Autor Thema: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?  (Gelesen 7635 mal)

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Offline Jan

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #60 am: 10. Dezember 2013, 07:15:19 »
Also wenn du für die Anduin schreiben willst, ich hab nichts dagegen ;)

Jetzt habe ich ja nicht mehr zu viel Freizeit ;) Die Andiun war damals definitiv auch auf meiner Liste. Aber ob das an fehlenden Antworten lag oder an mir, das kann ich nicht mehr sagen.

Greifenklaue: Nein, du warst nicht dabei. Mephisto war Sucher dabei, Zunftblatt evtl, an mehr kann ich mich nicht erinnern.
Ich hätte Dir den Artefakt empfohlen, erscheint zuverlässig einmal jährlich.

Auch die Cthulus Ruf ist ja eine Erfolgsgeschichte.

Na, ich hab dem Themenvorschlag doch mal aufgegriffen.

Artefakt kenn ich gar nicht. Aber Cthulhus Ruf kommt sicher nicht auf meine Liste. CoC mag ich gar nicht.
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Offline Greifenklaue

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #61 am: 10. Dezember 2013, 17:40:05 »
Artefakt kenn ich gar nicht. Aber Cthulhus Ruf kommt sicher nicht auf meine Liste. CoC mag ich gar nicht.
Artefakt ist immer bunt gemischt mit leichten Horrorschwerpunkt, oft auch was zu Deadlands. Find ihn toll!

Cthulhus Ruf, klar, nur Pflicht für Cthulhu-Spieler, aber das ändert ja nix am Erfolg und zeigt, dass ein Fanzineformat auch heute erfolgreich sein kann.
Gewürfelt - nicht gedreht !!!

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Offline Taysal

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #62 am: 11. Dezember 2013, 19:06:18 »
(...)

Für mich unterscheidet sich ein Magazin von einem Blog vor allem durch:

* Planung der Artikel im Voraus (wir machen das bis zu drei Monaten im Voraus zB)
* Workflow gesteuerte Veröffentlichung der Artikel (qualitativ inhaltliche Sichtung, Lektorat, Setzen, Release)
* tiefergehende Presse-Kontakte.
* Gewählte Form des Schriftdeutsch
* Hierarchien
* Kosten/Einkommen-Gedanke
(...)

Sorry, das leisten Blogs auch, auch wenn die großen Verbände immer wieder versuchen das anders darzustellen. Magazin sind eh Print, nicht Online, und der Begriff kann gar nicht so einfach ins Digitale übernommen werden, davon einmal abgesehen. Etliche Blogs und Blogger sind sehr professionell aufgestellt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sie sich (falls alleine und nicht im Team unterwegs) weniger Themen zuwenden. Wobei es da auch Ausnahmen gibt. Und einige der von dir vorgebrachte Punkte halte ich für unzutreffend.

Artikel planen ist für Blogs doch normal. Darauf ist die Software ausgelegt, das gehört zu den Blogs einfach dazu. Und je nach Artikel sind, je nach Themenschwerpunkt des Blogs, auch mal längere Planungszeiten gegeben als nur drei Monate. Mal ganz von den Sperrfristen abgesehen.

Was den Workflow angeht, sorry, da finde ich viele der Artikel bei euch wirklich schrecklich, weil die so uniform sind. Da schreiben unterschiedliche Leute mit, aber der persönliche Fingerabdruck ist nicht vorhanden. Liebloses und unterkühltes Zeug im Stil eines Lexikons, das finde ich auch bei Wikipedia. Und ich halte es für wichtig, dass ein Autor seinen Fingerabdruck hinterlässt, sein Profil. Das wertet ihn auf, macht ihn zur Marke und zur Persönlichkeit. Vor allem wichtig, wenn keine ordentlichen Honorare gezahlt werden (können). Zudem besteht die Gefahr den Stil eines Autoren im voraus zu zerstören und ihn für die Zukunft, auch jenseits der Beschäftigung, uniform glattgebügelt zu haben.

Was die tiefergehenden Pressekontakte angeht, was verstehst du denn bitteschön darunter? Wer es darauf anlegt bekommt die automatisch. Dafür muss man kein Magazin sein. Zudem sind Pressestellen ein Fall für sich, ich blicke da auf jahrelange Erfahrung zurück. Und im Bereich Rollenspiel ist der normale persönliche Kontakt zu den Verlagen wichtig, den auch Blogger mitbringen. Die arbeiten ja auch manchmal für Verlage und sind gar nicht erst auf "Presse-Kontakte" angewiesen. Die kennen die Leute sozusagen als Kollegen. Die wissen mehr, als es Presseoffiziell zu wissen gibt.

Schriftdeutsch? Also die deutschsprachigen Blogs setzen schon auf Standarddeutsch. Ich kenne jetzt keinen der fremdsprachig unterwegs ist oder mit einem Dialekt daherkommt. Und die Form die ihr habt: siehe meinen Text zum Workflow.

Was soll "Hierarchien" bedeuten? Der eine gibt dem anderen Kommandos? Die Meinung des Chefs blockt einen guten Artikel eines Autoren? Es steht fest wer den Kaffee holt und wer ihn trinken darf? ;) Hierarchien kennen Blogs auch, ist ebenfalls kein Alleinstellungsmerkmal.

Was den Kosten/Einkommen-Gedanken angeht, den haben doch genug Blogs. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Mal offensichtlich, mal versteckt. Da gibt es Blogs die lehnen Kommerz ab, andere setzen drauf.

Ganz ehrlich, du siehst da Unterschiede, die keine sind. Wahrscheinlich kommt dir der Begriff Magazin einfach eleganter vor und du denkst vielleicht auch, er öffnet mehr Türen oder ähnliches. Aber schlussendlich gibt es keinen echten Unterschied, außer der Augenwischerei sich mittels einer Bezeichnung von anderen abheben zu können. Könnt ihr gerne machen, ist ja euer Ding. Allerdings haben sämtliche Karnevale eher einen Magazincharakter, weil sie ein grundlegendes Thema haben, die Artikel zusammenfassen und auch ein begleitendes "Editorial" aufweisen. Jeder Karneval ist im Grunde ein Magazin für sich. :)

Das ist übrigens kein Angriff auf die TZHn. blut_und_glas hat da schon recht, dass ich das nicht nur aus der Warte eines Rollenspielbloggers sehe. Ich habe auch schon ganz andere Dinge und Medien kritisiert, denn das ist ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt. Wer mich auf G+ eingekreist hat wird sicherlich schon über entsprechende Artikel oder medienkritische Linktipps von mir gestolpert sein.

Offline BoyScout

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #63 am: 11. Dezember 2013, 19:28:19 »
Wo findet man dich denn auf G+ ?

Offline Benjamin

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #64 am: 12. Dezember 2013, 09:34:45 »
Liebloses und unterkühltes Zeug im Stil eines Lexikons, das finde ich auch bei Wikipedia.
Hierzu möchte ich anmerken, dass die Artikel bei Wikipedia relevanten Inhalt bieten.
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Offline Jan

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #65 am: 12. Dezember 2013, 12:11:24 »
Was den Workflow angeht, sorry, da finde ich viele der Artikel bei euch wirklich schrecklich, weil die so uniform sind. Da schreiben unterschiedliche Leute mit, aber der persönliche Fingerabdruck ist nicht vorhanden. Liebloses und unterkühltes Zeug im Stil eines Lexikons, das finde ich auch bei Wikipedia. Und ich halte es für wichtig, dass ein Autor seinen Fingerabdruck hinterlässt, sein Profil. Das wertet ihn auf, macht ihn zur Marke und zur Persönlichkeit. Vor allem wichtig, wenn keine ordentlichen Honorare gezahlt werden (können). Zudem besteht die Gefahr den Stil eines Autoren im voraus zu zerstören und ihn für die Zukunft, auch jenseits der Beschäftigung, uniform glattgebügelt zu haben.

Ich finde es auch totaaal scheisse, dass mir die Redaktion der TZH bei meinen Artikeln immer inhaltliche Vorschrtiften macht...  :o :o :o

Taysal, wie wäre es, wenn du dich einfach an sachliche Argumente hältst? Vielleicht sind wir Autoren ja scheisse, aber das was du schreibst ist Spekulation, die meienr Erfahrung nach jedlicher Realität entbehrt und einfach unter der Gürtellinie. Eine Diskussion auf die Art und Weise zu führen finde ich absolut nicht in Ordnung.
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Offline Teilzeitheldin

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #66 am: 12. Dezember 2013, 13:45:11 »
@Boyscout: 25 Jahre? Gute Frage, wir sprechen uns dann nochmal.

@Taysal: Gut, Du hast wahrscheinlich einfach einen anderen Überblick darüber, was Blog, was Magazin ist und das ganze drumherum. Wir haben den Begriff Magazin für uns so verstanden. Dass wir vom Begriff Blog zu Magazin gewechselt haben entstand aus unserem Wunsch nach Veränderung. Es hat sich einiges bei uns getan, viele Veränderungen, da war es für uns einfach naheliegend, dass auch auf dieses Art und Weise deutlich zu machen. Ich schrieb ja schon, dass ich die Grenzen da eher fließend sehe.

Darf ich fragen, woher Dein Wissen kommt? Hast Du beruflich damit zu tun? Das ist nur reine Neugierde meinerseits.

Zum persönlichen Stil: wir schreiben niemandem vor, wie er schreiben soll. Unsere Korrekturzwerge gucken nach Fehlern und ob der Text verständlich ist, sie schreiben aber keineswegs ganze Texte um. Wenn Du unsere Artikel als zu glatt gebügelt empfindest könnte es auch einfach daran liegen, dass einige unserer Autoren einfach noch nach ihrem eigenen Stil suchen. Wir sind ja alle (oder fast alle) keine Profis und ich persönlich finde es zum Beispiel sehr schwer, meinen eigenen Stil in ein Schriftstück einzubringen. Ich frage mich oft "Wie schreiben es andere?", was natürlich nicht unbedingt dazu beiträgt, dass mein Text auch nach mir klingt. Einen eigenen Stil zu finden kann vermutlich etwas dauern.

*Nachtrag*
Ok, wenn Du jetzt die Rezensionen meinst, da haben wir in der Tat Vorgaben, an die sich unsere Autoren halten. Damit wollten wir eine gewisse Vergleichbarkeit erreichen.
« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 15:44:49 von Teilzeitheldin »

Offline Zornhau

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #67 am: 12. Dezember 2013, 17:09:02 »
Zum persönlichen Stil: wir schreiben niemandem vor, wie er schreiben soll. Unsere Korrekturzwerge gucken nach Fehlern und ob der Text verständlich ist, sie schreiben aber keineswegs ganze Texte um.
Das habe ich GANZ ANDERS erlebt.

Und dieses Erlebnis war - bei allem, immensen Ärger - immerhin dahingehend erhellend, daß ich nun nachvollziehen kann, warum die Teilzeithelden-Texte alle so "gleichgeschaltet" wirken.

Offline Teilzeitheldin

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #68 am: 12. Dezember 2013, 17:58:18 »
@Zornhau: wie gesagt, bei Rezensionen haben wir sehr wohl Vorgaben, die wir einzuhalten bitten. Dazu zählt unter anderem eben auch die Anzahl der Worte, denn alles, was über eine bestimmte Länge hinaus geht, liest sich so gut wie niemand mehr durch - zumindest bei Texten im Internet. Es ist einfach anstrengend sich durch 20.000 Worte am Bildschirm zu quälen.

Offline Benjamin

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #69 am: 12. Dezember 2013, 18:00:36 »
Zusatz: Für jeden, der keine substantiellen Dinge lesen will, oder wenn der Text keine substantiellen Dinge enthält.

Immer diese Gleichmacherei ...  :)

Klar, wenn KPIs definiert wurden, dann hat man eben Rahmenbedingungen.
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Offline Teilzeitheldin

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #70 am: 12. Dezember 2013, 18:10:57 »
@Benjamin: ok, ja, Punkt für Dich. Aber selbst wenn der Text für mich interessant ist, finde ich es dennoch anstrengend und unbequem, ihn am Bildschirm zu lesen. Wenn  es ne Druckvariante gibt, drucke ich mir die Sachen fast immer aus.

Offline Glgnfz

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #71 am: 12. Dezember 2013, 20:22:36 »
Was hackt ihr auf den armen Teilis rum?

Wo ist das Problem, wenn sie sich als Magazin sehen, nicht als Blog oder wenn sie Kriterien an ihre Artikel anlegen...


Ich für meinen Teil bin froh, dass ich einen schicken kleinen Blog habe, aber warum sollte ich etwas dagegen haben, wenn andere Leute andere Wege gehen und versuchen die Chose einen Tacken größer aufzuziehen. Das sollte doch kein Problem darstellen.

Offline Benjamin

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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #72 am: 13. Dezember 2013, 10:04:14 »
Pfff ... Spaßbremse. ^-^
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Re: Kritische Stimmen - War: Was ist der Karneval der Rollenspielblogs?
« Antwort #73 am: 13. Dezember 2013, 15:46:10 »
was gnglfnz sagt.

Zitat von: TZH
@Boyscout: 25 Jahre? Gute Frage, wir sprechen uns dann nochmal.
nee, dann ist's ja zu spät. Es sei denn, die Artikel gibt's dann noch.
Das ist ja der Punkt!
Aber das ist ja, wie gesagt, nicht nur euer Problem, sondern ein Internetproblem. Da hatte ich vor einiger Zeit irgendwo mal den Hinweis gelesen, dass befürchtet wird, dass wir uns in die Richtung eines kulturellen, schwarzen Loches bewegen.
Das in einigen Jahrzehnten viel verloren geht, weil eben alles nur Digital da ist (bzw. dann NICHT mehr) und dann auch noch immer stärker mit Online-Zwangsbindung. Das gilt natürlich nicht für die Medien, die unendlich oft kopiert wurden.
« Letzte Änderung: 13. Dezember 2013, 15:49:11 von BoyScout »