendragon-Blog, was wohl am ehesten unter <"narrative" Systeme mit Szenen-Eigenschaften ohne eigentliche Visualisierung> fällt und wie man doch etwas visualisieren kann.
Bei diesem Beitrag habe ich mich auch gefragt, WIE diese Art von Karte verwendet wird.

Ist die gesamte, auf der Karte dargestellte Anlage den Spielern bekannt, dann kann solch ein Grundriß helfen, sich z.B. in einer Burg zu orientieren.

Was aber bei der dargestellten Dungeon-Karte - die ja bei Pendragon nicht gängig sein dürfte, aber durchaus mal vorkommen könnte?

Wie wird in einer Kampfszene auf solch einer Karte denn nun vermerkt, wo die sechs SC-Ritter, ihre Knappen, ihre sonstigen Verbündeten, sowie die zwanzig Gegner sind?

Solche Kampfszenen kann es auch in Pendragon geben. Und da die Ritter-SCs dort selten alleine unterwegs sind, gilt es ja auch den Überblick zu behalten, wer von den Begleitern denn gerade überhaupt in Gefahr geraten könnte, und wer nicht.

Mir ist noch nicht klar, wie man derartige Karten für die Visualisierung für ALLE Mitspielenden einsetzen soll.

(In  Call of Cthulhu, wo solche Karten ja auch gerne verwandt werden, bekommen die Spieler ja oft keine vollständige Karte vorgelegt, sondern die Karte hat allein den Zweck, daß der SPIELLEITER zum klareren Beschreiben der Örtlichkeit etwas Visuelles vorliegen hat. - Wobei, auch im alten (d.h. insbesondere nicht im deutschen(!) Cthulhu) war das Kartenzeichnen der Spieler eine wichtige Aufgabe im Spiel, somit ist die Karte beim Erkunden mitgewachsen.)


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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #24 am: 06. September 2013, 14:50:49 »
Zu der "Definitions-Diskussion", was denn nun eine Battlemap sei:

Das weiß JEDER SOFORT!

Battlemap ist eine maßstabsgetreue KARTENDARSTELLUNG des jeweiligen Geländes, auf dem man mit MINIATUREN (oder Markern) im entsprechenden Maßstab die Positionierung der Charaktere, Fahrzeuge und anderer mobiler Szenenbestandteile OFFEN UND FÜR ALLE am Tisch sichtbar vorhalten kann.

Dabei ist es nicht wichtig, ob ein Bodenplan-RASTER vorhanden ist, wobei dies viele Battlemaps tatsächlich aufweisen. Wichig ist aber, daß Miniaturen bzw. Marker dem MASSSTAB der Karte entsprechen und so eine maßstabsgetreue Bewegung auf der Karte verzeichnet werden kann.

Auch 3D-Szenerie-Elemente oder Dungeon-Tiles und dergleichen sind Varianten der Battlemap, nur daß hier keine Karte im eigentlichen Sinne, sondern eben Szenen-Elemente ausgelegt werden, welche aber immer noch maßstabsgetreu zu den Miniaturen passen.

Karten ohne Maßstab, schematische Karten, usw. sind KEINE Battlemap.



Wenn Euch der Begriff "Battlemap" WIRKLICH so unverständlich und unvertraut ist, dann braucht ihr ja keinen Blog-Artikel zum Thema "Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel" zu schreiben.
Aber dann laßt bitte dieses Thema hier nicht in solche ÜBERFLÜSSIGEN Grundsatzdiskussionen entgleisen, sondern schreibt halt Eure Blog-Artikel zu anderen Themen, die nichts mit diesem Karnevals-Thema zu tun haben, wie "Ist die Karte das Land? - Was ist eigentlich eine Battlemap?" oder so.

Battlemap, Miniaturen, Rollenspiel, Charakter, Reichweite, Bewegung, etc. - das sind alles Begriffe, die für das Thema dieses Karnevals als BEKANNT vorausgesetzt werden.

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #25 am: 06. September 2013, 15:03:47 »
Zitat von: b und g
Ist also jede Karte, sobald sie als Spielhilfe für den Kampf zum Einsatzkommt, gleich eine Battlemap?
Nein, das ist wie mit den Enten und dem Holz. Nicht jede Karte ist (selbstredend) eine Battlemap, aber jede Battlemap ist eine Karte (sonst würde das Wort Karte ja nicht darin vorkommen ;) ).
Dann halt ein "subset".

Mir ist völlig gleich, was ihr für eine Battlemap haltet, aber wenn ich eine Begriffsverwirrung zum Thema Karte lese, wie da oben, dann muss man halt mal kurz aufklären, bevor alles in beliebiges Begriffsjonglieren verfällt, nur damit jemand ein RPG X von einem RPG Y abheben kann.


@Unterschiedliche Karten als Alternativen zueinander:
grundsätzlich eine gute Idee, aber eigentlich verfehlt das doch das Thema, oder nicht?
Dann kommt, wie geschehen, ein Artikel, der sagt: Ich finds ja besser, wenn die Kästchen etwas gröber sind mit diesem und jenen Vorteil.
Und der nächste Artikel: Also meine Kästchen sind noch viel gröber und ausserdem noch unterschiedlich groß mit diesem und jenen Vorteil.
Darin stecken dann natürlich viele Geschmacksfragen, weil man ja eben nicht absolut festmachen kann, wann eine Battlemap genau und ungenau ist. Und dann kommt WIEDER die Frage: Wann fängt eine Battlemap an und wann hörts auf? Ihr haltet D&D für ein maßstabsgetreues Battlemapsystem? Ist die denn genau und welche Toleranz habe ich, wo die Definition aufhört?
Am Ende kommt dann doch wieder jemand und sagt: Nee, das stimmt so nicht mit den Vorteilen, eine Karte mit Zonen ist mir viel zu detailliert. :P

Besser wäre doch echt mal ein Vorschlag, der wirklich ohne Karte (neudeutsch = Map) auskommt.

Zitat von: Zornhau
Aber dann [..] schreibt halt Eure Blog-Artikel zu anderen Themen, die nichts mit diesem Karnevals-Thema zu tun haben, wie [..] - Was ist eigentlich eine Battlemap?" oder so.
Du meinst so?
http://1of3.blogspot.de/2013/09/september-karneval-wat-is-eigentlich-ne.html  ;D
Das ist doch On-Topic.

« Letzte Änderung: 06. September 2013, 15:15:24 von BoyScout »

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #26 am: 06. September 2013, 15:35:44 »
Besser wäre doch echt mal ein Vorschlag, der wirklich ohne Karte (neudeutsch = Map) auskommt.
Schau Dir mal Marvel Heroic Roleplaying an.

Dort wird nur unterschieden, ob der jeweilige agierende Charakter gerade ALLEINE dasteht, ihm also niemand beistehen kann, oder ob er MIT PARTNER im Gespann handelt, oder ob der zusammen IM TEAM agiert. - Dieser Wechsel der den Charakter umgebenden Verbündeten, damit auch die Zugriffsmöglichkeit oder das Fehlen von Unterstützung, das reicht vollkommen aus, um den Überblick im Kampf zu behalten, da Bewegung, taktische Positionierung usw. aufgrund des abstrakten "Asset"-Mechanismus eben auch nur als Würfel ausgedrückt wird, der in den Würfel-Pool des Charakters bei einer Handlung oder Reaktion aufgenommen wird.

MHR funktioniert komplett OHNE jegliche Art von Karte. Da reichen einfach Szenen-Eigenschaften (Scene Distinctions) aus, die auf einem Post-It-Zettel stehen. Wo wer steht, wieviele Gegner gerade an ihm "dran" sind, das ist alles in der hohen Dynamik des sehr abstrakten Würfelsystems enthalten und braucht keine zusätzliche Visualisierung.



Andererseits: Visualisierung OHNE Karte ist doch auch schon die Classic Traveller Range Band Methode. Die Range-Bands abstrahieren die eigentliche Szenerie extrem stark, reduzieren sie nur auf die Abstände in groben Reichweiten-Kategorien, den Range Bands.

Man kann auch andere Formen von "Graphen" verwenden, um klare Visualisierung ohne Battlemap-Charakter zu bieten. - So etwas wie "Systemaufstellungen" z.B.

Nicht jede - vor allem nicht jede abstrakte - Visualisierungmethode ist ja eine Karte auch nur im weitesten Sinne.


Zitat von: Zornhau
Aber dann [..] schreibt halt Eure Blog-Artikel zu anderen Themen, die nichts mit diesem Karnevals-Thema zu tun haben, wie [..] - Was ist eigentlich eine Battlemap?" oder so.
Du meinst so?
http://1of3.blogspot.de/2013/09/september-karneval-wat-is-eigentlich-ne.html  ;D
Das ist doch On-Topic.
Also bei diesem Artikel hatte ich mich auch gewundert, warum der mit Karnevals-Logo versehen wurde.

Da aber im Artikel auch tatsächlich ALTERNATIVEN zur Battlemap aufgeführt wurden, habe ich da nicht drüber gemeckert. Aber grenzwertig ist dieser Artikel schon.

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #27 am: 06. September 2013, 18:36:33 »
@Traveller:
in der Tat.

@Marvel: ich kenne die Combat-Demos.
Superhelden sind insofern ohnehin problematisch (oder unproblematisch, je nachdem, wie man es sieht), da Zeit und Raum für sie meist eh nicht gelten. In einer Sekunde kämpfen sie auf der Straße, in der anderen auf dem Dach eines Bürogebäudes. Taktik spielt dabei auch selten eine Rolle. Spiderman findet irgendwie auch immer einen Punkt, um herumzuschwingen. Je mächtiger der Held, desto unwichtiger meist die Örtlichkeit. Superhelden sind ja Style over Substance par excellence.

Ein Problem beim Thema ist ja, dass eine Karte bereits die EFFEKTIVSTE Möglichkeit ist, Informationen räumlicher Anordnungen zu transportieren. Welche Alternative haben wir also? GAR KEINE!

Eine ECHTE Alternative für eine Battlemap wäre für mich ohnehin nur eine, die die Vorteile von taktischen Positionen definitiv mit berücksichtigt. Und zur Sicherheit schreibe ich die Aussage noch einmal: die VORTEILE von taktischen Positionen, nicht zwingend die Positionen selbst (das ist ohne Karte imho unmöglich, mindestens aber eine Krücke).
Das können z.B. Zustände sein wie "An der Front", "im Getümmel", "mit dem Rücken an der Wand", "Umzingelt" usw.
meinetwegen auch "mit Partner" und "alleine" wie bei Marvel. Man bräuchte einen überschaubaren Katalog solcher Zustände mit definierten Vor- und Nachteilen und so flexibel, dass ein SL diverse Situationen schnell zuordnen kann. Als nächstes ist dann der Wechsel eines Zustandes in den anderen (z.B. von "umzingelt" zu "frei stehen") zu lösen, ein fertiges System kann ich jetzt natürlich auch nicht aus dem Ärmel schütteln, hab sowas in einem Homebrew aber schonmal testen dürfen.
« Letzte Änderung: 06. September 2013, 18:41:01 von BoyScout »

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #28 am: 07. September 2013, 09:48:27 »
Ihr seid mir echt alle zu unterfickt. Kein Wunder, dass ihr in zivilierten Kreisen nicht mitspielen dürft.

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Re: Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel [September]
« Antwort #29 am: 07. September 2013, 13:19:50 »
gleichgültig lebt sich's halt mmer noch am Lockersten. Warum macht ihr euch überhaupt noch die Mühe, in den Artikeln Sätze aus den Wörtern zu bilden?