Autor Thema: [Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I  (Gelesen 3927 mal)

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Offline Greifenklaue

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #60 am: 01. September 2017, 10:00:01 »
sie fordert aber doch nur "Komplikation ist besser als Charaktertod wenn dieser langweilig ist." Das ist ein entscheidendes Kriterium! Es macht halt einen Unterschied, ob Jon Snow einfach beim Spazierengehen in ein Loch fällt und ertrinkt, und es dann keinen juckt, die Thronfolge geräuschlos vonstatten geht und das keinen Einfluss auf irgendwas hat. Da ist es recht und billig zu sagen "nee, langweilig, lasst uns das mal ignorieren und Jon weitermachen lassen."
Ehrlicherweise gibt es aber auch recht wenige Systeme, wo man das bespielt ...
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Offline JollyOrc

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #61 am: 01. September 2017, 10:44:36 »
Naja, die meisten Powered by the Apocalypse Spiele funktionieren im Endeffekt so. Wird halt nur häufig genug falsch verstanden und angewendet.

Offline Greifenklaue

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #62 am: 02. September 2017, 22:03:19 »
Naja, die meisten Powered by the Apocalypse Spiele funktionieren im Endeffekt so. Wird halt nur häufig genug falsch verstanden und angewendet.

Ich hab bisher erst einmal gespielt, mir aber die Podcast angehört.

Da hast Du doch als SL die Wahl, einen weichen oder harten Move zu machen - und bevor Du jemanden im See versenkst, machst Du erstmal einen weichen: Das Eis bricht gleich.

Und auch dann hast Du ja als SL die Qual der Wahl. Und, wenn ich es recht verstanden habe, nach dem harten Move des in den See versenkens, käme noch der dritte Move, der tödliche hinzu.

Bin mir deswegen auch nicht sicher, ob es meins ist, aber ... ich bin tatsächlich mal gespannt.

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Offline Lord Verminaard

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #63 am: 02. September 2017, 23:00:21 »
Ich wundere mich ja immer, warum alle PbtA so toll finden... aus meiner Sicht sind das Casual Games für faule Spieler und SLs, wo im Regelfall genau die inkonsistente, absehbare Fiktion rauskommt, die Set hier beklagt. Aber das bin ja nur ich. ;)

Offline viral

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #64 am: 03. September 2017, 00:11:32 »
soweit ich die PbtA Konzept verstanden habe, ist es eine einfache Mechanik für storyorientierte Rollenspiele ohne kompetetiven Charakter. Aber es gibt da genau TP und wenn die 0 sind, ist es vorbei. Das Ziel ist dabei eine lebendige Beschreibung der Situation hinzukriegen.

ABER:
- dazu brauchst du euch keine PbtA Mechanik, das kannst du genauso in D&D reinbauen
- es gibt halt diese Mechanik bei PbtA, dass die Qualität deines Erfolges einen Einfluss auf die Situation hat (Erfolg mit Komplikation und Erfolg ohne Komplikation)

Das Problem, das ich hierbei sehe ist, dass man da den Spielern permanent eine reinwürgen kann - wenn man ein schlechter SL ist.

Mein Eindruck:
Schlechte SLs können mit PbtA Spieler noch schneller frustrieren. Gute SLs können mit ihren Spielern aber auch gut Spass haben.

Wobei ich denke, dass man damit wohl ganz gut Story-ARS spielen kann - oder wie man das früher genannt hat.

Offline Greifenklaue

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #65 am: 03. September 2017, 10:40:50 »
XERZ
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Offline Lord Verminaard

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #66 am: 03. September 2017, 16:08:12 »
Was PbtA tut ist, es sorgt dafür, dass Dinge passieren. Das System versorgt dich am laufenden Band mit kleinen, mundgerechten Häppchen, wo du eigentlich nur noch ene mene muh zwischen ein paar Alternativen aussuchst, oder die Vorgabe mit etwas Leben füllst. Daraus entsteht zwanglos eine vor sich hin plätschernde Fiktion, aber die Häppchen auf Relevanz oder Sinn zu prüfen, ist vom System her optional. Und wenn dich mal die Inspiration trifft und du was bestimmtes machen oder sein willst, dann besteht eine gute Chance, dass das ins Korsett des Systems nicht so richtig rein passt und du erst mal irgendwas umdeuten oder ergänzen musst. Und für ein System, dass sich „play to find out“ und „fiction leads“ auf die Fahnen geschrieben hat, dreht es sich (je nach Variante) dann ganz schön viel um abstrakte, aber harte Currencies, die zwar irgendwie mit der Fiktion verknüpft sind aber das Prinzip von Ursache und Wirkung eher ins Gegenteil verkehren, soll heißen, du machst es, weil es von den Punkten her Sinn ergibt, und nicht, weil es von der Fiktion her Sinn ergibt. Q.e.d. es passiert etwas, aber was, ist nicht so wichtig.

Wer Vincent Bakers Schaffen ein bisschen verfolgt hat, der wird hierin auch genau seine Philosophie erkennen, Jedermannspiele zu schreiben: Spiele, bei denen jeder mitmachen kann und die Regeln zeigen ihm, wie. Eben Casual Games, und damit für die Art von (vergleichsweise) anspruchsvollem Erzählspiel, die ich mag, dann zwar theoretisch nutzbar aber praktisch nicht sehr sinnvoll, weil das System eher behindert als nützt. Insofern würde ich nicht exzellent (wie in XERZ) dazu sagen, aber andere mögen das anders beurteilen...

Offline viral

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #67 am: 03. September 2017, 17:08:00 »
ich muss zugegen ich hab bisher nur Blades in the Dark überflogen. Mein Eindruck war dabei, dass die Moves/Aktionen eigentlich ganz gut passen. Allerdings scheint das eine der besseren Varianten der PbtA zu sein. Playbooks und Crews machen einen konsistenten Eindruck ... ich werd es evtl. jetzt mal im Herbst leiten. Dann kann ich auch mal was dazu sagen, wie gut das Ganze wirklich funktioniert.

Dungeon World ist ja wirklich dazu ausgelegt eine Kampagne in 10 Sitzungen durchgezogen zu haben und die Charaktere sind dann am Ende der Fahnenstange angebkommen - so vom Powerlevel usw.

Sonst hab ich aber auch schon gelesen, dass manche PbtA RPGs auch sehr verkorkst sind. Da gibts wohl so ein Cthulhu-artiges Dingens, das wohl nicht auf viel Gegenliebe gestoßen ist.

Offline Lord Verminaard

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #68 am: 03. September 2017, 17:24:40 »
BitD hat ja gar nicht die starren Moves à la AW, die Actions sind ja eigentlich eher normale Skills. Es demonstriert aber meinen Punkt über Currencies sehr gut. Disclaimer: Habe es nicht gespielt, nur angelesen. Wird sich aber demnächst ändern.

Offline Pyromancer

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #69 am: 03. September 2017, 19:13:48 »
PtbA (meine Spielerfahrung: Monsterhearts und eine selbstgebaute Atlas-Shrugged-Variante) sind natürlich "casual games" in dem Sinne, dass man sich ohne große Vorbereitung hinsetzen kann und losspielen, und es läuft. Und es ist da schwer, aus dem "Rahmen" auszubrechen - aber das muss ja auch nicht immer sein. Manchmal darf eine Runde auch "vorhersehbar" sein - das ist sie bei den 08/15-D&D-Dungeoncrawls doch auch.

Diese "Oh Scheiße was passiert jetzt?"-Momente wo der Puls auf 180 geht, man nur unvollständige Informationen hat aber man JETZT eine Entscheidung treffen muss, die die gesamte Kampagne beeinflussen wird sind zwar fantastisch, aber die brauch ich nicht jedes Mal, wenn ich mich unter der Woche nach Feierabend zum Spielen treffe.

Offline Tom

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #70 am: 04. September 2017, 10:40:44 »
Sonst hab ich aber auch schon gelesen, dass manche PbtA RPGs auch sehr verkorkst sind. Da gibts wohl so ein Cthulhu-artiges Dingens, das wohl nicht auf viel Gegenliebe gestoßen ist.
Du sprichst von tremulus. Ja das hat durchaus so seine Eigenheiten und Macken. Ich würde (sollte es mich jemals wieder überkommen Cthulhu mit pbtA zu spielen) wohl eher zu Mythos World greifen. Ist das gleiche in einfacher. Regelseitig auch näher dran an Apocalypse / Dungeon World.
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Offline Lord Verminaard

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« Antwort #71 am: 04. September 2017, 10:59:11 »
Cthulhu + Erzählspiel in gut = Cthulhu Dark.

Offline Tom

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« Antwort #72 am: 04. September 2017, 11:58:14 »
Cthulhu + Erzählspiel in gut = Cthulhu Dark.
Ich weiss. Spiele seit ein paar Jahren mit den Cthulhu Dark Regeln.
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Offline Greifenklaue

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Antw:[Prussian Gamer im Exil] Lost Smackdowns Vol. I
« Antwort #73 am: 04. September 2017, 12:04:19 »
Cthulhu + Erzählspiel in gut = Cthulhu Dark.

Das war der Einseiter?

Der im Kickstart zur 2nd gerade auf 200 Seiten aufgebläht wird?
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Offline Tom

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« Antwort #74 am: 04. September 2017, 12:09:57 »
Was das Buch dick macht sind die Abenteuer die in verschiedenen Zeiten spielen. Graham wollte eine ziemlich Bandbreite damit abdecken. Man kann bedenkenlos mit dem frei verfügbaren Regeln spielen. :)

Und nicht vergessen, es gibt auch die 8-seitige Cthulhu Dark Grindhouse Edition. :D

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