Autor Thema: [Prussian Gamer im Exil]Ich lag falsch mit fast Allem. Die Erklärung Teil 1  (Gelesen 7937 mal)

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Offline oliof

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Ich bin ja nu Wahlberliner und habe mich aber einer Berliner Rollo-Szene -- wenn es die überhaupt gibt -- bis dato nicht genähert. Meine Runde ist international voller zugezogener wie ich einer bin, und vermutlich bin ich einer der gesetztesten Langweiler die es überhaupt gibt (und gentrifizierender IT-Hipster noch dazu). Aber dass Berlin insbesondere vor der Wende ein kultureller Dampfkochtopf war, ist ja nix neues (siehe zum Beispiel Mark Reeder's B Movie, wo das für die Punk und Musik-Szene bis hin zum Techno durchdekliniert wird). Dass davon heute so gar nichts übrig ist, kann ich nicht bewerten, aber die Sonderstellung Berlins als eingeschlossene Stadt, in der alles Ausbrechen einer gewissen Innengewandheit unterworfen war, das kann ich mir gut vorstellen, das das eben einmalig und unwiederholbar und unwiederbringbar ist und eben auch die Erinnerungen und Erlebnisse derer, die hier groß geworden sind.

Offline Blechpirat

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Als ich "damals" erstmals nach Berlin zog - sicherlich schon viele Jahre nach dem Fall der Mauer, aber noch im letzten Jahrtausend - hatte ich einen anderen Eindruck von der Szene: Fragmentiert, kaum in der Lage miteinander zu sprechen, und sehr in sich gekehrt - vielleicht mit Ausnahme des Projekts Odyssee, welches man überhaupt nicht genug loben kann. Zugang fand ich über das "organisierte" Spielertum nicht. Auffällig wie klein die Cons waren - die "Provinzcons" waren größer und boten auch diverseres Programm, und der Nordcon war und ist (auch weil die Hamburger/Norddeutschen Vereine an einem Strick zogen) um Größenordnungen bunter, besser besucht und interessanter als alles, was Berlin so bietet.

Ähnlich die Berliner, die ich kennenlernte - oft unglaublich kiezbezogen, mit Zorn und Verachtung auf andere Stadtteile blickend und eher selten mal aus der Stadt herausgekommen - ich wohne in Schöneberg, warum sollte ich mir Paris angucken wollen? Oder gar Käffer wie Aachen, Weimar oder Heidelberg? Jeder Provinz-Wessi war da weltgewandter. Das hat sich massiv geändert, meine Beobachtungen entsprechen der von oliof; es ist heute eher kniffelig geworden, seine Rollenspielrunde auf deutsch durchzuführen, weil der Freundeskreis zwar seit Jahren in Berlin lebt und arbeitet, aber mangels Notwendigkeit nicht mal einen Kaffee zum Mitnehmen auf deutsch bestellen kann.
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Offline Settembrini

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Alles was Blechpirat sagt stimmt aber widerspricht überhaupt nicht dem was ich gesagt habe.
Unterstreicht es sogar.

Niemand hat gesagt Berlin hätte großes Rollenspielerisches auf die Beine gestellt.

ADD: Blechpirat auf RessiCons sind aber die Mitspieler und Spielleiter meistens Vollhonks oder unglaubliche Langeweiler. Aber das ist nochmal was anderes, das habe ich noch nicht ausgewalzt. Ich war im Westen auf vielen Cons, und fast immer Totalausfälle.
« Letzte Änderung: 14. August 2017, 17:04:55 von Settembrini »

Offline Settembrini

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Nichts ist piefiger als die Provinz, die sich für die Avantgarde hält.
Man lasse mal all die Berlin vs. (West-)Provinz-Klischees weg, die allein schon profung engstirnig daherspazieren (der Westler ist entweder Aussenseiter vulgo Halbwaise oder elitäre Provinzbirne, glücklich und satt mit Schule, Sportverein, Musikunterricht und Freiwilliger Feuerwehr - echt wirklich?). Berlin mit seinen vielen Rollenspielläden, Berlin mit den krassen Nerds, dem hohen Niveau und der Fallhöhe zur Provinz? Wie süß! Mir scheint in dieser Selbsterhöhung durch Beweihräucherung des Eigenen und Abwatschung der Anderen, jene Kleinkariertheit und durch diese heimelig riechende Nabelschau auf ein Früher, das eh nie so war, jene Romantik durchzuscheinen, die doch der Provinz angelastet wird. Nicht anders als bei Thomas, dessen System Paranoia war: Es gibt also ein Spiel und einen der weiß wie man es wirklich spielt (und wo wohnt der? In Berlin!) und wenn man dies bei diesem gespielt hat, dann kennt man dieses Spiel? Ist das nicht betonfester Konformismus aus dem Gleichschrittbunker des einen richtigen Spielens/Weges?
In diesem Sinne: Chapeau und Glückwunsch: Der lange Weg von der schlimmsten Hochausgegend Berlins in das behäbige Selbstgefallen der Provinz scheint abgeschlossen. Aber vielleicht musste dafür auch nie ein Schritt gemacht werden - vielleicht ist Berlin nicht anders als der Rest der Republik.
Grüße und Liebe aus dem Südwesten.

Genau in dem Duktus schreiben genau die Leute, die Teil des Problems sind, anstatt Teil der Lösung in der FAZ ihre Leserkommentare. Genau so.

Alles was ich gesagt habe sagt ja rein gar nichts darüber aus, daß das nicht an anderen Orten auch geile Ort zum Zocken gab.

Und an vielen Stellen drehst Du Dir die Worte zurecht, daß es Deinerseits ekelig wirkt: ich hab lediglich geschildert wie das damals war, daß viele bemüht waren IHR System zu finden, die Vielfalt des Angebots wurde anders wahrgenommen als sie das online gemacht wird. Oder auf Restdeutschen Cons. Nicht mehr und nciht weniger habe ich gesagt. Den Rest hast Du irgendwie, wie die FAZ-Kommentatoren, aus Deiner Ressentimentschublade geholt...


Offline Settembrini

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Zitat
glücklich und satt mit Schule, Sportverein, Musikunterricht und Freiwilliger Feuerwehr - echt wirklich?

Das möchte ich getrennt hervorheben: Ja, wirklich. Ist doch für jeden mit Augen zum sehen ganz offenkundig. Sonst würde es nicht hunderte Lieder, Tausende Romane und Hunderttausende Flüchtlinge geben, die davon künden.

Das wußte ich, aber das Ausmaß des Konformismus war doch ein Schock für mich. Was daran niedlich oder süß ist, bleibt mir verborgen. Aber ihr habt ja gewonnen, Westberlin ist geschleift, wie Blechpirat auch für die Rolloszene beschreibt.

Offline Infernal Teddy

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Dann... nimm doch deine schaufel und gehe nach hause, und lass den rest von uns spaß haben?

Offline Andreas (RPGnosis)

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Aber ihr habt ja gewonnen, Westberlin ist geschleift, wie Blechpirat auch für die Rolloszene beschreibt.
Echt jetzt? Ich bin Vollhonk und Konformist, weil mir Blind Guardian gefällt, habe als Wessi keine Ahnung von gutem Rollenspiel (tm) und jetzt habe ich auch noch Westberlin geschleift...?  Das ist dann doch zu viel der Ehre.
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Offline +12vsMentalDamage

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Alles was ich gesagt habe sagt ja rein gar nichts darüber aus, daß das nicht an anderen Orten auch geile Ort zum Zocken gab.

Und an vielen Stellen drehst Du Dir die Worte zurecht, daß es Deinerseits ekelig wirkt: ich hab lediglich geschildert wie das damals war, daß viele bemüht waren IHR System zu finden, die Vielfalt des Angebots wurde anders wahrgenommen als sie das online gemacht wird. Oder auf Restdeutschen Cons. Nicht mehr und nciht weniger habe ich gesagt. Den Rest hast Du irgendwie, wie die FAZ-Kommentatoren, aus Deiner Ressentimentschublade geholt...

Bitte entschuldige, dann reden wir wohl über verschiedene Beiträge. Ich habe überhaupt keine Ressentiments geäußert, sondern mittels deiner Aussagen darauf hingewiesen, dass es mir so scheint, dass in deinen Aussagen der gleiche Mief steckt, der dich scheinbar so ankotzt. Dass du deinen Beitrag nun auf das Obige zusammenstutzt und mir ein falsches Verständnis und falsche Auslegung vorwirfst, zeugt von Fantasie. Dieser Blogbeitrag und die beiden anderen strotzen nur so von Ressentiments - da muss ich mir keine Worte zurechtdrehen, sondern einfach nur das lesen, was du geschrieben hast. Das ich dich hier falsch verstanden und mir irgendwelche Ressentiments aus dem Hut gezaubert hätte, ist grotesk

Zitat
glücklich und satt mit Schule, Sportverein, Musikunterricht und Freiwilliger Feuerwehr - echt wirklich?

Das möchte ich getrennt hervorheben: Ja, wirklich. Ist doch für jeden mit Augen zum sehen ganz offenkundig. Sonst würde es nicht hunderte Lieder, Tausende Romane und Hunderttausende Flüchtlinge geben, die davon künden.

Das wußte ich, aber das Ausmaß des Konformismus war doch ein Schock für mich. Was daran niedlich oder süß ist, bleibt mir verborgen. Aber ihr habt ja gewonnen, Westberlin ist geschleift, wie Blechpirat auch für die Rolloszene beschreibt.

Niedlich ist diese Denke von Westberlin vs. dem Rest der Republik.

Offline BoyScout

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Alter Spalter, ob das nun nötig war sei mal dahin gestellt. Ich fühle mich aber auch nicht angesprochen. Ein paar Beobachtungen in begrenzten Bereichen des Westens (tm) kann ich ehrlicherweise schon nachvollziehen, mir fehlt allerdings auch der Vergleich zum Prä-Mauerfall-Berlin. Es wird wohl aber eher so sein wie überall, das zum großen Teil die gleichen, ängstlichen Arschgeigen herumlaufen, auch in Westberlin.
Den Konformitätsvorwurf kann ich auch halbwegs verstehen, das liegt aber wohl eher an der Gleichgültigkeit (uns geht's ja "gut"), es erfordert eben den geringsten Aufwand, alles hinzunehmen, und daher sind die meisten auch eher unpolitisch und gerade eben NICHT politisch.

Im Ruhrpott - was jetzt auch nicht gerade repräsentativ für D ist - war (ist?) das eher so, dass kaum jemand das Bedürfnis hatte, sich gegenüber anderen zu profilieren. Das sah man auch an der Mode, die hatte man halt an, damit man nicht nackt war. In Berlin springen einem die Clowns ja heute noch aus jeder Seitengasse an. Man hat sich auch meistens in Ruhe gelassen, zwischen Oberhausen und Dortmund gibt so viele unterschiedliche Menschen auf so engem Raum, da wäre man ja nie am Kiosk angekommen, wenn man mit jedem den Schwanzvergleich gemacht hätte und sich jede Lebensgeschichte hätte anhören müssen.
Die Unauffälligkeit muss also nicht zwingend Konformität sein, sondern kann auch Bescheidenheit sein. Also kein Bock auf Fußball, Verein, Rauchen, oder Mitsaufen? Du magst kein Punk und der andere kein HipHop? Das war hier doch scheißegal, wir hatten so viele Möglichkeiten, da fanden wir schon was, was zusammen Spaß machte. RPG und Tabletops z.b.

Die Systemwahl war am Anfang zwar tatsächlich überschaubar, aber wir hatten ja alle auch noch Dutzende andere Interessen, man hatte also gar nicht die Zeit in jedem Hobby alles zu kennen, was es gab.

Offline Settembrini

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@Ruhrgebiet und andere sozial entgrenzten Gegenden:

Üblicherweise finden in Umfragen (statistisch relevant) und im Anekdotischen die Berliner und die Ruhrgebietler sich regelmäßig am sympathischsten. Aber für das Rollenspiel gibt es da eben für 'Pottler noch vorhersehbarer die Standardbiographie aus Shadowrun & DSA & Earthdawn (gefühlt in der Reihenfolge).

@ängstliche Arschgeigen:
Ja natürlich gibt's Idioten in großer Zahl überall. Was es aber im Westen in unglaublicher Überzahl gibt: Verspießerte Akademiker, daß die Schwarte kracht. Alle mit denselben Interessen und Gewohnheiten.

Wenn Unterschichtler ihre Heimat abfeiern und alles andere doof finden und allle ihr Dorfding (Worte die mir unbekannt waren, ganz kleine Auswahl: Kerwe, Kirmes, Jungschar, Freizeit und was Freiwillige Feuerwehr überhaupt bedeutet) machen, daß ist dann authentisch und damit unangreifbar & verständlich. Jungschar habe ich im Übrigen immer noch nicht verstanden, warum man das machen sollte.  Aber egal.

Aber daß hier alle Studierten (Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung gleichermaßen, mit jeweils anderer Schwerpunktsetzung) Bouldern & Wandern und Biofleisch essen und die gleichen Klamotten tragen, das konnte ich mir in kühnsten Träumen nicht ausmalen. Wie gesagt, daß haben andere ja schon in vielerlei Kulturprodukten einfließen lassen, aber wenn man es erlebt, ist es nochmal was anderes. Und ja, in anderen Ländern ist das nachweislich anders.

Wie ich auf den Konformismus im Rollobereich reagiere, kann man ja seit 2005 nachlesen. 

@Hipsterklamotten in Berlin:
Das sind Zugereiste. Und das ist ja das Problem das der Eingeborene mit den Zugereisten hat: Daß die eine Rebellion gegen etwas abfeiern, was der Berliner auf fundamentale Weise nicht verstehen kann. Klar, der Mechanismus ist offenkundig, aber die tatsächlichen Gefühle, die die zugereisten bewegen sind fremd. So wie ich eben das Ausmaß der Konformismus-Fallhöhe eben auch später erfaßte.

Offline Settembrini

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Um aus dem speziellen Klein-Klein herauszukommen, hier mal Teil 4:
https://hofrat.rsp-blogs.de/2017/08/15/hater-bleiben-spasten-die-erklaerung-teil-4/

Offline Andreas (RPGnosis)

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Du schriebst:
Zitat
Was mich tatsächlich traurig macht ist aber, daß gerade dies alles für mich als Einzelnen auch im Rollenspielhobby gilt. Und dafür sind Subkulturen eigentlich da: Um Gemeinsamkeit und Verständnis außerhalb der Mehrheitsgesellschaft ohne Ansehen der Herkunft zu finden
Was mir in deinen Texten um die Ohren fliegt, sind in erster Linie pauschalisierende Beleidigungen und Abwertungen aller anderen, die nicht in deiner West-Berliner Rollo-Szene waren. Das betrifft wahrscheinlich die meisten hier. Man kann das ganze als allgemeinen Gesellschafts-Rant lesen, aber dann sehe ich nicht den wirklichen Mehrwert darin. Ja, wir werden alle älter, und ja, manches war früher cooler. So what.

Zwar gibt es zwischendrin einen Hauch von beschaulicher Selbstkritik (als du deine aggressive Diskussionskultur mit deiner Hochhaus-Herkunft in Verbindung bringst), der sich für mich aber letztlich dann doch so zusammenfassen lässt: Früher dachte ich, ihr seid alle scheiße und ich normal, heute bin ich schlauer: ihr seid normal, und ich steche ganz gewaltig aus der Menge heraus. Wer mir da nicht zustimmt, ist Langweiler und Konformist. Und wer bei der Feuerwehr ist, oder Blind Guardian hört, sowieso. Letztlich schmeißt du mit so vielen pauschalisierenden Abwertungen um dich, dass sich jeder davon irgendwie betroffen fühlen sollte.

Dagegen habe ich deine eigentliche Botschaft, über die du (vielleicht, denn auch das ist bei dem beleidigenden Duktus nicht ganz klar) diskutieren willst, aus dem Traktat anscheinend nicht herauslesen können. Das große beleidigt-sein, die Unzufriedenheit mit der Gegenwart, und das sich-zurückgesetzt-fühlen übertönen da leider die interessanten Zwischentöne (Jurorerei, Interview-Anfrage...). Wenn es um diese geht, wäre ein Austausch sicher interessant, aber nicht in der Form, dass ich als Blind Guardian hörender Wessi erstmal dein Wohlwollen durch Konformismus (Zustimmung zu deiner Ranterei) gewinnen muss, bevor wir über diese Dinge ins Gespräch kommen können.
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Offline Settembrini

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Früher dachte ich, ihr seid alle scheiße und ich normal, heute bin ich schlauer: ihr seid normal, und ich steche ganz gewaltig aus der Menge heraus.

Das trifft es gut.

Wenn Du nen spezifischen Diss gegen Dich willst, nicht nur einen Allgmeinen, sag Bescheid. Ich habe genau aus meiner Einsicht, die Du oben gut treffend zusammenfaßt, mich nie auf Dich eingeschossen.

Ich vermute aber nicht, denn aus einem Satz wie:

Zitat
Dagegen habe ich deine eigentliche Botschaft, über die du (vielleicht, denn auch das ist bei dem beleidigenden Duktus nicht ganz klar) diskutieren willst, aus dem Traktat anscheinend nicht herauslesen können.[...] übertönen da leider die interessanten Zwischentöne (Jurorerei, Interview-Anfrage...).
Hervorhebung von mir

Verstehst Du "es" ohnehin nicht. Wie oft habe ich das gerade in den aktiven Jahren gehört?
Und es hat nie gestimmt.

Ich bin kein Blogger wie Du.

Offline Andreas (RPGnosis)

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Warum sollte ich "einen spezifischen Diss wollen"? Da du ohnehin scheinbar schon weißt, was ich verstehe, und was nicht, hätte das eh keinen Sinn.
Und woher kennst du meine Gefühle und Motive eigentlich? Ich würde sagen, wir sind uns fremd, weil du einen Scheiß den Eindruck vermittelst, mich (oder andere) als Gesprächspartner ernstzunehmen oder auch nur Interesse an anderen Meinungen zu haben.

Wenn du an eine Diskussion interessiert bist, wäre es hilfreich, deinen Standpunkt vielleicht nochmal ohne Hate zusammenzufassen. Denn dass deine Beiträge vor Abwertung und Angriffen triefen, lässt sich wohl schwer bestreiten. Ebenso die Tatsache, dass du jedem, der dies kritisiert, genau dies dir gegenüber vorwirfst.
Ich meine, du bist ja weder dumm noch ungebildet, es sollte dir also auffallen, dass hier in erster Linie über deinen Ton bzw. dein universelles Ankotzen aller nicht-80er-West-Berliner-Rollenspielprofis gesprochen wird.
Da der Rest der Welt deiner Erkenntnis nach aber doch nicht scheiße ist, sondern normal, und du derjenige, der aus der Masse heraussticht, ist deine eigentliche Message (abseits von Beleidigungen) also offenbar nicht so ohne weiteres für normale Leute zu verstehen. Da du dich für überlegen hältst, und das Gespräch eröffnet hast, wäre es also nur fair, wenn du versuchst, dich auf das Niveau deiner potentiellen Gesprächspartner herabzulassen und vielleicht nochmal zu erklären, was eigentlich dein Argument ist, und was du dir in der Diskussionen für Antworten oder Erkenntnisse erwartest. Ansonsten hättest du dir das auch sparen können, denn dann lässt sich dieses Gespräch für mich kaum anders interpretieren, als dass es dir vor allem darum ging, Beleidigungen loszuwerden.
« Letzte Änderung: 15. August 2017, 13:04:10 von Andreas (RPGnosis) »
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Offline Settembrini

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Ich spüre, daß Du irgendwie getroffen bist, aber ich verstehe nicht genau was Du willst. Ich kann natürlich nicht wissen, was Du fühlst und denkst.

Ich habe nur geraten, daß Du mit nem Diss nicht gut umgehen kannst, so aus der Wahrscheinlichkeit heraus, weil Du ja auch sagst, "ohne Beleidigungen den Kern ich doch sagen soll".
Das geht bei nem Diss ja nicht.

Und da Angebot war ja nur, weil Du ALLGEMEINE Beleidignungen verteufelst. Dabei gibt es viele die sagen "Dissen nur mit Namen, immer mit Namen!" Aber Du magst Disses wohl halt insgesamt nicht, also lasse ich es.

Und Nein, ich kotze nicht alle nicht-Berliner an. Jeder zieht sich den Schuh an, der paßt. Kool Savas und Sido und Blokkmonsta spielen auch in Bayern in vollen Venues. Ich habe nur erklärt warum u.a. ICH anders bin. Klasse, Rasse und Regionales. Daß ihr Euch alle auf die Region stürzt, läßt vermuten, daß das die einzige Kategorie, die ihr mit Fußballmentalität (SCHALKE!! DOCHTMUND!! KÖLN!! BIELEFELD!!!) tribalistisch mental geregelt kriegt.
Huch, da war wieder n Diss. 8)

Wie dem auch sei, hier habe ich gearde nochmal was gefunden, was so ein Beispiel für baffes Erstaunen war:

https://www.tanelorn.net/index.php/topic,102019.msg134475598.html#msg134475598

ADD:
Und damit bin ich erstmal fertig mit der Nabelschau, nun wieder vorwärts zu Ausgabe #7, der Special Edition und der PESA-Weltherrschaft! Ha--hah!
« Letzte Änderung: 15. August 2017, 13:15:36 von Settembrini »