Autor Thema: Szenenbasiertes Rollenspiel  (Gelesen 4476 mal)

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Offline Settembrini

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Antw:Szenenbasiertes Rollenspiel
« Antwort #105 am: 17. Februar 2018, 16:32:16 »
Die Zahl der formal hochgebildeten unter den Rollenspielern und die praktische Abwesenheit von Migrationshintergründen (oder auch den anderen Ausgrenzungsfaktoren, vielleicht mit Ausnahme der sexuellen) spricht allerdings dagegen, dass die erstgenannte Gruppe einen signifikaten Anteil stellt.

Es untermauert aber die Entfremdung, die Settembrini zur westdeutschen Rollenspielkultur empfindet. Darum ging es hier mehr, als um das Runtermachen von Storygamern, meine ich.

Exagtamente. Wobei ich an anderer Stelle schon sagte, die West-Berliner Szene eine sehr variantenreiche Mischung war mit sozial Benachteiligten aus verschiedenen Richtungen. Und das mit dem Migrationshintergrund stimmt auch nicht für West-Berlin. Nicht daß mir das früher aufgefallen wäre.
Mal so aus den 90ies aus der Erinnerung:

Meine Star Wars Runde:
- 2 x Jugo, 1 x Tschechien, 1 x Ossi vor der Wende rübergemacht wg Stasiverfolgung,  1 deutscher aus nem Problemkiez.

AD&D:
3 x Jugo, 1 x Polen, 1 x Iran, DM deutsch ausm Block

RIFTs:
Irak, Litauer Jude, Kroate, Bosnier, kein Biodeutscher

Marvel Superheroes:
Koreaner, Jugo, deutscher ausm Block, Spielleiter offen schwul, eine Einfamilienhausdeutsche. Bei der haben wir dann auch gespielt, das war wie ein Ausflug in eine andere Welt.

Bei meiner anhaltenden wie legendären Mechkriegerrunde (25 Jahre and going strong) bin ich der einzige mit MiHiGru aber auch der einzige mit Abitur.

Bei einigen wieß ich den MiHiGru gar nicht genau. War nicht wichtig und fiel mir selber ja nicht auf und hat man auch nicht gefragt.

usw. usf.

Einige der aktivsten Leute bei Nexus waren mit libanesischen und griechischen u.ä. Wurzeln. Wobei alles was ich über Nexus dann zusätzlich kennenlernte vor allem westdeutsche Zugereiste waren. Die Tempelhofer und Steglitzer waren ja alle auf auf ihre Weise schräge Vögel. Blut und Glas ( :-*) zum Beispiel, CJ oder gar der Lord Ehrenvorstitzende J von und zu F. Selbst Blechpirats und mein alter SL, MasterBlaster ist zwar ganz deutsch aber beileibe kein Langweiler. Eher so a man you dont't meet every day.

Das mit der formalen Bildung beißt sich übrigens in den Schwanz: in Westdeutschland ist die Abhängigkeit des Abiturs und anschließendes Studium vom Elternhaus strukturell massiv höher.

Wobei ich denke/hoffe, daß im Ruhrgebiet bestimmt auch viele Canacks  & low-lifes Shadowrun oder so zocken. Was ich weiß, ist das die bei BattleTech stark vertreten waren, zumindest die Arbeiterdeutschen. Immer noch eine große Tragik, daß man die Szene so verkommen hat lassen. Ob das was damit zu tun hat, daß FanPro und Ulisses das Arbeiterpublikum nicht so einfach bedienen konnte wie die DSA-Fraggles ist zumindest mal eine Überprüfung wert.

Bei den letzten beiden Gratis-RSP-Tagen haben sich bei mir übrigens ganz natürlich die Canacks und ihre dt. Kumpels zu meiner Runde gesellt. Warum, weiß ich auch nicht. Mal sehen, ist ja bald wieder.

Und haufenweise deutsche Nerds, die auch viel Scheiße erlebt haben, kenne ich eben auch. Shout out an die Alle! Ich will sie nicht erwähnen im Detail, weil dann müßte ich die Scheiße die ihnen widerfuhr jeweils nennen, und das will wohl keiner. In Summe kenne ich viel mehr Leute, die ins Rollenspiel geflüchtet sind, als daß ich Touristen mit Austobe-bedarf kennengelernt habe. Das gibt's für mich in der Masse erst mit der Konfrontation im Netz, bzw. eben über die Wessis, die ich von Nexus & Co dann kennenlernte.
Vielen von denen verdanke ich ja auch einiges, sind oft die einzigen Menschen mit Studium mit denen ich vorher überhaupt gesprochen hatte.

So, aber nun, endlich zu den Szenen...
« Letzte Änderung: 17. Februar 2018, 16:33:59 von Settembrini »

Offline Settembrini

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« Antwort #106 am: 17. Februar 2018, 16:36:00 »
Zitat
Die andere Hälfte, ich weiß nicht. Die Jungs aus der Reihenhaussiedlung mögen schon auch mit Freunden gegen das Böse kämpfen. Wer mag das nicht?

Na, die Storygamer und Gewalttouristen, die Edgy-Gamer halt nicht. Aber ja, die meisten Leute, gerade wenn man sie zum RSP bringt, egal mit welchen Hintergrund wollen gerne zusammen mit Freunden Monster verkloppen.
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Antw:Szenenbasiertes Rollenspiel
« Antwort #107 am: 17. Februar 2018, 16:42:40 »
Warte mal... ich komm zwar nicht aus dem Reihenhaus (pah, Pöbel), aber Monster wollte ich auch erstmal verkloppen. Am Anfang will JEDER Monster verkloppen.. (ob das auch für jedE gilt, vermag ich nicht zu sagen). Ist halt die Frage, ob man dabei bleibt.

Das war aber nicht, was ich sagen wollte. Bis du, Set, das hier thematisiert hast, war mir dein Migrationshintergrund gar nicht bekannt, war mir also nicht aufgefallen. Ist mir per se auch nicht besonders wichtig, weshalb ich vermutlich mindestens einen exotischen Vornamen brauche, um das überhaupt zu bemerken, entsprechende Sprachbeherrschung vorausgesetzt. Das muss man wissen, wenn man meine Ausführungen liest.
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Offline Settembrini

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« Antwort #108 am: 17. Februar 2018, 16:54:20 »
Das hat Vorteile nen deutschen Nachnamen und blaue Augen zu haben. Gerade bei meinen sauberen Kollegen bekomme ich dann immer reinen Vorurteilswein eingeschenkt.  :D Mischlingspower.  8)
Und, wenn Du Dich assimilativ integrierst dankt Dir das...keiner. Und ich kann bei meine Brates und Sestras dann genau sehen, wo Benachteiligung wg. Vorurteilen schon an Äußerlichkeiten wie dem Nachnamen hängt oder nicht.

Auf jeden Fall ist soziale Benachteiligung nach dem Status der Eltern real und wirkungsmächtiger als viele andere Faktoren in der BRD.

Offline Settembrini

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« Antwort #109 am: 17. Februar 2018, 17:00:08 »
Gegenprobe.

Meine Cyberpunk SLs in logarithmisch abnehmender Häufigkeit des Spielens:

- Fabrikbesitzersohn (dem ich viel zu berdanken habe, shout out!)
- Verleger von Werbedrucksachen von der Nordseeküste
- Arzt/Lehrer-sohn aus Berlin (unglaublicher Langweiler)
- Professorensohn aus dem Großbürgertum (dem ich auch Dankbarkeit schulde)
- Psychopath mit so unglaublichen Gewaltphantsasien, daß ich nach einer Stunde die Runde verlassen habe.

ADD: Halt in die Mitte muß noch ein Ingenieurssohn. Die Runde hatte ich fast vergessen. Über die Runde bin ich in ein paar geile KoSim Runde von den Großen (TM) gekommen. Auch sehr geil. Nur Cyberpunk war auch maßlos langweilig bei dem.
« Letzte Änderung: 17. Februar 2018, 17:05:15 von Settembrini »

Offline Lord Verminaard

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« Antwort #110 am: 17. Februar 2018, 17:13:13 »
Na, die Storygamer und Gewalttouristen, die Edgy-Gamer halt nicht.

Bin ja selber (manchmal) einer, aber ich kenne keinen, der das exklusiv oder auch nur überwiegend betreibt. Das muss man aus meiner Sicht eher in so nem One-Shot-Zusammenhang sehen. Aber, klar, wie Blechi schon sagt, nicht jeder hat halt D&D positiv empfunden, es war auch nie wirklich mein Spiel, obwohl ich damit angefangen habe. Tatsächlich existiert ja die ganze Storygames-Mischpoke überhaupt nur, weil einige Leute im Gegenteil D&D echt nicht ausstehen konnten. Und selbst die, die D&D super finden, haben manchmal vielleicht Bock auf was anderes.

Offline Settembrini

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« Antwort #111 am: 17. Februar 2018, 17:58:10 »
So nun endlich ein paar Gedanken zum szenenbasierten Roollenspiel!

https://hofrat.rsp-blogs.de/2018/02/17/gegensetzlichkeiten-des-szenenbasierten-rollenspiels/

Ich meine die Frage wäre nun: Wie schreibt man die denn nun mal richtig auf? Damit man tatsächlich eine Erleichterung beim Leiten hat? Wie kann man szenebasiertes Material eintüten, ohne daß deren Style mich belästigt?

Ich würde es gerne mal ausprobieren, aber vlt. habt ihr Ideen oder gute Beispiele?
« Letzte Änderung: 17. Februar 2018, 18:15:12 von Settembrini »

Offline Lord Verminaard

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Antw:Szenenbasiertes Rollenspiel
« Antwort #112 am: 17. Februar 2018, 19:20:26 »
Ja, war bei mir genauso, ich hab immer eigenes Zeug geleitet. Was ich gut fand, waren diese ganz kurz angerissenen Abenteuerideen im GRW, sie waren ja szenisch, aber eben eine Szene drei Sätze, den Rest konnte man mühelos on the fly ausfüllen und blieb dann eben auch flexibel. Dieses Perlenschnur-Thema und auch die ganzen Railroading-Traumata, die man so liest, das dürfte wohl dann daher kommen, wenn das zu konstruiert ist, zu ausführlich der Szenenablauf beschrieben, und dann gab es eben auch diesen SL-Typus, der das dann knallhart genau so wie aufgeschrieben durchziehen musste, während der Könner natürlich jederzeit umzustellen vermochte. Was aber auch zeigt, dass man etwas genauer hinsehen muss, wo der Spielerbeschiss im Einzelnen dann ggf. lag, eben nicht bereits dort, wo szenenbasiert geleitet und ggf. das ein oder andere zurechtgebogen wird.

Zum Thema, wie man das aufschreiben könnte. Aus meiner Sicht: Überblick/Zusammenfassung, dann ausführliche Hintergrundinformationen, Personen, Schauplätze, Abenteuereinstieg, und dann ein grober Handlungsverlauf, wie er aussehen könnte, aber wirklich jede Szene nur angerissen. Ich arbeite gerne mit Drei-Akt-Struktur aber das bin nur ich. Wie man allerdings dann das, was zwischen dieser Textform und der dann tatsächlich geleiteten Szene liegt, zu Papier bringen kann, ohne in die Perlenschnur-Falle zu tappen? Das ist echt mal ne gute Frage. Wenn das überhaupt geht.

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« Antwort #113 am: 17. Februar 2018, 21:29:50 »
Ich denke ja gerade nicht nur in Richtung Abenteuer, sondern nur Modulteile. Die WEG-.Sachen haben ja als Futter gereicht. Aber eben über Weltbeschreibung, ausführlich aber eben nicht vollständig in keiner Weise. Und die Kurzideen, wie Du sagst. In den ganzen Supplements war ja massig davon. Nur eben die ausformulierten Abenteuer fand ich immer grütze.

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« Antwort #114 am: 17. Februar 2018, 21:32:20 »
Zitat
Was aber auch zeigt, dass man etwas genauer hinsehen muss, wo der Spielerbeschiss im Einzelnen dann ggf. lag, eben nicht bereits dort, wo szenenbasiert geleitet und ggf. das ein oder andere zurechtgebogen wird.

Genau, sei nochmal zur Bestärkung betont. Aber für die Spieler ist es ja am Anfang gar nicht direkt erkennbar, ob das ad-hoc angepaßt geleitet, oder hingebogen oder vollvorbereitet ist.
Dem Misbrauch ist Tür und Tor geöffnet. Was damit aus Spielersicht unsicher ist, aber in keiner Weise instabil.

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« Antwort #115 am: 18. Februar 2018, 01:03:47 »
Auf jeden Fall ist soziale Benachteiligung nach dem Status der Eltern real und wirkungsmächtiger als viele andere Faktoren in der BRD.

+ Aussehen und komische Namen ...

Cyberpunk = Herausforderung + Austoben [hier: Low-life Tourismus],

Wobei ich das nicht bestätigen kann, ich hab Shadowrun und Cyberpunk über Leute der sozialen Unterschicht und Migrationshintergrund kennengelernt - damals in den late 90s. Die hatten total Spass angefuckte Low-Lifes zu spielen.

Und die meisten Leute wollen keinen Scheiss spielen wollen, den sie schon im Tagesgeschäft an der Backe haben. Deswegen geht ja Monsterklopfen meist ganz gut - muss ja heutzutage kaum einer mehr machen ;). Oder deswegen haben die Cyberpunker irgendwelchen Konzernfuzzis den Arsch aufgerissen ;)

Aber danach fällt es schon auseinander. Am Anfang meiner SL-Tätigkeit hatte ich eine super heterogene Gruppe, rein vom sozialen Background. Und obwohl ich mit einem der Spieler schon seit Jahren befreundet war, sind wir da in einen Konflikt geschlittert. Er hat er wartet, dass jede Begegnung schaffbar ist und der SL es im Notfall dreht. Er hat davor - soweit ich weiß - genau 1 x DSA gespielt und es machte ihm keinen Spass. Die Handlungmöglichkeit: Flucht und an einem anderen Tag es nochmal probieren, existierte in seinen Handlungsoptionen nicht. Als dann der erste SC (es folgten noch viele weitere) hinüber war, sah er mich als ob ich ihm gerade was schlimmes angetan hab. Dann hat er auch noch so lebensunfähige SCs gebaut, die total spielweltfremd waren, als ob sie darum betteln würden umgenietet zu werden.

Natürlich war ich damals auch nicht so super reflektiert um zu verstehen was da abging. Jetzt weiß ich, er war einfach sehr sehr anders sozialisiert als ich. Er ist superbehütet aufgewachsen und seine Eltern haben alles was nur irgend ging für ihn erledigt. Entsprechend hatte er im Spiel die gleiche Erwartung, ggf. wird jemand mich bzw. den SC schon raushauen und wenn der SL es macht. Mittlerweile kann er aber auch vernünftig spielen ;)

Rollenspiele bzw. Szenen (im Sinne von Subkultur) haben doch oft auch diese "True" Diskussion, Metal, Punk, Hiphop, Reenaktoren, Schützenverein, Mittelalterszene ... . Ab einer gewissen Größe zerfällt seine Szene wieder - man möchte eineseits aus der Realität ausbrechen, aber soll auch noch irgendwie was besonderes sein. Monster-Klopper vs Storygamer, Turnierschützen vs. Spassschützen, Kostüm-Party-Volk (Mittelalterszene) vs. Authentiker etc.

Zu szenenbasiertem Spiel:
Das Problem von Storygames wie Vampire, die ja ganz viel mit Szenen arbeiten, ist, dass die Welt oder der Metaplot (z. B. in DSA) wie ein Korsett ist, der kaum organische Entwicklung zulässt. Das ist wie eine 1. Bounding-Box, um die nochmals eine 2. Bounding-Box aufgespannt wird, die aber die Handlungsmöglichkeiten in der 1. total einschränkt. Das läuft aber dem Grundgedanken Storyentwicklung und Freiheit zuwider

Bei einer Szene ist mein Ansatz sich keine Gedanken zu machen über das zu erreichende Ziel, das versuch ich komplett auszublenden. Ich versuche substantielle und wohldefinierte Interaktionselemente innerhalb der Szene bereitzustellen.

Aus der Interaktion der SCs mit den Interaktionselementen entsteht dann die organische Entwicklung der "Story"/"Szene". z. B. hat eine Wache in einer Szene definierte Werte, eine Motivation und Persönlichkeit. Der Aufwand für mich steckt in den Interaktionselementen, dass ich ggf. einen Katalog von denen Ready-to-Play fertig in der Schublade liegen hab, falls ich Ad-Hoc was in die Szene einführen muss, weil die Spieler kreativ sind.

Deshalb finde ich den PbtA Ansatz - obwohl ich ihn bisher selten testen konnte - ganz interessant. Je nach Implementierung bietet dieser relativ unaufwendige Möglichkeiten sowas umzusetzen.

« Letzte Änderung: 18. Februar 2018, 01:05:26 von viral »
“The worthy GM never purposely kills players’ PCs. He presents opportunities for the rash and unthinking players to do that all on their own.”

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« Antwort #116 am: 18. Februar 2018, 07:18:41 »
Zitat
+ Aussehen und komische Namen ...

Ja, auf jeden Fall. Und das gerade auch von denen, die meinen sie seien besonders antidiskriminierend unterwegs..."Sie können aber gut Deutsch!"

Offline Settembrini

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« Antwort #117 am: 18. Februar 2018, 07:24:22 »
Zitat
Wobei ich das nicht bestätigen kann, ich hab Shadowrun und Cyberpunk über Leute der sozialen Unterschicht und Migrationshintergrund kennengelernt - damals in den late 90s. Die hatten total Spass angefuckte Low-Lifes zu spielen.

Und die meisten Leute wollen keinen Scheiss spielen wollen, den sie schon im Tagesgeschäft an der Backe haben. Deswegen geht ja Monsterklopfen meist ganz gut - muss ja heutzutage kaum einer mehr machen ;). Oder deswegen haben die Cyberpunker irgendwelchen Konzernfuzzis den Arsch aufgerissen ;)

Nun, ich habe oben meine Cyberpunk-SLs aufgezählt, daher kam mein Gedanke, das mag also totaler bias durch merkwürdige Stichprobe sein. Und daß der Effekt des Ausgangspunkt für den Eskapismus auch Inversionen kennt, sagte ich ja. So ganz linear, wie ich das gezeichnet habe ist es im Detail ja nie. ABER: Ich wette, daß Deine alten Shadowrun-Kumpels keinerlei Interesse an irgendwelchen Storygames hätten.

Im Übrigen sei noch gesagt: Dasselbe gilt alles auch für diese Edgy-OSR-Geschichten. Carcosa, Zak und Co.

Insgesamt will ich mir aber nicht anmaßen für irgendjemanden anderes zu sprechen als für mich
und meine Freunde. Nichts gibt mir das Recht oder die Kenntnisfür für so große Gruppen zu sprechen, ich mache nur Beobachtungen.

 
« Letzte Änderung: 18. Februar 2018, 07:26:56 von Settembrini »

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« Antwort #118 am: 18. Februar 2018, 09:14:45 »
schon klar, ich hab da auch nur subjektive Erfahrungen gemacht.

Add: Gespielt haben es früher aber meist die Außenseiter, die "Coolen" Leute habe in meiner Jugend keine Rollenspiele gespielt (zuminedst im oberbayerischen Outback)
« Letzte Änderung: 18. Februar 2018, 09:22:07 von viral »
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« Antwort #119 am: 18. Februar 2018, 21:08:29 »
Habe gerade Carcosa gegoogelt... und jetzt weiß ich auch nicht. :-X