Autor Thema: Rollenspieltipps [Oktober]  (Gelesen 30131 mal)

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Offline Blechpirat

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #45 am: 09. Oktober 2013, 21:16:07 »
Gerade bei Horror ist es aber auch ein Zeichen, dass die Stimmung hinhaut - da ist Flachwitz oft die Reaktion auf echte Angstgefühle...

Offline Zornhau

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #46 am: 09. Oktober 2013, 21:25:46 »
echte Angstgefühle...
Und warum sollte man den Spielern "ECHTE Angstgefühle" bereiten wollen?

Offline blut_und_glas

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #47 am: 09. Oktober 2013, 21:59:08 »
Und warum sollte man den Spielern "ECHTE Angstgefühle" bereiten wollen?

Dazu empfehle ich ja immer gerne Nightmares of Mine (von ICE)...

Sicher ist das nicht die einzig mögliche Definition von Horror, aber die Idee, dass Horror sich eben genau dadurch (die Angst des Spielers (bei Büchern, Filmen, ... entsprechend die des Lesers, Zuschauers, ...) auszeichnet und vom Abenteuer abgrenzt, wird da schön fürs Rollenspiel auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt.
(Zumindest in meiner Erinnerung - ist wieder ein paar Jahre her, dass ich das letzte Mal hineingeschaut habe.)

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Offline Belchion

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #48 am: 09. Oktober 2013, 23:09:22 »
So, bin auch wieder dabei, mit Drei Dinge, die mich beim Rollenspiel nerven.

Offline Curima

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #49 am: 10. Oktober 2013, 09:51:29 »
echte Angstgefühle...
Und warum sollte man den Spielern "ECHTE Angstgefühle" bereiten wollen?

Weils Spaß macht, sich zu gruseln? Deswegen gucken Leute ja auch Horrorfilme oder Kinder gehen in die Geisterbahn. Dann gruslelt man sich und hinterher macht man das Licht wieder an und alles ist wieder gut.

(Ich weiß, dass das nicht allen Spielern Spaß macht. Und ich meine jetzt natürlich nicht, dass nach einem guten Rollenspielabend die Spieler panisch in der Ecke sitzen und wippen sollten  :P)

Offline Greifenklaue

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #50 am: 10. Oktober 2013, 14:57:38 »
Zwischen Gruseln und Angst gibt es schon einen Unterschied.

Spieler tatsächlich zu ängstigen verlässt ja möglicherweise die Ebene des Spiels.

(Ihr kämpft jetzt gegen Spinnen. Ohh, guck mal, ich hab Dir da mal meine Tarantel in den Nacken gesetzt, fühlt sich echter an ...)
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Offline Teylen

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #51 am: 11. Oktober 2013, 09:57:46 »
echte Angstgefühle...
Und warum sollte man den Spielern "ECHTE Angstgefühle" bereiten wollen?
Weil das Gefühl der Angst nach der Auflösung der Szene beziehungsweise dem Ende der Rollenspielrunde verschwindet.
Das heißt man kann mit dem Gefühl der Angst spielen da es sich nicht auf eine reale Situation bezieht.

Um ein Beispiel aus einem anderen Lebensbereich heranzuziehen, ich habe Höhenangst.
Das heißt wenn ich in meiner Wohnung auf meine kleine Stellleiter klettere um eine Lampe reinzudrehen habe ich tatsächlich Angst, mit wird mitunter sogar etwas übel. Wenn ich an einem Abgrund stehe, bei einem solchen ohne Geländer, wird mir in der Regel schlecht vor Angst und ich fange an zu wanken.

Dennoch gehe ich, wenn ein Geländer da ist, zu dem Geländer und starre bewusst runter, auch wenn bzw. gerade weil da zumindest ein Teil der Angst hochkommt. Es ist aufregend aber es gibt die Sicherung.
Ich springe auch von 5 Meter Brettern, nach bis zu einer halben Stunde oder so Überlegung, aber es macht Spaß die Angst zu konfrontrieren und danach einen kleinen Europhierausch zu erfahren.
Ich klettere auch gerne (gesichert natürlich) auch wenn ich dann oben angekommen mitunter gewaltig viel Angst vor der Tiefe habe.

Ebenso kann es halt auch bereichernd sein sich bei einem Rollenspiel ängstigen zu lassen.
Wobei ich es in Bezug auf Rollenspiel in Hinsicht auf Angst - andere Emotionen schon - noch nicht erlebt habe.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2013, 16:50:30 von Teylen »

Offline Blechpirat

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #52 am: 11. Oktober 2013, 14:11:10 »
oder Achterbahnfahren. Dabei ist echte Angst auch ein Teil des Vergnügens...

Offline oliof

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #53 am: 12. Oktober 2013, 00:02:34 »
@blut_und_glas: Kenneth Hite hat mir mal erzählt, dass er für Nightmares Of Mine nie bezahlt wurde, weil ICE dann pleite gegangen ist; irgendwann sind die Rechte an den Texten an ihn zurückgefallen; man findet sie jetzt in der neuesten Version von GURPS Horror ...

Offline Greifenklaue

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #54 am: 12. Oktober 2013, 00:11:44 »
Wobei ich es in Bezug auf Rollenspiel in Hinsicht auf Angst - andere Emotionen schon - noch nicht erlebt habe.
Genau da liegt das Problem. Angst auf Spielerebene auszulösen, ist schwierig bis unmöglich.

Weil Rollenspiel zumeist in einer Komfortzone stattfindet, diese zu verlassen könnte erreicht werden durch Mittel auf der Metaebene, aber ob das wünschenswert ist?

Beim Beispiel Höhenangst: Die ist nunmal nur durch Realitätserfahrung erlebbar, da kann ich fünfzehn mal drüber erzählen oder Fotos zeigen, Höhenangst empfinde ich nur, wenn ich tatsächlich am Abgrund stehe. Von daher ohne Hilfsmittel unmöglich im RPG zu erzielen.
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Offline Benjamin

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #55 am: 12. Oktober 2013, 10:02:08 »
Aber dann ist ja auch der nächste Wurf und die drohenden 3W100 Schaden interessant. ;)
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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #56 am: 12. Oktober 2013, 10:55:19 »
Habe mal eine Umfrage dazu gestartet.
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Offline Benjamin

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #57 am: 12. Oktober 2013, 13:59:40 »
Der Spielleiter spielt die eigene Kampagne

Hoffentlich ist der Beitrag diesmal lang genug für anonyme Kritiker ... :)
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Offline Zornhau

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #58 am: 12. Oktober 2013, 14:09:55 »
Zum Kampagnen-Artikel:

Gerade die Wichtigkeit eines KALENDERS, der auch stets sauber mitgeführt wird, ist für unterschiedliche Arten der Kampagnenführung durchaus hoch. Selbst in cinematischer angelegten Settings gibt ein Kalender mit klarem Datumseintrag mehr Glaubwürdigkeit für die Spielwelt als irgendwas zeitlich "hmm, irgendwann im Sommer, ähm, an 'nem Dienstag, oder so" Hingelabertes. Und für Sandbox-Kampagnen, wie auch nicht-sandboxige, konsequenzenhärtere Kampagnen ist das Führen eines Kalenders ein MUSS.

Offline Dolge

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Re: Rollenspieltipps [Oktober]
« Antwort #59 am: 12. Oktober 2013, 15:38:43 »
Erstaunlich. Weder habe ich als SL bisher einen Kalender eingesetzt noch jemals bei einem SL gespielt, der selbiges tat. Ich muss gestehen, dass das für mich auch ein wenig nach Hartwurst riecht. So universell wichtig, wie das dargestellt wird, finde ich es jedenfalls nicht. Ich musste schon bei DSA immer eher über den detailliert ausgearbeiteten Kalender lachen als dass ich ihn wirklich im Spiel gesehen hätte. Maximal würde ich empfehlen, auch bei ergebnisoffenen Spielweisen eine Timeline vorzuhalten, die Spielweltereignisse beschreibt, die auch ohne Zutun der Spielergruppe eintreten bzw. die die Pläne von NSCs zeitlich umreißen aber das ist schon weit weg von einem Kalender mit Festen, Wetter etc.

*Mir persönlich* ist da das Ungleichgewicht zwischen Aufwand und tendenziellem Nutzen zu groß.