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Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)

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Offline Blechpirat

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Im Tanelorn wurde die (wie ich finde) recht interessante Frage angerissen, inwieweit politische Haltung und Rollenspieldesign voneinander trennbar sind. Im Tanelorn driftete die Diskussion in eine Richtung, die gegen die HO verstößt, deshalb möchte ich sie hier noch mal andiskutieren.

Es geht um das oben genannte Rollenspiel von Varg Vikernes. Es soll eine Black-Metal-Legende sein, und über eine erwähnenswerte Vergangenheit verfügen:

Zitat
Zum Autoren: Vikernes ist Vertreter eines rechtsextremen Neuheidentums, Kirchenbrandstifter, verurteilter Mörder, jemand mit kaputtem Realitätsbezug, Rollenspielnarr sowie zentrale Figur in der Entstehung des (norw.) Black Metal. Außerdem hat er einige heidnisch rechtsnationale Bücher, sowie über Kult und Magie der alten germanischen Heiden verfasst. Seine immer wieder ausgesprochene Distanzierung vom Nationalsozialismus ist nur zum Teil glaubhaft.
Im Alter von 20 Jahren ermordete er den (auf ähnliche Weise sehr extremen) Musiker-Kollegen Øystein „Euronymous“ Aarseth.

Ohne Zugriff auf sein Spiel zu haben, drängt sich mir jetzt die Frage auf: Ist die Schaffung eines Rollenspielsettings per se politisch? Manchmal ist es offensichtlich, wenn z.B. in Aventurien eine vollständige Gleichberechtigung der Frau postuliert wird (oder ist das doch nur eine Orientierung an einer Zielgruppe?), manchmal auch nur ein Mangel an historischem Wissen und heutigen Werte (z.B. die Darstellung feudaler Strukturen in den Mainstreamsystemen).

Blickt man in Sci-Fi, Near Future und Steampunk, dann finden sich noch viele Beispiele von Setzungen, die nicht durch eine Bezugnahme auf ein historisches Vorbild zu erklären sind. Manchmal wird man zu dem Ergebnis kommen, dass hier im Setting bewusst Konflikte angelegt wurden, die ein interessantes Spiel ermöglichen sollen. Aber um das Beispiel der Gleichberechtigung in Aventurien zu nehmen: Hier wurde ein potenziell bespielbarer Konflikt gelöst - Brienne of Tarth ist eine spannendere, konfliktreichere Gestalt als die normale Kriegerin auf Aventurien.

Also: Ist die Schaffung eines Rollenspielsettings per se politisch?

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Offline Settembrini

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #1 am: 22. April 2015, 14:36:03 »
Da sprichts Du ganz große Themen an!

Ich denke das Wichtigste wäre es, ohne die Tanelorn-Diskussion zu kennen, erstmal den ganzem Rahmen dessen was "politisch" ist abzustecken.
Was denke ich unstrittig ist, ist daß jedwede kreative Tätigkeit, ja fast jeder Handlung ein paar Werteentscheidungen bzw. Glaubensfragen zugrundeliegen.
Bei Kunst ist eben auch schnell immer die Philosophie im Spiel. Man hat als Schaffender immer seine Philosophie auf deren Fuß man erschafft. Auch wenn man sie sich garnicht selber bewußt macht.
Und von da, also diesen fundamentalen Wertefragen bis hin zum großen Bereich der Politik reicht das ganze Spektrum! Was davon interessiert Dich genauer?

Ein bißchen ist ja die Frage so wie "haben böse Menschen schöne Lieder?".

Dies alles gesagt gibt es irgendwo aber eine Grenze, bei der es ganz banal tagesploitisch und parteipolitzisch wird, da weiß ich nichts von Norwegischen nazimetallern, wohl aber von Blue Rose:

http://greenronin.com/blog/2015/03/23/ronin-round-table-blue-rose-returns/

Das würde für mich klaren tages- und parteiploitische Färbung haben. Und diese denke ich ist NICHT zwingend mit dem Setting erschaffen verbandelt. Also ist der spannende Bereich vermutlich der zwischen des morgendlichen Überwindens des fundamentalen Skeptizismus und dem ProgDemRPG Blue Rose. Ich gucke aber mal im Tanelorn rein...wobei mir schon graust...

ADD: link?
« Letzte Änderung: 22. April 2015, 14:43:53 von Settembrini »
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Offline Benjamin

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #2 am: 22. April 2015, 15:09:02 »
Varg Vikernes scheint mir einfach mal ein Arschloch zu sein, oder alternativ ein gewalttätiger Troll. Aber seine Musik ist bisweilen nicht schlecht und war offenbar richtungsweisend. Seine Ambient-Stücke ohne Text sind schwerlich politisch einzuordnen. Wenn er in seinem Setting dunkelhäutige Personen nicht als minderwertig präsentiert, oder was er sich in seinem kranken Kopf sonst so zusammenspinnt, dann kann er das wohl trennen. Ich werde mir das Produkt aber eher nicht kaufen, um das zu prüfen.
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Offline Blechpirat

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #3 am: 22. April 2015, 15:15:54 »
Mit politisch meine ich - jetzt mal salopp gesprochen - eine Vorstellung davon, wie eine ideale Gesellschaft aussehen sollte.

Im :T: wurde das Werk unter http://www.tanelorn.net/index.php/topic,86764.msg1763986.html#msg1763986 vorgestellt. Dort ist auch ein Link auf die Quelle.
« Letzte Änderung: 22. April 2015, 15:17:43 von Blechpirat »

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Offline Settembrini

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #4 am: 22. April 2015, 15:17:57 »
Nun, da wären wir bei Blue Rose.

Ich meine aber daß es möglich ist, eine Welt zu schaffen, die man nicht für ideal hält. Die  Frage ist ja, wie sehr wird der Meinungshammer ausgepackt. Und da liegt eben der Hase im Pfeffer: in den Überzeugungen wie denn die aktuelle Welt funktioniert!

ADD: Ich habe gerade so eine ähnliche Situation bei Traveller. Wo ich etwas darstelle wozu ich eine starke Meinung habe. Aber es volkommen den Spielern und deren Wahrnehmung überlasse, ob sie die Mißstände interessieren oder nicht. Da es bei Traveller nur materielle Modellierung der Spielwelt gibt, kann ich also alle Reaktionen der "realistisch" modellieren, also in meiner Weltsicht: Interessensgruppen können soviel reißen, wie sie ressourcen haben. mobilisierung schlafender Reserven der allgemeinen Bevölkerung über deren Wertesystem einbegriffen.
Da kann es aber schnell knirschen, wie sehr sich die deutsche Gesellschaft auseinanderetnwickelt was "Dinge die wir NIEMALS akzeptieren würden" finde ich ganz frappant die letzten Jahre.

Bei D&D muß der SL ja auch modellieren was die großen Felder Gut-Böse; Chaos-Ordnung angeht. Wie das ohne noch viel stärker politische Sicht geht, bliebe mir unklar.
« Letzte Änderung: 22. April 2015, 15:25:04 von Settembrini »
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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #5 am: 22. April 2015, 15:27:24 »
Du sprichst das ja schon an: Eine solche Modellierung geschieht ja durch dich, mithin wird sie also gefärbt durch deine Wahrnehmung der Realität. Ich bin mir an der Stelle fast sicher, dass hier deine politischen Ansichten einfließen werden, denn dein Menschenbild ist ja ohne ausschlaggebend für deine politische Haltung.

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Offline Settembrini

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #6 am: 22. April 2015, 15:36:41 »
OK, klar, aber wir können doch feststellen, daß die Entscheidungen bei unterschiedlichen herangehensweisen und Spielen an unterschiedlichen Stellen auftreten, oder?

Also bei mir bei Traveller (da geht es um Wahlbetrug unter Ausnutzung von Stromsüchtigen), da spielt meine private Sicht auf die Realität als Wertefundament in der Modellierung eine Rolle.

Bei D&D müßte ich aber auch noch die Bewertung der Spieleraktionen explizit unternehmen.

Und bei BlueRose werden PösePurrschen gleich vom Zauberrotwild weggefegt.

Darüber hinaus kann ja die zugrundelegende Wertgemengelage eher liberal-pluralistisch sein oder nicht. Oder besser noch: dogmatisch oder undogmatisch. Was ja gleichzeitig ein Multiplikator für den Einfluß wäre. Mithin kann man denke ich erstmal annehmen, daß es sich um eine Art Kontinuum handeln. Man könnte das ja in so einem Storygame mit Burnerprozeß auch in der Gruppe verhandeln, die nötige reflexive Selbsterkenntnis aller Beteiligter vorsausgesetzt.

Das Kontinuum begänne dann tatsächlich nahe Null.
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Offline Blechpirat

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #7 am: 22. April 2015, 16:36:42 »
Drehen wir die Frage für den Erkenntnisprozess mal um. Wenn ein Nazi und ein Sozialist je ein Vikingerrollenspiel schreiben und sich dabei an der Mythologie der Vikinger orientieren - wie wirkt sich das wohl jeweils auf das Spielgeschehen am Tisch einer politisch desinteressierten Gruppe aus?

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Offline Settembrini

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #8 am: 22. April 2015, 16:57:27 »
Das fängt ja schon damit an, was denn ein Sozialist ist, ist der Nazi die rassistische Teilmenge davon oder nicht?. Aber grundsätzlich interessant: Dich treibt um die tatsächliche Wirkung am Spieltisch, nicht die moralische Bewertung? Sind ja unterschiedliche Diskussionen.

Wenn ich mal ins Blaue fabuliere, könnten man nazistisches Gedankengut sehr flüssig mit Conan und Wikingerrollenspiel in Einklang bringen. Es würde vlt. lange garnicht auffallen, je nachdem wie nervig-penetrant der Spielleiter ist mit Bezügen zur Jetztzeit. Heikel kann es vlt. werden, wenn er diese Naziheidensache und den Haß aufs Christentum stark in die Spielwelt reinzieht.
Christen als Cthulhukultisten quasi.
« Letzte Änderung: 22. April 2015, 18:20:27 von Settembrini »
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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #9 am: 22. April 2015, 17:24:03 »
Also: Ist die Schaffung eines Rollenspielsettings per se politisch?

Ja.

Eine andere Frage ist, ob das Spiel (am Tisch) oder das Setting (im Buch) absichtsvoll als Medium gebraucht wird, um etwas zu botschaften (und/oder zur Diskussion zu stellen).

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #10 am: 22. April 2015, 17:25:30 »
@topic: Ich sah hier auch eher das Problem in der Definition von "politisch", aber das hast du ja geklärt.
Meines Erachtens lässt sich das von RPG trennen. In "politisch" schwingt ja auch immer eine gewisse Absicht, Forderung oder Vorhaben, Motivation mit und das kann ich beim Großteil der RPGs nicht erkennen.

Was bleibt, ist die Vorbildung (oder Philosophie, wie Settembrini schreibt?) und die lässt sich m.E. schlechter vom eigenen Design trennen. Bei vielen (fast allen) Fäntelalter-Settings lassen sich z.B. die romantischen Verklärungen klar herauslesen. Ob die Autoren sie aber teilen, reflektieren, ablehnen lässt sich natürlich nicht herauslesen, wenn es nicht genannt wird. In keinem Fall sind RPG Inhalte 1:1 auf die Meinung übertragbar, Kontext ist natürlich wichtig.

Ich selbst könnte z.B. niemals ein Auftrags-RPG schreiben oder eine Wunschrunde leiten, weil mir bestimmte Themen einfach nicht schmecken und mich mit Vielem auch nicht auskenne. Das lässt sich aber allenfalls zusammenbasteln, wenn man mich gut kennt und nicht aus ein paar RPGs heraus.

in kurz: Ein Nazi RPG macht noch keinen Nazi, es sei denn, es steht drin.

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Offline Settembrini

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #11 am: 22. April 2015, 18:32:53 »
Ein Wichtiger Punkt ist vlt. der Klang bei den anderen Äußerungen ja auch an: was und wie stark ist der Wille zur aktiven Propaganda bzw. Beeinflussung? Gleichsam der missionierende Part, der kann ja gleich welcher Ideologie ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Als Beispiel sei mal Demokratie genannt, wenn Harnmaster geschrieben würde von Leuten die unbedingt eine Demokratieagenda haben und diese im Spiel unbedingt umsetzen wollen, würde wohl anders aussehen als es jetzt ist.

Rein theoretisch kann also die persönliche Überzeugung aus kreativen Überlegungen marginalisiert werden.

Ich persönlich bin aber sehr empfindlich/sensibel was meine Öffnung Spielleitern und Autoren gegenüber angeht: Wenn ich merke, daß jemand Böses, Haß, in sich trägt, dann kann ich mich nicht mehr darauf einlassen.
Davon halte ich mich dann auch aktiv fern. Das ist aber ganz diffizil, so ein bißchen wie der Unterschied zwischen Bushido und Sido, mit materiellen Kriterien kaum zu fassen, aber ganz offenkundig für den Informierten und Mitfühlenden.

Wo ich also anderen das prinzipielle Recht einräume, die Person des Künstlers und dessen politische, moralische Ansichten vom Kunstwerk/Beitrag getrennt zu betrachten, kann ich für mich selber diese Trennung nicht vollziehen.
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Offline blut_und_glas

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #12 am: 22. April 2015, 19:09:09 »
der missionierende Part

Für mich sehr treffend ausgedrückt, danke dafür.

Differenzieren würde ich davon dann noch zumindest zwei weitere Stoßrichtungen des bewussten Einbringens eigener Ansichten: Ein reines Mitteilungsbedürfnis einerseits oder andererseits eine Aufforderung zur Diskussion.

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Offline Benjamin

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #13 am: 22. April 2015, 20:43:57 »
Ich persönlich bin aber sehr empfindlich/sensibel was meine Öffnung Spielleitern und Autoren gegenüber angeht: Wenn ich merke, daß jemand Böses, Haß, in sich trägt, dann kann ich mich nicht mehr darauf einlassen.
Davon halte ich mich dann auch aktiv fern. Das ist aber ganz diffizil, so ein bißchen wie der Unterschied zwischen Bushido und Sido, mit materiellen Kriterien kaum zu fassen, aber ganz offenkundig für den Informierten und Mitfühlenden.

Wo ich also anderen das prinzipielle Recht einräume, die Person des Künstlers und dessen politische, moralische Ansichten vom Kunstwerk/Beitrag getrennt zu betrachten, kann ich für mich selber diese Trennung nicht vollziehen.
Das. Und das.

Dass in einem Rollenspiel-Setting Sexismus, Nationalismus, Rassismus oder ...ismus existieren, ist ja nicht das Problem. Sondern wenn das Regelwerk eine Botschaft transportieren möchte, also nicht "im Setting existiert dieser und jener Konflikt", sondern "diese Gruppe ist regeltechnisch benachteiligt weil ich ein Knallkopf bin".
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Offline Benjamin

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Re: Mythic Fantasy Roleplaying Game (by Varg Vikernes of Burzum)
« Antwort #14 am: 22. April 2015, 21:17:41 »
Ich kann mir vorstellen, dass die ursprüngliche Diskussion hier angestoßen wurde: James Raggi hat ein Youtube-Video geteilt, in dem Varg Vikernes über D&D spricht. Zak hat sich ziemlich empört, andere Leute haben extrem viel Schwachsinn geschrieben, woraufhin James das hier geblogt hat.

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