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[DRP] Herangehensweise: PDF

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Offline Blechpirat

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[DRP] Herangehensweise: PDF
« am: 17. Juni 2015, 10:24:33 »
Der DRP 2015 wurde verliehen. Aber wie man so schön sagt: Nach dem Preis ist vor dem Preis. Deshalb denke ich jetzt schon über 2016 nach und würde dazu gerne Meinung einholen.

Angenommen, man möchte PDFs (anders als bisher) zulassen. Wie geht man dann sinnvoll vor? Ich weiß von Literaturpreisen, dass die Veranstalter aus den (oft sehr zahlreichen) Nominierungen eine sog. Longlist bilden. Die Jury erhält nur die Bücher, die es auf die Longlist geschafft haben. Klingt praktikabel... aber nicht besonders fair. Was für Möglichkeiten seht ihr?

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Offline Greifenklaue

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Re: [DRP] Herangehensweise: PDF
« Antwort #1 am: 17. Juni 2015, 11:38:18 »
Hatte schon im Tanelorn gepostet, aber für die Diskussion hier:

Vielleicht erstmal eine Liste der Einreichungen, aus denen das Publikum seine 3-5 Favoriten für die Shortliste wählt?

Da dieses Jahr die Einreichungsliste nicht veröffentlich werden sollte (?), könnte man das ggf. auf .pdf-einreichungen beschränken.

Ganz, ganz toll fände ich eine Kategorie "kostenloses .pdf" (freie .pdf) etc.

Da gibt es tolle, tolle Sachen!
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Offline BoyScout

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Re: [DRP] Herangehensweise: PDF
« Antwort #2 am: 17. Juni 2015, 14:23:06 »
Ich würde kostenlose und kostenpflichtige PDFs BEWUSST nicht trennen, weil hier die Möglichkeit besteht, der Community zu zeigen, welchen MEHRWERT bestimmte Entwickler ohne Entgelt zur Verfügung stellen. Das lässt kostenpflichtige RPGs und die Entscheidung, wofür man was ausgibt noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Ansonsten sehe ich keinen Grund, warum man PDFs anders behandeln sollte als echte Bücher.

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Offline Blechpirat

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Re: [DRP] Herangehensweise: PDF
« Antwort #3 am: 17. Juni 2015, 15:13:15 »
Ich würde kostenlose und kostenpflichtige PDFs BEWUSST nicht trennen, weil hier die Möglichkeit besteht, der Community zu zeigen, welchen MEHRWERT bestimmte Entwickler ohne Entgelt zur Verfügung stellen. Das lässt kostenpflichtige RPGs und die Entscheidung, wofür man was ausgibt noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Ansonsten sehe ich keinen Grund, warum man PDFs anders behandeln sollte als echte Bücher.

Wenn ich jetzt 80 Seiten übles Gefasel tippe, werden die Rollenspielverlage das nicht verlegen (im Sinne von Lektorieren, Drucken, Vertreiben). Schon aus Eigennutz, weil es niemand kaufen wird. Als PDF kann ich es ohne Prüfung "vertreiben" und beim Preis einsenden. Der Unterschied ist die doppelte Vorprüfung im Verlag - 1. Lohnt es sich, 2. hab ich eine Chance auf dem Preis damit. PDFs können diese Vorprüfung umgehen. Deshalb denke ich, dass ich einen Filter brauche, bevor ich den gefilterten Rest der Jury zeigen kann.

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Offline BoyScout

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Re: [DRP] Herangehensweise: PDF
« Antwort #4 am: 17. Juni 2015, 17:10:44 »
Gut, das mag theoretisch ein Argument sein. Dennoch frage ich mich, was sie praktisch dazu treibt, dennoch wiederholt 80 Seiten übels Gefasel zu verkaufen ;D
Es gibt halt auch viele gratis RPGs, die kostenpflichtigen in Nichts nachstehen.
Man muss es sich also sowieso anschauen. Außerdem steht es einem ja praktisch frei, schlechter Qualität keinen Preis zu verleihen.
« Letzte Änderung: 17. Juni 2015, 17:14:03 von BoyScout »

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Offline Greifenklaue

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Re: [DRP] Herangehensweise: PDF
« Antwort #5 am: 17. Juni 2015, 22:33:55 »
Ich würde kostenlose und kostenpflichtige PDFs BEWUSST nicht trennen, weil hier die Möglichkeit besteht, der Community zu zeigen, welchen MEHRWERT bestimmte Entwickler ohne Entgelt zur Verfügung stellen. Das lässt kostenpflichtige RPGs und die Entscheidung, wofür man was ausgibt noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Ansonsten sehe ich keinen Grund, warum man PDFs anders behandeln sollte als echte Bücher.

Wenn ich jetzt 80 Seiten übles Gefasel tippe, werden die Rollenspielverlage das nicht verlegen (im Sinne von Lektorieren, Drucken, Vertreiben). Schon aus Eigennutz, weil es niemand kaufen wird. Als PDF kann ich es ohne Prüfung "vertreiben" und beim Preis einsenden. Der Unterschied ist die doppelte Vorprüfung im Verlag - 1. Lohnt es sich, 2. hab ich eine Chance auf dem Preis damit. PDFs können diese Vorprüfung umgehen. Deshalb denke ich, dass ich einen Filter brauche, bevor ich den gefilterten Rest der Jury zeigen kann.

Ja, versteh ich, aber Sachen wie Old Slayerhand, das Uhrwerk-Magazin oder der Anduin - um nur drei kleine Beispiele zu nennen - haben Aufmerksamkeit und eine Chance verdient.

Gernre in eigener Kategorie.

Ich denke, hier böte sich das Publikum an, um von einer Longlist zu einer Shortlist zu kommen.

(Und ja, es ist klar, dass es problematisch ist, wenn die Jury zu den dagen wir 10 Papierpublikationen nun auch 100 .pdf-Publikationen prüfen sollte).
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Offline BoyScout

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Re: [DRP] Herangehensweise: PDF
« Antwort #6 am: 18. Juni 2015, 11:50:39 »
Ich kann verstehen, dass sie den Aufwand im Überschaubaren Rahmen halten wollen. Aber dann sollen sie die Hauptkategorie doch "GRW, kommerzielles Hochglanz-Printprodukt" nennen oder so, damit sich der Leser nicht mehr wundern muss, wie manche Produkte, die vielleicht auch erst auf den Zweiten Blick ihre Qualität offenbaren, nicht zur Wahl standen.

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Offline Blechpirat

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Re: [DRP] Herangehensweise: PDF
« Antwort #7 am: 18. Juni 2015, 12:44:38 »
Ja, versteh ich, aber Sachen wie Old Slayerhand, das Uhrwerk-Magazin oder der Anduin - um nur drei kleine Beispiele zu nennen - haben Aufmerksamkeit und eine Chance verdient.

Das denke ich eben auch. Deshalb diese Diskussion hier. Ich MÖCHTE die Kategorie ja. Ich frage mich nur, wie ich zu einem fairen und praktikablen Filter komme, der aus den Einsendungen zumindest eine Longlist destilliert, die man der Jury zeigen kann.

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Offline blut_und_glas

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Re: [DRP] Herangehensweise: PDF
« Antwort #8 am: 20. Juni 2015, 00:59:24 »
Gernre in eigener Kategorie.

Da bin ich dann allerdings beim BoyScout. Wenn es einen Platz auch für freie (pdf) Produkte gibt, dann auch in einer gemeinsamen Kategorie mit den kommerziellen. Denn ein herausragendes freies Spiel hat es in meinen Augen nicht verdient, dann gegenüber einem eventuell weniger überzeugenden kommerziellen Produkt "abgekanzelt" zu werden ("jaja, erster Platz in der Selberkrakelkategorie, jetzt zeig mal lieber den echten Gewinner").

Beim Filtern würde ich entweder auf (gegebenenfalls weitere) Helfer in der Organisation setzen oder eventuell die Bewertungskriterien durch die Jury für pdf-Produkte so anpassen, dass ein Juror "berechtigt" ist, ein Produkt, das ihm beim ersten Überfliegen nicht anspricht, in seiner Wertung durchfallen zu lassen, das ist aber sicher die problematischere Version.

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