Autor Thema: [Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel  (Gelesen 3255 mal)

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Offline Lord Verminaard

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Heute etwas zu Erzählspielen à la Story Games vs. erzählerisches Rollenspiel à la, naja, Rollenspiel halt. Rundumschlag, FATE kommt auch vor. Hint: Ich habe eine Tendenz, was mir eher liegt. ;)

https://dangerzone.rsp-blogs.de/fate-und-erzaehlerisches-rollenspiel-vs-erzaehlspiel/

Offline Zornhau

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    • Zornhau schreibt ...
Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #1 am: 14. März 2018, 19:12:57 »
Fate ist für mich DAS Spiel für "narratives Powergaming". Man manipuliert seinen Charakter stets in Situationen, wo man seinen Pinnacle Skill und idealerweise noch ein oder mehrere Stunts benutzen kann, häuft so viele Free Invokes drauf, wie es geht. - Wer das nicht macht, der kann auch gleich DSA-Luschenspiel betreiben.

Offline Lord Verminaard

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #2 am: 14. März 2018, 19:37:07 »
Ja, kein Widerspruch. Beides geht. FATE ist ein Luder, es macht alles mit. ;)

Offline Settembrini

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #3 am: 14. März 2018, 21:58:03 »
Leute, die sich für Fate interessieren, interessieren mich nicht. Wenn man ne personnage erschafft, und es dabei nur um die personnage geht, die auch noch die Physik verändert: so richtig gar kein Interesse.

Anderes Hobby.

Abgesehen davon, daß man eh nie vorher schon weiß, was denn eine Figur wirklich interessant macht, geht es beim Rollenspiel ja eben nicht um die personnagen.

Aus diesen Gründen halte ich FATE für eine üble, unentschuldbare Gehirnseuche. Ein Gedankenverbrechen.

Vorderladerquatsch.

Offline Blechpirat

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #4 am: 14. März 2018, 22:38:15 »
Wer die Zeit hat, so lange zu spielen, bis es interessant wird, kann das ja so machen wie früher .)

@topic: Für mich sind Erzählspiele ja solche, wo eine Geschichte erzählt wird, bei der nur bestimmte, spannende, Szenen ausgespielt werden. Microscope gehört dazu, und das fantastische Dialect. Die von dir genannten Beispiele sind für mich alles Rollenspiel im engeren Sinn.
« Letzte Änderung: 14. März 2018, 22:43:25 von Blechpirat »
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Offline Lord Verminaard

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #5 am: 14. März 2018, 22:45:40 »
Nein, die Metapher (die du Ninja-mäßig gelöscht hast ;)) ist Murks. Du tust so, als würden die einen das Gleiche machen wie die anderen, nur langsamer / ineffizienter. Aber sie machen was komplett anderes.
« Letzte Änderung: 14. März 2018, 22:52:37 von Lord Verminaard »

Offline Lord Verminaard

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #6 am: 14. März 2018, 22:49:04 »
Abgesehen davon, daß man eh nie vorher schon weiß, was denn eine Figur wirklich interessant macht

Das ist so eine sinnlose Aussage. Was ist denn die Schlussfolgerung, nur 0815-Charaktere bauen weil ist eh egal? Schwachsinn.

Offline Blechpirat

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #7 am: 14. März 2018, 23:02:28 »
Nein, die Metapher (die du Ninja-mäßig gelöscht hast ;)) ist Murks.

Deshalb habe ich sie ja gelöscht, die Metapher war lediglich provokant, aber nicht mal auf schlaue Art.

Ich stimme dir aber nicht zu. Sie machen eben nicht etwas komplett anderes (das wäre Taubenzucht), sondern etwas sehr ähnliches - so ähnlich, dass wir den gleichen Namen nutzen, nämlich Rollenspiel. Aber natürlich lassen sich auch Unterschiede herausarbeiten, keine Frage. Aber die lassen bei allem finden, was unterschiedliche Leute tun - selbst beim Hobby Rosenzucht. Ich glaube aber nicht, dass die Unterschiede reichen, um zu belegen, dass es sich dabei um eine "andere Art von Spiel" handelt. In meiner Beobachtung handelt es sich lediglich um eine Betonung auf eine andere Art des Spielspaßes. Die vermutlich ihre Spiegelung in den als interessant empfunden Medien findet.
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Offline Lord Verminaard

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #8 am: 14. März 2018, 23:12:11 »
Eine andere Art von Spiel vielleicht nicht. Aber doch vollkommen, restlos inkompatibel.

Offline viral

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #9 am: 14. März 2018, 23:36:55 »
Sind eben Rollenspiele unterschiedlicher Ausprägung..

Gibt ja auch unterschiedliche Sportarten die inkompatibel zueinander sind.

Kommt halt auf den LoD und PoV an.

ADD:
ich mag klassische Rollenspiele (Ad&d, RIfts), aber mich interessiert auch PbtA mehr und mehr. Wobei ich mir dabei bewußt bin, dass das sehr unterschiedliche Spiele sind.
Zu Fate hab ich ein zwiespältiges Verhältnis. Die Beliebigkeit und das Wischi-Waschi ist für mich ein großes Problem, wobei ich wohl nochmal spielen werde, bevor ich mir eine abschließende Meinung bilde. Bisher konnte es mich aber nicht überzeugen.
« Letzte Änderung: 14. März 2018, 23:47:56 von viral »
“The worthy GM never purposely kills players’ PCs. He presents opportunities for the rash and unthinking players to do that all on their own.”

— Gary Gygax

Offline Settembrini

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #10 am: 15. März 2018, 05:53:31 »
Abgesehen davon, daß man eh nie vorher schon weiß, was denn eine Figur wirklich interessant macht

Das ist so eine sinnlose Aussage. Was ist denn die Schlussfolgerung, nur 0815-Charaktere bauen weil ist eh egal? Schwachsinn.

Deswegen würfelt man seine Personnagen. DAS ist gutes Charakterspiel.

Aspkete aussuchen ist der Kulminationspunkt des Charakterpunktekaufs, der an sich schon unter großem Verdacht steht, der Gipfel der Vorderladerirrtümer. Das Spiel, die Welt, dreht sich nunmal nicht um die Figur. Tatsächlich entwertet es aus meiner Sicht das gesamte Erlebnis. Und mit Aspekten eben nochmal potenziert.
Aspekte sind genau der Punkt, wo der Faden reißt.

Offline Lord Verminaard

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #11 am: 15. März 2018, 07:46:43 »
Ach, pfff. Rollenspiel-Esoterik. Einer der ärgerlichsten Mythen, den die OSR wieder salonfähig gemacht hat. "Zufall ist besser als die wohlüberlegten Einfälle meiner Mitspieler." Ja, bei deinen Mitspielern vielleicht. >:D Da kommen wir nicht zusammen.

Was jetzt nicht heißt, dass ich ein übergroßer Fan von FATE bin. Aber dass nun ausgerechnet bei Aspekten der Rubikon überschritten ist, sehe ich nicht. Es ist halt zu einfach, das Spiel kaputt zu gamen, gerade mit den Aspekten. Wer das als Feature verkauft, naja. Da kommen wir dann schon eher zusammen. Bei mir wird die Physik jedenfalls nicht aufgehoben.

Offline JollyOrc

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #12 am: 15. März 2018, 12:59:19 »


Das Spiel, die Welt, dreht sich nunmal nicht um die Figur. Tatsächlich entwertet es aus meiner Sicht das gesamte Erlebnis. Und mit Aspekten eben nochmal potenziert.
Aspekte sind genau der Punkt, wo der Faden reißt.

[polemik]
Warum erzählt dann ein Spielleiter nicht einfach, was er mittels Würfel und Regelanwendung über die spannende Situation in der Hauptstadt herausgefunden hat, während die Spielercharaktere gerade alle im dritten Level des Dungeons im Wald von Hintertupfingen sind?

Schließlich dreht sich doch die Welt nicht um die Figur, sondern um die wirklich wichtigen Dinge!
[/polemik]

Dieses Argument "die Welt dreht sich nicht um die Figur" steht auf schwachen Füßen. Schon alleine in dem Moment, wo sich ein Spielleiter überlegt, was denn eine Herausforderung für die eigene Gruppe sei, hat man das doch schon verloren.

FATE macht das einfach nur transparent - und dank des Crunch-Teils der Aspekte sogar recht ehrlich, anstatt das alles nur gehandwedelt wird.

Aber ich kann verstehen, dass das nicht jedermanns Sache ist. Ich glaube aber, dass es andere Gründe hat, kann aber gerade nicht den Finger drauflegen...

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Offline Settembrini

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #13 am: 15. März 2018, 18:34:29 »
Ich verstehe Dich sonst gut, aber den letzten Post Jolly,Orc, den verstehe ich nicht. Also rein inhaltlich nicht.

Um mal mein Hauptproblem mit FATE anders auszudrücken:

Punktekaufsysteme sind immer schon problematisch. Nun können die mit Templates und einer starken Weltverankerung eingehegt werden. FATE reißt dies alles fort und packt noch Aspekte oben drauf und signalisieren den Spielern: Alles geht um DICHDICHDICH.

Das finde ich so unglaublich vorhersehbarlangweilig und ätzend. Vor allem was dann immer bei rauskommt.

Mal ein Beispiel:
-Jeder denkt sich einen jugendliche Personnage in de Jetztzeit aus. Volle Freiheit aber nur was eben realistisch ist. Gerne auch mit VaterMutterKind-Traumata-Freud-HBO-Kram.
- Dann im ersten Abenteuer bekommen alle Superkräfte und zwar zufällige.

Ergebnis: Episches Rollenspiel, echte Erlebnisse, echte Originstorys, besser als Marvel gucken, 100% Superheldenemulation!

Bei den Kaufonkelz und Vorderladern unmöglich. Deswegen ist Superheldenrollenspiel auch mit ausgewählten Superkräften volkommen uninteressant.

Und mit Aspekten hat jeder eine selbstgewählte, ziemlich alberne Superkraft.

Offline Blechpirat

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Antw:[Danger Zone] FATE und erzählerisches Rollenspiel vs. Erzählspiel
« Antwort #14 am: 15. März 2018, 18:38:03 »
Das finde ich so unglaublich vorhersehbarlangweilig und ätzend. Vor allem was dann immer bei rauskommt.

Mal ein Beispiel:
-Jeder denkt sich einen jugendliche Personnage in de Jetztzeit aus. Volle Freiheit aber nur was eben realistisch ist. Gerne auch mit VaterMutterKind-Traumata-Freud-HBO-Kram.
- Dann im ersten Abenteuer bekommen alle Superkräfte und zwar zufällige.

Ergebnis: Episches Rollenspiel, echte Erlebnisse, echte Originstorys, besser als Marvel gucken, 100% Superheldenemulation!

Bei den Kaufonkelz und Vorderladern unmöglich. Deswegen ist Superheldenrollenspiel auch mit ausgewählten Superkräften volkommen uninteressant.

Und mit Aspekten hat jeder eine selbstgewählte, ziemlich alberne Superkraft.

Wenn ich eine D&D Klasse wähle bekomme ich auch eine vorher feststehende Zahl und Art von Superpowers. D&D ist also wie Fate Vorderladerzeugs?
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